FINTECH23. November 2021

Payment-Dienst Stripe stellt eigene POS-Bezahlterminals in Deutschland vor

Payment-Dienst Stripe stellt eigene POS-Bezahlterminals in Deutschland vor
Stripe

Der Payment-Dienstleister Stripe hat jetzt den Start von Stripe Terminal für Deutschland sowie Großbritannien, Irland, Frankreich und die Niederlande angekündigt. Dabei handelt es sich um ein System von Bezahlterminals, die für den ansonsten auf E-Commerce fokussierten Anbieter am Point of Sale zum Einsatz kommen. So erweitere Terminal „die Zahlungsinfrastruktur von Stripe auf die physische Welt“, wie das Unternehmen erklärt. International agierende Shop-Lösungen wie Shopify nutzen Terminal bereits, um mit flexiblen Entwickler-Tools, vorzertifizierten Kartenlesegeräten und cloudbasiertem Hardware-Management ihre eigenen persönlichen Kassen zu erstellen.

Der Service Stripe Terminal besteht dabei aus drei Komponenten: Grundlage ist eine Reihe flexibler SDKs und APIs als Hintergrund für die benutzerdefinierte Checkout-Lösung über Web- oder Mobil-Apps, die eine einzige Integration für den weltweiten Zahlungsverkehr ermöglichen. Hinzukommen vorzertifizierte Kartenlesegeräte, die nahtlos mit diesen APIs und SDKs zusammenarbeiten und sofort für EMV-Kontaktkarten, EMV-Kontaktloskarten und mobile Geldbörsen (wie Apple Pay oder Google Pay) bereit sind und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unterstützen. Und als drittes Element dienen Management-Funktionen für die Verwaltung und Überwachung von Hardware in großem Umfang über mehrere Standorte oder verbundene Konten hinweg – eine Art zentrale Verwaltung direkt vom Stripe Dashboard aus.

Hard- und Software für Verkaufsstellen mit E-Commerce matchen

Stripe Terminal ist der Versuch, Internet-Händler, die neben dem E-Commerce auch ein Standbein im Präsenzhandel haben, abzuholen, damit diese für das Entgegennehmen von Zahlungen nicht ein völlig anderes Zahlungssystem verwenden müssen. Denn während der Online-Verkauf einfacher geworden ist, bleibt in vielen Fällen die POS-Welt mit ihren Kassensystemen eine andere Welt.

All das ist verbunden mit der Prämisse, dass Hard- und Software für die Verkaufsstellen zusammengefügt werden mussten, dass aufwändige Sicherheits- und EMV-Zertifizierungsprozesse zu bewältigen sind und dass die sich ändernden rechtlichen und Hardware-Anforderungen eingehalten werden mussten. Stripe Terminal soll Ordnung in die Komplexität bringen und ein einfaches Omnichannel-Zahlungsangebot bereitstellen.

Stripe Terminal startet mit zwei Devices

Payment-Dienst Stripe stellt eigene POS-Bezahlterminals in Deutschland vor
Stripe

Grundsätzlich stehen zwei Endgeräte zur Verfügung: das BBPOS WisePad 3, ein mobiles Bluetooth-fähiges Kartenlesegerät mit Farbdisplay und einem integrierten PIN-Pad, sowie das BBPOS WisePOS E, ein Lesegerät mit einem 5-Zoll-Display, das sowohl für den stationären als auch für den mobilen Einsatz konzipiert ist und neben EMV-Chip- und kontaktlosen Zahlungen auch Swipe-Payment-Lösungen akzeptiert.

Beide Devices unterstützen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und sind P2PE-fähig. Sie kosten 59, bzw. 199 € einmalig und schlagen dann mit 1,4 Prozent Provision zuzüglich 10 Cent pro erfolgreiche Zahlung zu Buche (nichteuropäische Karten kosten 2,9 Prozent Provision).

Payment-Dienst Stripe stellt eigene POS-Bezahlterminals in Deutschland vor
Stripe

Jedes dritte europäische Unternehmen nutze bereits eine Softwareplattform,, um Waren online zu verkaufen, sagt Stripe. Mit den neu vorgestellten Lösungen könnten Software-Plattformen diesen Unternehmen die Möglichkeit bieten, sowohl persönliche Zahlungen als auch Online-Zahlungen entgegenzunehmen. Die Plattformen können die Bestellungen für die Terminal-Hardware im Namen ihrer Nutzer verwalten, und Stripe übernehme den gesamten Versand und die Logistik.

Einen Case hat das Unternehmen mit Taxi.de vorgestellt. Dabei können mit der Kombination aus Stripe Terminal und Stripe Connect Taxis in 64 deutschen Städten sowohl Kartenzahlungen im Fahrzeug annehmen als auch Fahrgästen die Möglichkeit bieten, online zu bezahlen. Auf ähnliche Weise lösen Kinos in Großbritannien den Online-Ticketverkauf und den Verkauf von Popcorn über eine SaaS-Plattform.

Stripe

In den letzten zehn Jahren ist es viel einfacher geworden, persönliche oder Online-Zahlungen zu akzeptieren. Aber sobald man beides machen will, wird es komplex und schwierig. Die Erweiterung von Stripe Terminal bedeutet, dass Unternehmen in Europa auf der ganzen Welt ihre Erfahrungen mit persönlichen und Online-Zahlungen einfach vereinheitlichen können.“

Matt Henderson, EMEA Business Lead bei Stripe

Interessant ist dabei auch die Integration zwischen Online und Offline, wie sie beispielsweise für Händler von Shopify möglich wird. Für diese sei, so erklärt Shimona Mehta, Managing Director EMEA bei Shopify, die Integration ein zeitgemäßer Use Case.

Wir sehen, dass hybrides Einkaufen am kommenden Black Friday und Cyber Monday für die Verbraucher an Bedeutung gewinnt. Die Erweiterung von Stripe Terminal bedeutet, dass mehr unserer Händler persönliche und Online-Zahlungen über Shopify abwickeln können, was ihre Arbeitsabläufe rationalisiert und ein besseres Kundenerlebnis bietet.“

Shimona Mehta, Managing Director, EMEA, Shopify

Stripe Terminal kann ab sofort von Händlern gebucht werden. Weiterführende technische Details hält Stripe in seinem Dokumentationsbereich bereit. Händler können auf diese Weise sämtliche Online- und Offline-Transaktionen über einen einheitlichen Zahlungs-Stack organisieren, die Logistik für persönliche Zahlungen verwalten und dem Endkunden eine nahtlose Customer Experience bieten, verspricht das Unternehmen.tw

 
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