STUDIEN & UMFRAGEN10. Februar 2026

Passkey statt Passwort: Die Gen Z bezahlt per Biometrie

Ein Kunde steht an einer Kasse, während ein Gesichtsscanner aktiv ist. Auf dem Bildschirm wird angezeigt, dass die Verifizierung erfolgreich war und die Zahlung genehmigt wurde. Die Technologie nutzt Biometrie zur Authentifizierung.
KI, DALL-E

Laut der GfK-Studie „Mastercard Payment Pulse“ zahlt bereits jeder dritte Deutsche biometrisch. In der Generation Z sogar mehr als die Hälfte. Diese nutze vor allem Verfahren wie Fingerabdruck und Gesichtserkennung. Für die Untersuchung befragte die GfK im Auftrag von Mastercard 1.004 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren online.

Wie die Studienautoren mitteilen, werde Biometrie zum Entsperren von Smartphones am häufigsten genutzt (45 %). Es folgen Online-Banking (34 %) und Online-Zahlungen (25 %). Bei den 18- bis 29-Jährigen setzten sogar mehr als die Hälfte (52 %) auf biometrische Authentifizierung beim Banking. Vier von zehn (41 %) beim virtuellen Shopping. Etwa jeder Fünfte (22 %) nutze Biometrie auch beim mobilen Bezahlen in Geschäften.

Mastercard

Sicherheit und Komfort sind gewichtige Argumente für Biometrie

Sicherheit bleibe das wichtigste Argument für den Einsatz biometrischer Merkmale zur Verifizierung von Zahlungen: 43 Prozent der Deutschen nennen sie demnach als größten Vorteil. Auf den Plätzen folgen Komfort (37 %), da sie sich weder Passwort noch PIN merken müssen, Schnelligkeit (31 %) und einfache Umsetzung (27 %). Wer bereits biometrisch bezahle, setze vor allem auf Fingerabdruck (74 %) und Gesichtserkennung (45 %). Methoden wie der Scan der Iris und Stimme (jeweils 5 %) seien aktuell noch Nischenverfahren.

Insgesamt hätten 59 Prozent der Befragten in den vergangenen zwölf Monaten biometrische Authentifizierungsmethoden genutzt. Bei den 18- bis 29-Jährigen sogar 79 Prozent. Mehr als ein Drittel kann sich vorstellen, Gesichtserkennung nicht nur online, sondern auch an der Ladenkasse einzusetzen. Bei der Generation Z sogar fast die Hälfte.

Mastercard
Beim Online-Shopping seien sichere und geschützte Zahlungen für zwei Drittel der Deutschen (66 %) der wichtigste Faktor. Gleichzeitig empfänden vier von zehn (41 %) das Teilen persönlicher Informationen im Netz als schwierig. Fast jeder Dritte zwischen 30 und 39 Jahren sieht laut der Studie vergessene Passwörter als größte Hürde.

Nikolaus Trzeschan, Country Manager Mastercard Deutschland
Mastercard

Die aktuellen GfK-Daten zeigen deutlich: Biometrie ist im Alltag angekommen. Besonders die jüngeren Verbraucherinnen und Verbraucher setzen beim Bezahlen zunehmend auf biometrische Authentifizierung – und stellen dabei höchste Ansprüche an Sicherheit.“

Nikolaus Trzeschan, Country Manager Mastercard Deutschland

Sicherheit sei dabei immer auch eine Frage des Vertrauens. Mit Passkeys, Tokenisierung und modernen biometrischen Verfahren stelle Mastercard sicher, dass Menschen überall nahtlos, intuitiv und mit größtmöglichem Schutz bezahlen könnten.

Auch im stationären Handel würden biometrische Verfahren an Bedeutung gewinnen. Mehr als ein Drittel der Deutschen (37 %) kann sich demnach vorstellen, per Gesichtserkennung in Geschäften ohne Kassiervorgang zu bezahlen (Grab & Pay). Bei den 30- bis 39-Jährigen sogar über die Hälfte (52 %).

Mastercard erprobe hierfür neue Technologien wie Scans von Handflächen, Gesicht oder Iris. Diese ermöglichten Kunden, mit einem Lächeln oder Winken zu bezahlen. Im Mittelpunkt stünden strenge Sicherheits- und Datenschutzstandards. Demnach würden biometrische Daten lokal auf dem Gerät bleiben und nicht weitergegeben werden. An das Zahlungsnetzwerk gelange ausschließlich das Authentifizierungsergebnis.

Bis 2030 will Mastercard (Website) eigenen Angaben zufolge gemeinsam mit seinen Partnern 100 % Tokenisierung und Authentifizierung für digitale Zahlungen erreichen.dw

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