ANWENDUNG27. August 2026

Cyberangriffe: Geheimdienste nehmen auch Banken und Versicherungen stärker ins Visier

. Ausländische Nachrichtendienste werden bei Cyberangriffen auf deutsche Unternehmen zu einer immer größeren Bedrohung. Gleichzeitig verschiebt Künstliche Intelligenz die Angriffsmuster. Besonders relevant ist die Entwicklung für Banken und Versicherer: Der Finanzsektor gilt bei hybriden Angriffen als eine der besonders gefährdeten Branchen. Ausländische Nachrichtendienste spielen bei Angriffen auf deutsche Unternehmen eine immer größere Rolle. 37 Prozent der von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffenen Unternehmen konnten in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Angriff einem fremden Nachrichtendienst zuordnen. Im Vorjahr waren es 28 Prozent, 2023 erst 7 Prozent. Das geht aus der aktuellen Wirtschaftsschutz Studie des Digitalverbands Bitkom hervor. Insgesamt waren 96 Prozent der befragten Unternehmen nach eigenen Angaben nachweislich oder vermutlich von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen. Gleichzeitig wächst die Dunkelziffer: Nur noch 67 Prozent konnten einen erfolgreichen Angriff sicher feststellen. Der Anteil der Unternehmen, die einen Angriff vermuten, ihn aber nicht sicher belegen können, ist dagegen von 10 auf 29 Prozent gestiegen. Der wirtschaftliche Schaden liegt laut Bitkom zwischen 211 und 270,8 Milliarden Euro.Fast alle Unternehmen sind von Angriffen nachweislich betroffen oder vermuten es, dabei sind ausländische Nachrichtendienste deutlich häufiger die Täter. Nachrichtendienste arbeiten professioneller und verdeckter und stellen die angegriffenen Unternehmen vor neue Herausforderungen.“sagt Ralf Wintergerst, Präsident, Bitkom.. . Banken und Versicherer besonders exponiert!. . Für Banken, Versicherer und andere Finanzdienstleister ist die Entwicklung besonders relevant. In einer separaten Bitkom Untersuchung zu hybriden Angriffen aus dem Jahr 2026https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Ohne Internet steht nach einem Tag alles stillbezeichneten 89 Prozent der befragten Unternehmen Banken und Versicherungen als stark gefährdet. 88 Prozent erwarten große Auswirkungen auf das eigene Unternehmen, sollte der Finanzsektor durch hybride Angriffe beeinträchtigt werden. Damit liegt die Branche bei der wahrgenommenen Gefährdung unmittelbar hinter der Energieversorgung. . Die aktuelle Wirtschaftsschutz Studie zeigt zugleich, wie stark sich die Bedrohung in den digitalen Raum verlagert hat. Cyberattacken verursachen mittlerweile 76 Prozent der gesamten Schäden durch Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage. Ihr finanzieller Schaden liegt zwischen 160,4 und 205,8 Milliarden Euro. 63 Prozent der Unternehmen registrierten in den vergangenen zwölf Monaten eine Zunahme von Cyberangriffen, 69 Prozent rechnen für die kommenden zwölf Monate mit einem weiteren Anstieg. Kein einziges befragtes Unternehmen erwartet einen Rückgang.KI verändert die Angriffsmethoden. Ransomware bleibt mit 25 Prozent die Cyberangriffsart, die am häufigsten einen Schaden verursacht. Allerdings ist ihr Anteil gegenüber 34 Prozent im Vorjahr deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig nehmen Ka I gestützte Methoden zu. Schäden durch automatisierte Robo Calls stiegen von 3 auf 14 Prozent, bei Deepfakes verdoppelte sich der Anteil von 4 auf 8 Prozent. 