STUDIEN & UMFRAGEN15. Mai 2019

Proofpoint-Studie: Finanzdienstleister im Visier von Cyber-Kriminellen

Proofpoint Studie
Proofpoint

Banken und Versicherer werden für Cyber-Kriminelle ein immer beliebteres Angriffsziel. Dies legt der aktuelle Report „Email Fraud in Financial Services“ von Proofpoint nahe. So habe allein die Zahl der Angriffe auf Unternehmen aus dieser Branche im Vergleich des jeweils letzten Quartals zwischen 2017 und 2018 um 60 Prozent zugenommen.

Hat das schon mal jemand untersucht? Die bevorzugte Uhrzeit der Hacker, um ihre betrügerischen E-Mails zu versenden, ist werktags zwischen 7 Uhr und 14 Uhr, jeweils in der Zeitzone des potenziellen Opfers – wobei hier wiederum der Montag mit einem besonders hohen Aufkommen dieser schädlichen E-Mails auffällt. Allerdings unterstreicht das die Tatsache, dass sich Cyber-Kriminelle mit ihren zielgerichteten Angriffen primär auf den Menschen – und nicht auf die IT-Infrastruktur – konzentrieren.

100 Banken, Versicherer und Finanzdienstleister

Laut Proofpoint kommen die meisten betrügerischen E-Mails mittags.
Mittags kommen die meisten E-Mail-Angriffe.Proofpoint

Proofpoint hat für die Untersuchung den E-Mail-Verkehr von mehr als 100 Unternehmen weltweit aus dem Bereich Financial Services in den Jahren 2017 und 2018 mit dem Fokus auf (versuchten) E-Mail-Betrug analysiert. Hierbei ist E-Mail-Betrug eine weit gefasste Kategorie, die unter anderem Business E-Mail Compromise (BEC, auch als CEO-Betrugsmasche bekannt) beinhaltet. Dabei handelt es sich um den strafbaren Versuch von Kriminellen, mit gefälschter Identität eine Person so zu manipulieren, dass diese beispielsweise Geld an den Hacker überweist, ihm geheime Unterlagen des Unternehmens zuschickt oder persönliche Daten der Mitarbeiter preisgibt. Diese Angriffe sind ganz individuell auf einzelne Personen innerhalb der Finanzdienstleistungsunternehmen zugeschnitten, um das potenzielle Opfer zu eben jenen unbedachten Aktionen anzustiften.

Ryan Kalember, Executive Vice President Proofpoint
Proofpoint

Während E-Mail-Betrug nicht nur Finanzdienstleister betrifft, so sind die Mitarbeiter der Unternehmen dieser Branche doch der Schlüssel zu einem der lukrativsten ‚Märkte‘ für Cyber-Kriminelle. Ein falscher Klick in einer E-Mail kann das ganze Unternehmen und seine Kunden einem erheblichen Risiko aussetzen und zu großen Verlusten führen.“

Ryan Kalember, Executive Vice President Proofpoint

Und was steht drin … Proofpoint

Daher sei es besonders wichtig, dass Unternehmen die Implementierung von Lösungen priorisieren, die vor diesen Angriffsmethoden schützen, insbesondere vor Domain-Spoofing, Display Name Spoofing und weiteren Domain-Manipulationen.

Darüber hinaus sollten Unternehmen dringend ihre Mitarbeiter darin schulen, diese individuell ausgerichteten Angriffe via E-Mail, Social Media und generell dem Internet zu identifizieren und zu melden.

Laut Proofpoint kommen die meisten betrügerischen E-Mails am Montag.
Die meisten kommen Montags.Proofpoint

Grundsätzlich sollten Unternehmen somit nicht nur technische Maßnahmen ergreifen wie Virenscanner, Firewalls etc., um die Mitarbeiter zu schützen, sondern sie auch in Theorie und Praxis immer wieder schulen und für diese besonders perfide Art des Betrugs sensibilisieren. Denn nur wenn die Technik und der Mensch zusammenwirken, können Unternehmen das Risiko minimieren, Opfer einer Cyber-Attacke via BEC-Fraud zu werden.

Die komplette Studie kann hier nach Angebe der Kontaktdaten herunterladen werden.aj

 
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