ANWENDUNG26. Juli 2022

CRIF jetzt auch als PISP lizenziert

CRIF ist jetzt sowohl AISP und PISP gemäß PSD2. <Q>CRIF
CRIF ist jetzt sowohl AISP und PISP gemäß PSD2. CRIF

Die CRIF Group (bietet Wirtschafts­informationen, XaaS-/Open-Banking-Services , Software-Lösungen und Consulting für die Finanzbranche) verfügt jetzt über eine PISP-Lizenz. Damit kann sie ihr Portfolio nun um Zahlungsauslöse-Dienste erweitern.

Die Tochtergesellschaft CRIF Realtime Ireland, ein Unternehmen der Gruppe mit Sitz in Dublin, wurde bei der Central Bank of Ireland als Payment Initiation Service Provider (PISP) registriert. Bislang waren zahlreiche Tochterunternehmen als Account Information Service Provider (AISP) lizenziert. Sie konnten Kunden- und Kontodaten also lediglich vom kontoführenden Finanzinstitut zur Analyse und Aggregation abholen. 

Nach eigenen Angaben ist dies die erste Kreditauskunftei, die eine PISP-Lizenz innerhalb der EU erhalten hat. CRIF unterstreiche damit seine fortdauernde Innovationsfähigkeit in Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Services, die das Engagement für digitale finanzielle Inklusion stärken, so das Unternehmen.

Wichtiger Mosaikstein im Portfolio

Die weltweit tätige Gruppe, die in Deutschland zeitweise unter dem Namen CRIFBürgel aktiv war und jetzt auch hierzulande nur noch als CRIF (Website) auftritt, hat sich durch zahlreiche Übernahmen und Weiterentwicklungen ein umfangreiches Produkt- und Service-Portfolio aufgebaut. Neben dem Basisgeschäft einer Auskunftei, der Bereitstellung von Kredit- und Business Informationen, bietet das Unternehmen unter anderem auch Analyse- und Outsourcing-Dienstleistungen an, digitale Lösungen für das Business Development und Open-Banking-Services, wozu sowohl XaaS-Angebote als auch eigene APIs zählen.

Mit der Ergänzung der AISP-Lizenz um eine PISP-Lizenz kann der Informationsdienstleister nun alle Bereiche der Zahlungsdiensterichtlinie abbilden und seine Services um einen bedeutenden Baustein erweitern: den Zahlungsauslösedienst. Wie in PSD2 festgelegt, kann damit auf Ersuchen des Zahlungsdienstnutzers ein Zahlungsauftrag in Bezug auf ein Zahlungskonto bei einem anderen Zahlungsdienstleister auslöst werden.

Vollständiger Prozess abgebildet

Dank dieser neuen Lizenz kann CRIF jetzt sowohl Unternehmen als auch Finanzinstituten ein kombiniertes Portfolio aus eigenen Daten, Open-Banking-Daten und Open-Banking-Zahlungen anbieten. Nach Ansicht von CRIF erhöht sich dadurch die Anzahl der unterstützten Branchen-Anwendungsfälle erheblich.

Das Unternehmen kündigt die Einrichtung vollständig digitaler Prozesse an, die nicht nur im Rahmen von Kreditanträgen zum Einsatz kommen. Diese bewirkten eine Verbesserung der Geschäfts- und Kundenbeziehungen sowie der personalisierten Bereitstellung von Services. Dank des Zahlungsauslösedienstes könne nun die gesamte Prozesskette von der Identifizierung bis zum endgültigen Check-out komplett abgebildet werden.

Sensible Lücke geschlossen

Gerade dieser letzte Prozessschritt stellt aufgrund seiner hohen Abbruchraten sowohl im B2C- als auch im B2B-Zahlungsverkehr einen der sensibelsten Bereiche dar. Umso wichtiger war es für CRIF, diese Lücke zu schließen und als PISP den Kunden einen Ende-zu-Ende-Service anbieten zu können.

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CRIF

Wir freuen uns, dass CRIF dank dieser neuen Lizenz jetzt noch erheblich mehr Kreditinstitute aber auch Unternehmen mit innovativen Services, die dabei strengste Datenschutz- und Sicherheitsstandards einhalten, unterstützen kann. Diese erhalten damit die Möglichkeit, ihre Services für Endkunden, sei es Konsumenten oder Unternehmen, in unsere Plattform zu integrieren, um ein Ökosystem zu schaffen und maximalen Mehrwert zu erzielen.“

Enrico Lodi, CRIF-Geschäftsführer hj

 
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