82 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass Angreifer verstärkt Künstliche Intelligenz einsetzen. Als Hinweise nennen sie unter anderem die automatisierte Anpassung von Angriffsversuchen, die hohe Qualität gefälschter Audio- und Videoaufnahmen, professionell formulierte Nachrichten und E Mails sowie eine starke Personalisierung der Angriffe. . Künstliche Intelligenz verändert das Angriffsgeschehen grundlegend. Leistungsfähige Modelle können Schadcode generieren und werden künftig auch für autonome Angriffsarten verwendet werden. Deepfakes oder täuschend echte Anrufe und Mails mit sehr persönlichem Bezug machen Betrug einfacher und Angriffe schwerer erkennbar.“sagt Ralf Wintergerst, Präsident, Bitkom.Für Finanzinstitute dürfte diese Entwicklung zusätzliche Herausforderungen für Identitätsprüfung und Betrugsprävention mit sich bringen. Insbesondere hochgradig personalisierte Phishing Angriffe, Deepfakes und täuschend echte Sprachaufnahmen können Verfahren unter Druck setzen, die auf die zuverlässige Identifikation von Personen und Kommunikationspartnern setzen. Identity Management gehört zu den Schwachstellen!. . Dabei sind es keineswegs nur besonders ausgefeilte Angriffsmethoden, die Schäden verursachen. Insgesamt haben 58 Prozent der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten einen Schaden durch Cyberangriffe erlitten. 59 Prozent der Geschädigten führen den Erfolg der Attacke auf eine unzureichende Erkennung von Sicherheitsvorfällen zurück. 57 Prozent nennen Fehlkonfigurationen von Ai Tieh Systemen und 55 Prozent ein unzureichendes Identitäts- und Zugriffsmanagement. Technische Schwachstellen folgen mit 50 Prozent, veraltete Hard- oder Software mit 43 Prozent. Trotz der hohen Bedrohung stagniert der Anteil der Ai Tieh Sicherheit am gesamten Ai Tieh Budget wie im Vorjahr bei durchschnittlich 18 Prozent. BSI und Bitkom empfehlen einen Anteil von 20 Prozent. Immerhin investieren inzwischen 45 Prozent der Unternehmen mindestens ein Fünftel ihres Ai Tieh Budgets in Sicherheit, nach 41 Prozent im Vorjahr. . Mehr als die Hälfte der sicher betroffenen Unternehmen konnte mindestens einen Angriff nach China zurückverfolgen. Der Anteil stieg von 46 auf 52 Prozent. Russland folgt mit 49 Prozent nach ebenfalls 46 Prozent im Vorjahr. Deutlich dahinter liegen Osteuropa außerhalb der EU mit 34 Prozent, die USA mit 27 Prozent und andere EU Staaten mit 26 Prozent. Auch der Iran gewinnt an Bedeutung: Der Anteil stieg innerhalb eines Jahres von 4 auf 9 Prozent. Nach Tätergruppen bleibt die Organisierte Kriminalität mit 62 Prozent die größte Bedrohung. Ausländische Nachrichtendienste folgen inzwischen mit 37 Prozent und damit erstmals direkt dahinter. Dabei seien die Grenzen zwischen Geheimdiensten und organisierter Kriminalität in vielen Ländern fließend, warnt Bitkom. Bei der Aufklärung erhalten Unternehmen zugleich häufiger Unterstützung vom Staat. 50 Prozent der Unternehmen, die Täter oder Herkunft eines Angriffs ermitteln konnten, erhielten dafür Hinweise von Behörden. Im Vorjahr waren es 35 Prozent, vor zwei Jahren 24 Prozent. Wichtigste technische Erkenntnisquelle bleibt mit 68 Prozent die Analyse von Log Dateien. Für die repräsentative Untersuchung befragte Bitkom Research 1.003 Unternehmen ab zehn Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mindestens einer Million Euro in Deutschland. Die Befragung fand zwischen Kalenderwoche 16 und 23 des Jahres 2026 statt.

