STUDIEN & UMFRAGEN29. Dezember 2015

Forsa/AXA-Studie: Autonomes Fahren fordert Autofahrer und Versicherer

AXA/Forsa
AXA/Forsa

Die Forsa-Studie “Verkehrs­sicher­heits­report 2015” (im Auftrag der AXA) ist überzeugt: Jeder zweite Mann glaubt an autonomes Fahren als sichere Zukunftstechnologie – nur knapp jede vierte Frau tut das auch. Das reizt zu Kommentaren. Wie dem auch sei – die Vorstellung von selbstfahrenden Autos fasziniert. Vor allem die Frage der Sicherheit beschäftigt dabei nicht nur die Autofahrer – auch für die Versicherer wirft das Thema viele Fragen auf.

Männer glauben wesentlich häufiger als Frauen, dass autonom fahrende Autos sicherer als Menschen fahren können. Das zeigt der “Verkehrssicherheitsreport 2015”, für den Forsa im Auftrag der AXA 1.000 Autofahrer in Deutschland befragt hat.

Die Anzahl der autonom fahrenden Autos in Deutschland ist überschaubar (Tesla “Einfach mal loslassen”), vollständig autonom fahrenden Auto sind noch eine Vision der Autobauer, die auf deutschen Straßen abseits von Pilotprojekten noch nicht anzutreffen ist. Bereits heute können viele moderne Autos autonom einparken und Assistenzsysteme gehören in immer mehr Fahrzeugen zur Grundausstattung. Unfallforscher sind sich einig: Autonom fahrende Autos können schneller reagieren als es Menschen jemals möglich ist. Doch die Vorstellung, während der Autobahnfahrt zu schlafen, ist für viele Autofahrer schwer zu fassen. (Telematik-Dienste in der Studie ab Seite 24)

Welche der folgenden Telematik-Dienste wären für Sie als Autofahrer grundsätzlich interessant?AXA/Forsa
Welche der folgenden Telematik-Dienste wären für Sie als Autofahrer grundsätzlich interessant?AXA/Forsa
Vor allem das Thema Sicherheit spielt in den Einstellungen der Deutschen zu dieser Entwicklung eine große Rolle. Die befragten Autofahrer sind geteilter Meinung, ob der Mensch oder autonomes Fahren mehr Sicherheit versprechen. Rund ein Drittel (34 Prozent) gibt an, Menschen würden auch in Zukunft sicherer fahren als autonome Autos. Etwa gleich viele Befragte (37 Prozent) geben der neuen Technik den Vorzug. Knapp ein Viertel der Autofahrer bewertet beide Fahrweisen als gleich sicher.

Männer sind optimistischer

Männer glauben eher daran, dass selbstfahrende Autos mehr Sicherheit bringen.AXA/Forsa
Männer glauben eher daran, dass selbstfahrende Autos mehr Sicherheit bringen.AXA/Forsa

Männer sind der neuen Tech­nik gegenüber deutlich auf­ge­schlosse­ner als Frau­en. Rund die Hälfte der be­frag­ten männli­chen Auto­fah­rer glaubt, autonom fah­ren­de Au­tos fah­ren in Zukunft si­che­rer als Men­schen. Nur rund ein Vier­tel gibt dem menschli­chen Fah­rer den Vorzug. Frau­en se­hen die neue Tech­no­logie dagegen deutlich skep­ti­scher. Nur rund ein Fünf­tel (23 Pro­zent) der be­frag­ten Frau­en bewertet autonomes Fah­ren als si­che­rer. Fast doppelt so viele Frau­en glau­ben, dass Men­schen auch in Zukunft si­che­rer fah­ren können als autonom fah­ren­de Au­tos.

Auch Versicherer sind gefragt

„Als einer der führenden Kraftfahrt-Versicherer kommt AXA am Thema autonomes Fahren und seiner Versicherbarkeit nicht vorbei. Schließlich handelt es sich dabei um eine richtungsweisende Technologie, die unsere Straßen nachhaltig verändern wird“, sagt Daniel Schulze Lammers, Leiter Kraftfahrtversicherungen bei AXA.

AXA
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Hier sind Versi­che­rer ge­fragt, durch In­formati­ons­angebo­te […] Si­cherheit zu vermit­teln und ent­spre­chen­de Ab­si­cherungs­lösun­gen zu ent­wickeln. Denn jeder sollte sei­nen Bei­trag leis­ten, um der ‚Visi­on Ze­ro‘ ein Stück näher zu kommen“

Daniel Schulze Lammers, Leiter Kraftfahrtversicherungen bei AXA

Die ‚Vision Zero‘ bezeichnet dabei das Ziel der Unfallforscher, Straßen und Verkehrsmittel so zu gestalten, dass es keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr gibt.

Der AXA Verkehrssicherheitsreport untersucht Einstellungen und Verhaltensweisen von Fahrern und informiert über Initiativen zur Verkehrssicherheit. Im Auftrag von AXA hat das Marktforschungsinstitut Forsa im Rahmen einer repräsentativen Studie 1.000 deutsche Autofahrer ab 18 Jahren befragt, die im Besitz einer Fahrerlaubnis und in den letzten zwölf Monaten selbst gefahren sind. Die Telefoninterviews fanden zwischen dem 17. Juni und 1. Juli 2015 statt. Der vollständige Report kann hier kostenlos ohne Registrierung heruntergeladen werden.aj

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