FINTECH20. Mai. 2016

Sutor Bank bindet Robo-Advisor growney per API an

growney
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Die Hamburger Sutor Bank hat nun mit dem Robo-Advisor-Startup growney (Berlin) sein viertes FinTech am Start. Das neue FinTech nutze als erstes Unternehmen die Partnerschnittstellen (API) zu der von der Sutor Bank selbst entwickelten Anlage-Software. Die Anlage-API ermöglicht FinTech-Unternehmen ohne eigene Banklizenz den einfachen Zugriff auf die Software, mit der sich individuelle Geschäftsmodelle rund um Sparen und Investieren umsetzen lassen.

Der Anbieterwettbewerb um FinTechs, die via API angebunden werden sollen, ist in vollem Gange. Als die Großen im Markt positionieren sich derzeit WireCard, Fidor, Sutor Bank, Solaris und figo (mit etwas anderem Fokus). Nun ist die Sutor Bank wieder einen Schritt weiter: Man habe für FinTech-Unternehmen die Anlage-Plattform als auch das Core-Banking-System per API zugänglich gemacht. Der Robo-Advisor growney nutze die Schnittstelle, um auf der eigens entwickelten Plattform fünf Anlage-Portfolios mit jeweils unterschiedlicher Gewichtung von Aktien- und Anleihen-ETFs anzubieten.

growney will eine „einfache, renditestarke und kostengünstige Geldanlage für Privatkunden“ bieten. Zentrales Leistungsversprechen: Die Handhabung soll „zum Zurücklehnen einfach“ sein. „Die Sutor Bank hat für growney eine hohe Bedeutung als operativer Partner. Mit der Sutor Bank konnten wir unsere Vorstellungen sowohl hinsichtlich der Kommunikation mit den Kunden als auch mit Blick auf die Anlagestrategie passgenau umsetzen“, sagt Gerald Klein, Gründer und Geschäftsführer von growney.

Sutor Bank
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Mit growney haben wir das erste Startup über unsere neue Anlage-Schnittstelle angeschlossen – ein Weg, der jetzt auch anderen Partnern zur Verfügung steht.“

Robert Freitag, Geschäftsführer der Sutor Bank

Sutor Bank als growney-Partner rechtlich und technisch verantwortlich

In der Kooperation mit growney zeichnet die Sutor Bank sowohl rechtlich als auch technisch für das Angebot verantwortlich: Die von growney entwickelte Kundenoberfläche führt eigene Geschäftsprozesse wie Postident, Postfach, Vertragsabschluss, Auftragsannahme und Reporting zusammen und nutzt anschließend die Anlage-Plattform, um ETF-basierte Einmalanlagen inklusive Ratensparverträge zu verwalten. Die Sutor Bank führt die Depots und wickelt im Auftrag der growney-Kunden die Transaktionen ab. Technische Basis hierfür ist die von der Sutor Bank selbst entwickelte Anlage-Plattform „SUTORWin“. Ursprünglich für die Zusammenarbeit mit externen Vertriebsunternehmen aufgesetzt, wurde diese über viele Jahre bewährte Plattform speziell auf die Bedürfnisse von FinTech-Unternehmen angepasst und über eine API zugänglich gemacht.

API mit breitem Spektrum

Sutor Bank
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Neben den von growney genutzten Funktionalitäten können mit dem API-System auch Produkte wie zum Beispiel Sparverträge für Edelmetalle, Riester-Verträge und Banksparpläne bearbeitet werden. Neben dem hohen Maß an Anpassbarkeit gehört die Möglichkeit, auch mit Kleinstbeträgen in Portfolios mit mehreren Fonds zu investieren („Fractional Shares“), zu den Alleinstellungsmerkmalen von „SUTORWin“.

Bislang kooperiert die Sutor Bank bereits mit den FinTech-Unternehmen fairr.de, Zinspilot und FinReach.

Sutor Bank geht mit growney und anderen FinTech-Partnern ins Risiko

Für die Sutor Bank ist das Nutzbarmachen von Schnittstellen nur die Grundlage für Kooperationen mit FinTech-Unternehmen. „Anders als rein technisch orientierte White-Label- oder API-Banken steigt die Sutor Bank mit den digitalen Unternehmen tief in die Geschäftsmodell- und Geschäftsprozess-Entwicklung inklusive der Klärung aller regulierungstechnischen Aspekte ein“, sagt Robert Freitag, Geschäftsführer der Sutor Bank.

Dabei geht die Bank gemeinsam mit den FinTech-Unternehmen auch den Schritt ins unternehmerische Risiko. „Das kostenlose Consulting, das unseren Kooperationsansatz von den rein technischen, aber auch von Inkubatoren- oder Investment-Ansätzen anderer Banken unterscheidet, monetarisiert sich erst mit dem Erfolg der Kooperation am Markt. Ähnlich wie Venture-Capital-Fonds gehen wir also mit ins Startup-Risiko“, erklärt Freitag.

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