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KI, Mistral

Ausländische Nachrichtendienste werden bei Cyberangriffen auf deutsche Unternehmen zu einer immer größeren Bedrohung. Gleichzeitig verschiebt Künstliche Intelligenz die Angriffsmuster. Besonders relevant ist die Entwicklung für Banken und Versicherer: Der Finanzsektor gilt bei hybriden Angriffen als eine der besonders gefährdeten Branchen.

Ausländische Nachrichtendienste spielen bei Angriffen auf deutsche Unternehmen eine immer größere Rolle. 37 Prozent der von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffenen Unternehmen konnten in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Angriff einem fremden Nachrichtendienst zuordnen. Im Vorjahr waren es 28 Prozent, 2023 erst 7 Prozent. Das geht aus der aktuellen Wirtschaftsschutz-Studie des Digitalverbands Bitkom hervor. Insgesamt waren 96 Prozent der befragten Unternehmen nach eigenen Angaben nachweislich oder vermutlich von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen. Gleichzeitig wächst die Dunkelziffer: Nur noch 67 Prozent konnten einen erfolgreichen Angriff sicher feststellen. Der Anteil der Unternehmen, die einen Angriff vermuten, ihn aber nicht sicher belegen können, ist dagegen von 10 auf 29 Prozent gestiegen. Der wirtschaftliche Schaden liegt laut Bitkom zwischen 211 und 270,8 Milliarden Euro.

Fast alle Unternehmen sind von Angriffen nachweislich betroffen oder vermuten es, dabei sind ausländische Nachrichtendienste deutlich häufiger die Täter. Nachrichtendienste arbeiten professioneller und verdeckter und stellen die angegriffenen Unternehmen vor neue Herausforderungen.“

Ralf Wintergerst, Präsident, Bitkom

Banken und Versicherer besonders exponiert

Für Banken, Versicherer und andere Finanzdienstleister ist die Entwicklung besonders relevant. In einer separaten Bitkom-Untersuchung zu hybriden Angriffen aus dem Jahr 2026
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Ohne-Internet-steht-nach-einem-Tag-alles-still
bezeichneten 89 Prozent der befragten Unternehmen Banken und Versicherungen als stark gefährdet. 88 Prozent erwarten große Auswirkungen auf das eigene Unternehmen, sollte der Finanzsektor durch hybride Angriffe beeinträchtigt werden. Damit liegt die Branche bei der wahrgenommenen Gefährdung unmittelbar hinter der Energieversorgung.

Ausländische Nachrichtendienste werden bei Cyberangriffen auf deutsche Unternehmen zu einer immer größeren Bedrohung.
Bitkom

Die aktuelle Wirtschaftsschutz-Studie zeigt zugleich, wie stark sich die Bedrohung in den digitalen Raum verlagert hat. Cyberattacken verursachen mittlerweile 76 Prozent der gesamten Schäden durch Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage. Ihr finanzieller Schaden liegt zwischen 160,4 und 205,8 Milliarden Euro. 63 Prozent der Unternehmen registrierten in den vergangenen zwölf Monaten eine Zunahme von Cyberangriffen, 69 Prozent rechnen für die kommenden zwölf Monate mit einem weiteren Anstieg. Kein einziges befragtes Unternehmen erwartet einen Rückgang.
KI verändert die Angriffsmethoden

Ransomware bleibt mit 25 Prozent die Cyberangriffsart, die am häufigsten einen Schaden verursacht. Allerdings ist ihr Anteil gegenüber 34 Prozent im Vorjahr deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig nehmen KI-gestützte Methoden zu. Schäden durch automatisierte Robo-Calls stiegen von 3 auf 14 Prozent, bei Deepfakes verdoppelte sich der Anteil von 4 auf 8 Prozent. 82 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass Angreifer verstärkt Künstliche Intelligenz einsetzen. Als Hinweise nennen sie unter anderem die automatisierte Anpassung von Angriffsversuchen, die hohe Qualität gefälschter Audio- und Videoaufnahmen, professionell formulierte Nachrichten und E-Mails sowie eine starke Personalisierung der Angriffe.

