SECURITY29. April 2020

Crifbürgel präsentiert neue KI-basierte Lösung zur Betrugsprävention

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Onlinebetrug im Handel ist Geschäftsalltag für viele Online-Anbieter und -Händler in Deutschland. Für Banken und Payment-Dienstleister bedeutet das neue Herausforderungen. Eine KI-gestützte Plug-in-Lösung von Crifbürgel soll dabei unterstützen, Bot-Netzwerke und Betrüger zu enttarnen. Die modulare Präventionslösung soll Identitäts- und Betrugsprüfungen durchführen, in Echtzeit warnen und vor Missbrauch der Payment-Infrastrukturen schützen. Das Ganze soll dank Machine Learning für den Händler und die an der Zahlungsabwicklung beteiligten Unternehmen mit wenigen manuellen Einzelbearbeitungsschritten möglich sein – und so gegenüber herkömmlichen, regelbasierten Systemen 80 Prozent an Arbeit sparen.

Hochkonjunktur für Online-Betrüger: Gemäß Studien des Digitalverbands Bitkom sind es bereits 94 Prozent, also 55 Millionen Kunden, die im Internet einkaufen – und ungefähr jeder Dritte bestellt mindestens einmal pro Woche im Netz. Das birgt Risiken wie Kreditkartenbetrug, Identitätsdiebstahl und Account Takeover. Seitens der Shop-Betreiber geben 97 Prozent an, schon einmal Opfer von Betrug gewesen zu sein. Dies zeigt die Crifbürgel-Umfrage „Betrug im Online-Handel“ vom Frühjahr 2020 unter 110 Online- und Versandhändlern aus Deutschland und der Schweiz. Laut einer anderen Studie von LexisNexis gab es 277 Millionen Online-Angriffe weltweit allein in den ersten sechs Monaten 2019, ein Plus von 13 Prozent.

Dies sind jedoch nur die von Menschen initiierten Attacken. Denn im gleichen Zeitraum stiegen die Angriffe durch sogenannte Bot-Attacken gegen Online-Händler um 305 Prozent. Betrüger nutzen durch Bots erstellte und betriebene Nutzerkonten, um auf diese Weise Online-Identitäten oder Kreditkartendaten zu testen und virtuelle Gutscheine einzulösen. Dabei werden die Vorgehensweisen und Workflows immer komplexer und schwerer zu erkennen.

Crifbürgel erkennt vier Arten von Betrugsmustern

„Die Betrugsmuster, die den Online-Anbietern zu schaffen machen, lassen sich grundsätzlich in vier Gruppen aufteilen“, weiß Kai Wanka, Head of Fraud Solutions beim Informationsdienstleister Crifbürgel. Am häufigsten nutzen Betrüger seiner Erfahrung nach verfälschte Namens- oder Adressdaten, 71 Prozent der Shops kennen das. Dann folgt der Identitätsdiebstahl: Bereits 68 Prozent der Händler haben erlebt, dass sich ein Kunde als eine komplett andere, reale Person ausgibt.

42 Prozent waren von Friendly Fraud, dem sogenannten Eingehungsbetrug, betroffen. So wird eine Bestellung genannt, bei der der Käufer schon vorab weiß, dass er die Rechnung dafür nicht begleichen kann oder will, die Ware aber dennoch in Empfang nimmt. Mit 52 Prozent sind mehr als die Hälfte der Betrugsfälle das Resultat gestohlener Zahlungsdaten, etwa von Kreditkarten. Jedes Jahr entstehen so Schäden in Millionenhöhe.

Crifbürgel

Betrugsprävention wird immer wichtiger, denn Datendiebstahl beschäftigt nicht nur Online-Shops, sondern auch Anbieter digitaler Dienste wie Banken, Telekommunikations- und Mobilitätsanbieter sowie Hosting- und Webservices, Streaming-Dienste, Gaming und vergleichbare Anbieter – überall, wo Betrüger Informationen missbrauchen können, um sich wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen.“

Kai Wanka, Head of Fraud Solutions, Crifbürgel

Mit künstlicher Intelligenz die richtigen Fragen beantworten

Schutz für Anbieter und ihre Kunden bietet Hybright, die neue Softwarelösung zur Risikobewertung und Betrugsprävention von Crifbürgel. Die Machine-Learning-gestützte Prüfung von Kundenverhalten, Identitäts-, Standort- und Gerätedaten erkennt Auffälligkeiten quasi in Echtzeit während eines Antrags- oder Bestellvorgangs und schlägt gegebenenfalls Alarm. „Mit jeder Interaktion im Web wächst der digitale Fußabdruck jedes Kunden. Und den trackt unser Tool wie ein Bewegungsmelder“, erklärt das Unternehmen.

