STUDIEN & UMFRAGEN11. Januar 2019

Studie: Versicherer unsicher in der E-Mail-Kom­mu­ni­kation – ohne Double-Opt-in; keine Personalisierung, …

E-Mail-Marketing-Studie
Absolit

95,4 Prozent der 5000 Top-Unternehmen im deutschsprachigen Raum betreiben aktiv E-Mail-Marketing. Doch von 107 Versicherern erreichten im Schnitt nur 32 Prozent die Maximalpunktzahl und landen somit hinter Banken und Krankenkassen. Das ergab die Benchmark-Studie „E-Mail-Marketing Benchmarks“ von absolit, deren Kurzversion kostenlos ist – die vollständige Studie kostet rund 490 Euro.

Absolit befragte 5.037 Unternehmen aus neun Branchen – darunter 107 Versicherer. Obwohl 7 von 10 Versicherungen einen öffentlichen Newsletter für Interessenten anbieten, sind nur sieben Prozent der Anmeldungen auch so platziert und gestaltet, dass man sie auch dann findet, wenn man nicht explizit danach sucht. Ebenfalls kontraproduktiv ist die Benutzerfreundlichkeit der Anmeldung – bei jeder fünften Anmeldung benötigt man drei oder mehr Klicks, um diese abzuschließen.

Absolit

Diese Zahlen spiegeln sich auch in den Platzierungen wider. Nur zwei Versicherer (Arag und Ergo) schafften es in die Liste der 100 besten Unternehmen – in den Top500 ist die Branche immerhin achtmal vertreten.

‚Rechtssicherheit‘ ist das Sorgenkind des deutschen E-Mail-Marketings

Auch wenn die Verabschiedung der Datenschutz-Grundverordnung Mitte letzten Jahres für viel Panik und Sorge im Bereich des E-Mail-Marketings sorgte, scheinen viele Unternehmen relativ unbekümmert zu sein, was das neue Strafmaß der Gesetzesänderung anbelangt. So arbeiten noch immer 18,3 Prozent ohne das zwingend vorgeschriebene Double-Opt-in– Verfahren – in der Beratungs- und IT-Branche sind es sogar 30 Prozent. 38 Prozent fragen weiterhin zu viele Daten bei der Anmeldung ab. Wirklich transparent, was mit den gesammelten Daten passiert, ist sogar nur jeder Vierte. Das größte Problem liegt jedoch bei der Möglichkeit, dem Tracking des Leseverhaltens zu widersprechen – gerade einmal zwei Prozent erfüllen hier die Auflagen der Gesetzesänderung.

Keine Begrüßungsmail, keine Personalisierung – viel Buzz um nichts …

Absolit

Das Thema Marketing Automation scheint trotz gro­ßer Prä­senz in den Fach­me­di­en noch kaum An­klang in den hei­mi­schen Mar­ke­ting­ab­tei­lun­gen zu fin­den. Hier wur­den durch­schnitt­lich nur 28 Pro­zent der Ma­xi­mal­punkt­zahl er­reicht. Ge­ra­de ein­mal zwei von zehn Un­ter­neh­men hei­ßen neue Le­ser mit ei­ner Be­grü­ßungs­mail will­kom­men. Ei­ne mehr­stu­fi­ge Be­grü­ßungs­kam­pa­gne set­zen we­ni­ger als ein Pro­zent um. An­lass­be­zo­ge­ne Trig­ger-Mails ge­hö­ren nur bei 18 Pro­zent zum Mar­ke­ting-Mix. Und das, ob­wohl 43 Pro­zent mit ei­nem pro­fes­sio­nel­len Ver­sand­dienst­leis­ter zu­sam­men­ar­bei­ten – al­so be­reits die Grund­vor­aus­set­zun­gen zur au­to­ma­ti­sier­ten Kun­den­an­spra­che besitzen.

Absolit
Zugleich tun sich auch viele Unternehmen mit der persönlichen Ansprache des Lesers schwer. Zwar fragen 73 Prozent bei der Anmeldung mindestens nach dem Namen des Interessenten, genutzt werden diese Daten aber nur von 61 Prozent.

Dr. Torsten Schwarz, Geschäftsführer Absolit Dr. Schwarz Consulting
Absolit Dr. Schwarz Consulting

Viele Unternehmen müssen langsam begreifen, wie wichtig es ist, Kunden in Zeiten der Informationsflut individuell anzusprechen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben zu können.“

Dr. Torsten Schwarz, Geschäftsführer Absolit Dr. Schwarz Consulting

Um die Qualität des E-Mail-Marketings quantifizieren zu können, wurden insgesamt bis zu 143 Kriterien aus den Bereichen Dialog, Versandtechnik, Sicherheit, Neukundengewinnung, Rechtskonformität, Automation und Gestaltung erhoben.

Die Studie kostet in der Standard-Version rund 490 Euro – eine kostenlose Kurzversion können Sie hier bestellen.aj
 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/83463
 
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