FINTECH29. November 2019

Wie das KI-Startup hawk:AI und PwC gemeinsam gegen Geldwäsche vorgehen

Dishonest cheating in business illegal money, Businessman giving bribe money in envelope to business people to give success the deal contract of investment, Bribery and corruption concept.
Elle Aon / Bigstock

Das Start-up hawk:AI und die Unternehmensberatung PwC haben eine Kooperation geschlossen mit dem Ziel, auf Basis künstlicher Intelligenz und smarter Technologie Geldwäsche zu erkennen und zur Geldwäscheprävention beizutragen. Das Münchner FinTech setzt damit die neue Gesetzeslage basierend auf der fünften EU-Geldwäscherichtlinie um.

Geldwäsche ist für viele Banken und Finanzdienstleister ein gigantisches und gleichermaßen schwierig zu behandelndes Thema: Nach konservativen Schätzungen werden jedes Jahr zwischen zwei und fünf Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts gewaschen. In Deutschland sind es laut einer Studie des Finanzministeriums rund 100 Milliarden Euro. Die deutsche Regierung will dem nun einen Riegel vorschieben und hat die fünfte EU-Geldwäscherichtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Diese sieht strengere Meldevorschriften vor, die dazu beitragen können, illegale Finanzgeschäfte zu erschweren.

Die private Wirtschaft bietet bereits heute eine Lösung zur Umsetzung von Teilen dieser Regulierung: Das Münchener FinTech hawk:AI und die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC haben gemeinsam ein Angebot entwickelt und etabliert, das Banken und Finanzinstitute darin unterstützen soll, Geldwäsche schnell und sicher zu erkennen und nachhaltig und rechtssicher zu bekämpfen. Gemeinsame Kundenprojekte, modernste Technologie und clevere KI-Algorithmen werden, so erklärt das Unternehmen, dazu beitragen, den Geldwäschern das Handwerk zu legen. Hawk:AI ist nach eigener Einschätzung eines der führenden Unternehmen für Regulierungs-Technologie und ist gerade von der Marktforschungsfirma RegTech Analyst unter die „100 most innovative RegTech companies“ der Welt gewählt worden..

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privat/PwC

Die aktuellen Digitalisierungsinitiativen im Bankensektor zielen ganz klar auf die Automatisierung repetitiver Prozesse. Insbesondere im Bereich der Bearbeitung von Screening- und Monitoring-Treffern kann Künstliche Intelligenz langfristig zur Reduktion hoher manueller Aufwände beitragen und gleichzeitig auch die Entscheidungssicherheit positiv beeinflussen.“

Dominik Schauerte, Director im Bereich Forensic Services bei PwC

Für die Kooperationspartner geht es dabei auch um das Verständnis und die Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei Finanzdienstleistern, Regierungsbehörden und Bankkunden. Nur wenn auf Grund von KI getroffene Entscheidungen nachvollziehbar und verständlich dargestellt werden, entwickelt sich auf allen Ebenen das nötige Vertrauen in die neuen technischen Lösungen. Transparente Prozesse und ihre Nachvollziehbarkeit sind in diesem Kontext nicht nur die Voraussetzung für valide interne und externe Audits der Finanzinstitute, sondern auch für die Prüfung der Geldhäuser seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Tobias Schweiger Hawk AI
hawk AI

Das Fachverständnis und der Wunsch nach technologischer Innovationsführerschaft machen PwC zu einem Wunsch-Partner. Unsere Kooperation in Produktentwicklung und bei Projekten ist eine Kombination, von der am Ende der Kunde profitiert.“

Tobias Schweiger, Gründer und Chief Executive Officer von hawk:AI

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