Deutsche Banken setzen laut einer Visa-Studie KI vor allem zur Kostensenkung ein

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Für die Studie „From AI Promise to AI Performance“ wurden 325 Entscheiderinnen und Entscheider aus Banken in 17 europäischen Ländern befragt. 86 Prozent gehen davon aus, dass KI das Privatkundengeschäft bis 2030 tiefgreifend verändern wird. 61 Prozent erwarten zudem, dass sich Marktanteile zugunsten der Institute verschieben, die frühzeitig und konsequent in entsprechende Technologien investieren. „Viele Banken haben KI-Projekte gestartet, aber der wirtschaftliche Nutzen bleibt oft noch begrenzt“, sagt Fazlu Dawood, Leiter Visa Consulting & Analytics für Zentraleuropa. Wettbewerbsvorteile entstünden erst, wenn KI einen messbaren Einfluss auf das Kundenerlebnis, Autorisierungsraten oder Betrugsquoten habe.
Wettbewerbsvorteile entstehen erst, wenn KI messbaren Einfluss auf Kundenerlebnis, Autorisierungsraten oder Betrugsquoten hat. Der Vergleich mit anderen europäischen Märkten liefert wertvolle Impulse, um auf der soliden Basis aufzubauen und ungenutztes Potenzial für den Einsatz von KI in anderen Bereichen zu erschließen.“
Fazlu Dawood, Leiter Consulting & Analytics Zentraleuropa bei Visa
Nordische und italienische Banken beim KI-Einsatz vorn

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Mehr als 90 Prozent der befragten europäischen Bankmanager geben an, KI bereits in zentralen Geschäftsbereichen einzusetzen. Zwischen den einzelnen Märkten bestehen allerdings deutliche Unterschiede. Besonders verbreitet ist die Technologie laut Studie bei Banken in Italien und in den nordischen Ländern. Im Kundenservice setzen 94 Prozent der italienischen Banken KI ein, während es in Deutschland 80 Prozent sind. Bei Krediten, Finanzierungen und Versicherungen berichten 81 Prozent der Befragten aus den nordischen Ländern von einem KI-Einsatz, in Deutschland liegt der Anteil bei 66 Prozent.
Als größte Hindernisse für eine breitere Nutzung nennen die Bankmanager regulatorische Anforderungen, Datenschutz und Sicherheitsfragen. In Deutschland und Großbritannien kommt die bestehende IT-Infrastruktur als weiterer Faktor hinzu. 54 Prozent der Befragten aus diesen beiden Märkten sehen veraltete Systeme als zentrale Bremse für die Einführung datenintensiver KI-Anwendungen. Gerade bei stärker automatisierten Prozessen und geschäftsübergreifenden KI-Anwendungen hängt der Nutzen damit nicht nur von den verfügbaren Modellen, sondern auch von Datenqualität, Schnittstellen und der Integrationsfähigkeit der Kernbankensysteme ab.

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Die Ergebnisse zeigen, dass deutsche Institute KI zwar bereits in vielen Bereichen einsetzen, dabei jedoch stärker auf interne Effizienz und Kostensenkung fokussiert sind als Banken in anderen europäischen Märkten. Anwendungen, die unmittelbar zusätzliche Erträge ermöglichen, Betrugsverluste verringern oder das Kundenerlebnis verbessern, erhalten bislang eine geringere Priorität. Für die Untersuchung befragte Visa Consulting & Analytics zwischen dem 17. März und dem 14. April 2026 insgesamt 325 Bankentscheiderinnen und Bankentscheider aus 17 europäischen Märkten. Die vollständige Studie „From AI Promise to AI Performance“ von Visa Consulting & Analytics kann gegen Angabe persönlciher Daten heruntergeladen werden. tw
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