Friendly Fraud: Mastercard erweitert First-Party-Trust-Programm

Mastercard
Beim sogenannten „Friendly Fraud” fechten Karteninhaber legitime Käufe an, sei es absichtlich, um eine Rückerstattung zu erhalten, oder weil sie eine Transaktion auf ihrem Kontoauszug nicht zuordnen können.
Das First-Party-Trust-Programm von Mastercard soll die Transparenz von Transaktionen erhöhen. Hierzu kombiniere die Lösung risikomodellbasierte Daten, die Autorisierungsentscheidungen unterstützen, mit von Händlern bereitgestellten Nachweisen, die Issuern die Prüfung strittiger Transaktionen erleichtern. So könnten Issuer in Europa Drittparteienbetrug und First-Party-Betrug besser voneinander unterscheiden und fundiertere Entscheidungen bei der Bearbeitung von Streitfällen treffen.
Der digitale Handel wächst kontinuierlich. Umso wichtiger ist es, das Vertrauen im gesamten Zahlungsökosystem zu stärken. Indem wir Händlern und Issuern den Zugang zu relevanten Transaktionsinformationen erleichtern, können wir die Prüfung strittiger Transaktionen verbessern, unnötige Streitfälle reduzieren und gleichzeitig das Vertrauen in den digitalen Zahlungsverkehr stärken.”
Michele Centemero, Executive Vice President, Services Europe bei Mastercard
Laut Mastercard erhöht das First-Party-Trust-Programm die Transparenz zwischen Händlern und Kartenherausgebern. Dafür ermöglicht es Unternehmen jeder Größe, zusätzliche Daten zur Bewertung strittiger Transaktionen bereitzustellen.
Händler könnten relevante Informationen entweder direkt im Rahmen der Autorisierung einer Transaktion oder während eines Streitverfahrens übermitteln. Auf diese Weise erhielten Issuer zusätzliche Informationen, die ihnen helfen, First-Party-Betrug von tatsächlichem Betrug zu unterscheiden und Streitfälle effizienter zu bearbeiten.
So funktioniert das First-Party-Trust-Programm laut Mastercard
First-Party-Trust-Erkenntnisse für Autorisierungsentscheidungen
Diese basieren auf den Betrugserkennungsmodellen von Mastercard und unterstützen Kartenherausgeber dabei, Betrug durch Dritte, bei dem Kartendaten ohne Zustimmung der Karteninhaber verwendet werden, von First-Party-Betrug zu unterscheiden. Issuer erhalten Hinweise auf ein mögliches Betrugsrisiko, die auf potenziellen Drittparteienbetrug hinweisen; außerdem auf Informationen, die dafür sprechen, dass eine Transaktion legitim ist.
Vom Händler bereitgestellte Nachweise
Diese erleichtern den Issuern die Bewertung der Legitimität einer strittigen Transaktion. Dazu können, sofern verfügbar und relevant, Informationen zum Kauf, zur Lieferung sowie zur Authentifizierung der Transaktion gehören.
Neue Regelungen für den Austausch von Nachweisen
Diese unterstützen Vertrauenssignale bei der Bewertung strittiger Transaktionen und tragen dazu bei, unnötige Rückbuchungen zu vermeiden. Gleichzeitig stärken sie den Schutz von Händlern bei Streitfällen, die die Anforderungen des First-Party Trust Evidence Sharing erfüllen.
Nach dem Start in den USA, Kanada, Lateinamerika, der Karibik und dem asiatisch-pazifischen Raum im Jahr 2024 plant Mastercard die Einführung von First-Party-Trust in Europa im Juli 2027.
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