PRODUKTE28. September 2017

Pega will mit ‚T-Switch‘ KI-Entscheidungen trans­parent machen und so per KI Kunden­be­ziehungen verbessern

monsitj/Bigstock

Mit T-Switch (Pegasystems) sei nun die erste Lösung lieferbar, die Unternehmen mehr Kontrolle über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Management von Kundenbeziehungen verschaffe. T-Switch ist Bestandteil der neuesten Version des Customer Decision Hub und ermöglicht es, KI-Algorithmen auf der Grundlage von Schwellenwerten einfacher und sicherer zu implementieren. Damit helfe T-Switch, beim Einsatz von KI Risiken zu vermeiden und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sicherzustellen.

Pegasystems
Künstliche Intelligenz (KI) gilt (neben Blockchain) derzeit als heiße Zukunftstechnologie bei Banken und Versicherern – aber die Risiken der hoch­kom­plexen Systeme sind derzeit vielen Häusern schlicht zu hoch. Dennoch: KI ist offenbar eine perfekte Grundlage, um Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und personalisierte Services und Marketing-Aktionen zu bieten. Das Problem: KI-Modelle sind reichlich intransparent, so dass Unternehmen Entscheidungen der Systeme oft nicht nachvollziehen können – ein Kriterium, das vor allem in stark regulierten Branchen kritisch ist.

Pegasystems

Mit zunehmenden Regulierungen muss fast jedes Unternehmen bei der Nutzung von Kundendaten sicherstellen, dass seine KI-Systeme hinreichend transparent sind. T-Switch sorgt dafür, dass Unternehmen die nötigen Compliance-Vorgaben einhalten und gleichzeitig die Leistungen von KI voll nutzen können.“

Carsten Rust, Director Solution Consulting DACH Pegasystems

Undurchsichtige KI-Algorithmen können zwar sehr leistungsfähig sein, doch kann die komplexe Logik in diesen ‚Black Boxes‘ nicht immer vollständig nachvollzogen werden – ein Sachverhalt, der problematisch wird, wenn das betreffende Modell nicht beabsichtigte Aktionen auslöst. Die ab Mai 2018 geltende EU-Datenschutz-Grundverordnung (General Data Protection Regulation – GDPR) verpflichtet Unternehmen, die Logik hinter KI-Modellen, die bei ihren Entscheidungen die Daten europäischer Kunden verwenden, offenzulegen. Bei Nichteinhaltung der entsprechenden Vorschriften drohen Unternehmen erhebliche Geldbußen, die bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes betragen können.

Transparenz der KI festlegen – quasi per Schieberegler

Als Bestandteil des KI-gestützten Pega Customer Decision Hub ermöglichen es die neuen Kontrollfunktionen von T-Switch den Unternehmen, Schwellenwerte für die KI-Transparenz beziehungsweise die „Undurchsichtigkeit“ festzulegen. Unternehmen können diese für jedes KI-Modell auf einer einfachen Skala definieren. Diese Transparenz-Scores helfen den Anwendern, ihre KI-Systeme mit Modellen zu erstellen, die ihren Anforderungen an die Transparenz entsprechen und die dennoch besondere Kundenerlebnisse bereitstellen können.

Pegasystems

Anwender könnten auf diese Weise die Transparenz ihrer KI sehr genau steuern. So bestünde ein relativ geringes Risiko, ein „undurchsichtiges“ Modell für die Bilderkennung zu verwenden, das hilft, älteren Content zu kennzeichnen, der mit veraltetem Branding arbeitet. Im Gegensatz dazu benötigen Finanzdienstleister, die strengen Vorschriften für die Darlehensvergabe unterliegen, sehr transparente KI-Modelle, um nachweisen zu können, dass die daraus resultierenden Angebote den finanziellen Bedürfnissen für jeden einzelnen Kunden angemessen sind.

Benutzer von Pega Customer Decision Hub können auf T-Switch und alle anderen KI-Tools von Pega mit einem neuen, zentralen Business Control Center for KI zugreifen. So können sie KI-Modelle in einem einzigen Dashboard erstellen, importieren, anpassen und überwachen. Das würde auch bei KI-Modellen von Mitbewerbern funktionieren, die über PMML importiert würden.

T-Swich sei innerhalb des Customer Decision Hubs ab Ende Oktober verfügbar.aj

 
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