Auf der Grundlage von Behavioural Biometrics, Predictive Analytics und automatisierter Mustererkennung werden gute und weniger gute Kunden klarer unterschieden und Betrüger ausgesiebt, bevor sie zum Zug kommen. „Für ein Top-Kundenerlebnis und gute Prävention müssen Anbieter wissen: Wer ist mein Kunde, was will er und wie verhält er sich – typischerweise?“, erklärt Wanka.

Doch kein Online-Anbieter kann all seine Kunden so gut kennen wie damals Tante Emma in ihrem Eckladen. Selbst wenn er sehr, sehr gut gepflegte Kundenbeziehungen hat – wie soll er ahnen, dass ein Betrüger den Account eines guten Kunden übernommen hat? Und wer, sagen wir, 100.000 Nutzer im Online-Shop hat, kann nicht immer alle Infos parat haben, um Betrug wirksam zu verhindern.“

Kai Wanka, Head of Fraud Solutions, Crifbürgel

Verdachtsfälle auf einen Blick erkennen

Hier setzt Crifbürgel an: Hybright kann mit einem koordinierten Identifikations- und Prüfprozess Missbrauch umgehend erkennen und entsprechend gegensteuern. Dargestellt werden die Ergebnisse in einem individuell konfigurierbaren Online-Cockpit, welches alle für den Nutzer relevanten KPIs in einem Dashboard präsentiert. Alle transaktionsrelevanten Informationen werden übersichtlich in einem numerischen Score und auf Wunsch in einer Ampelskala zusammengefasst.

Durch diese klaren Handlungsempfehlungen braucht kein Anbieter von vornherein auf die beliebte Zahlung auf Rechnung zu verzichten. Er kann stattdessen auf Basis transparenter Informationen entscheiden, wie er mit Verdachtsfällen umgehen will und sich etwa beim Kunden über die Bestellung rückversichern. Alternativ kann er auch nur bestimmte Zahlungsmodalitäten anbieten oder eine Transaktion ganz ablehnen.

Mit dem intelligenten Fraud Prevention Assistant haben Online-Anbieter zudem immer die volle Kontrolle: „Die Überwachung von Transaktionen und die Feinabstimmung ihrer individuellen Regeln bleiben damit einfach und intuitiv, während die Anbieter die Vorteile komplexer und sich weiterentwickelnder Prozesse voll ausschöpfen.“ Denn mittels Machine Learning entwickelt sich Hybright gemäß den Vorgaben des Nutzers stetig weiter, im Testbetrieb konnten die Klärfälle gegenüber regelbasierten Systemen um über 80 Prozent reduziert werden.

Mit dieser Technologie können Online-Anbieter Muster im Kundenverhalten beobachten, ihre Kunden kennenlernen und deren Bedürfnissen besser entsprechen sowie Betrügern einen großen Schritt voraus sein.“

Kai Wanka, Head of Fraud Solutions, Crifbürgel

Um Betrüger und vertrauenswürdige Kunden in Echtzeit zu unterscheiden, nutzt Hybright auch die digitalen Identitätsinformationen von ThreatMetrix und hat damit Zugang zu einem weltweiten Datenuniversum und den Informationen hinter 150 Millionen Authentifizierungs- und Vertrauensentscheidungen täglich. Für bestmöglichen Schutz erfolgt die Prüfung parallel auf fünf Ebenen, geprüft werden über 900 verschiedene Faktoren aus den Bereichen Identity Proofing, Kundenhistorie der Bestellungen, Device Intelligence zum Endgerät, Kundenkonto sowie Transaction Execution.

Crifbürgel-Services im Baukastenprinzip

Hybright ist Teil der neu geschaffenen Growth Engine von Crif. Mit diesem Ökosystem-Bausatz können Unternehmen diverser Branchen gemeinsam Cross-Selling-Potenziale heben und ihren Kunden eine breitere Produktpalette bieten: Die Plattform-as-a-Service vernetzt Anbieter und deren Angebote, erkennt Cross-Selling-Anlässe und wickelt den Datenaustausch zwischen den Partnerfirmen ab – in Übereinstimmung mit allen rechtlichen Vorgaben und hohen Sicherheitsstandards. tw

 
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