Ralf Wintergerst, Präsident, Bitkom
Bitkom

Künstliche Intelligenz verändert das Angriffsgeschehen grundlegend. Leistungsfähige Modelle können Schadcode generieren und werden künftig auch für autonome Angriffsarten verwendet werden. Deepfakes oder täuschend echte Anrufe und Mails mit sehr persönlichem Bezug machen Betrug einfacher und Angriffe schwerer erkennbar.“

Ralf Wintergerst, Präsident, Bitkom

Für Finanzinstitute dürfte diese Entwicklung zusätzliche Herausforderungen für Identitätsprüfung und Betrugsprävention mit sich bringen. Insbesondere hochgradig personalisierte Phishing-Angriffe, Deepfakes und täuschend echte Sprachaufnahmen können Verfahren unter Druck setzen, die auf die zuverlässige Identifikation von Personen und Kommunikationspartnern setzen.

Identity Management gehört zu den Schwachstellen

Dabei sind es keineswegs nur besonders ausgefeilte Angriffsmethoden, die Schäden verursachen. Insgesamt haben 58 Prozent der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten einen Schaden durch Cyberangriffe erlitten. 59 Prozent der Geschädigten führen den Erfolg der Attacke auf eine unzureichende Erkennung von Sicherheitsvorfällen zurück. 57 Prozent nennen Fehlkonfigurationen von IT-Systemen und 55 Prozent ein unzureichendes Identitäts- und Zugriffsmanagement. Technische Schwachstellen folgen mit 50 Prozent, veraltete Hard- oder Software mit 43 Prozent. Trotz der hohen Bedrohung stagniert der Anteil der IT-Sicherheit am gesamten IT-Budget wie im Vorjahr bei durchschnittlich 18 Prozent. BSI und Bitkom empfehlen einen Anteil von 20 Prozent. Immerhin investieren inzwischen 45 Prozent der Unternehmen mindestens ein Fünftel ihres IT-Budgets in Sicherheit, nach 41 Prozent im Vorjahr.

Ausländische Nachrichtendienste werden bei Cyberangriffen auf deutsche Unternehmen zu einer immer größeren Bedrohung.
Bitkom

Mehr als die Hälfte der sicher betroffenen Unternehmen konnte mindestens einen Angriff nach China zurückverfolgen. Der Anteil stieg von 46 auf 52 Prozent. Russland folgt mit 49 Prozent nach ebenfalls 46 Prozent im Vorjahr. Deutlich dahinter liegen Osteuropa außerhalb der EU mit 34 Prozent, die USA mit 27 Prozent und andere EU-Staaten mit 26 Prozent. Auch der Iran gewinnt an Bedeutung: Der Anteil stieg innerhalb eines Jahres von 4 auf 9 Prozent. Nach Tätergruppen bleibt die Organisierte Kriminalität mit 62 Prozent die größte Bedrohung. Ausländische Nachrichtendienste folgen inzwischen mit 37 Prozent und damit erstmals direkt dahinter. Dabei seien die Grenzen zwischen Geheimdiensten und organisierter Kriminalität in vielen Ländern fließend, warnt Bitkom.

Bei der Aufklärung erhalten Unternehmen zugleich häufiger Unterstützung vom Staat. 50 Prozent der Unternehmen, die Täter oder Herkunft eines Angriffs ermitteln konnten, erhielten dafür Hinweise von Behörden. Im Vorjahr waren es 35 Prozent, vor zwei Jahren 24 Prozent. Wichtigste technische Erkenntnisquelle bleibt mit 68 Prozent die Analyse von Log-Dateien. Für die repräsentative Untersuchung befragte Bitkom Research 1.003 Unternehmen ab zehn Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mindestens einer Million Euro in Deutschland. Die Befragung fand zwischen Kalenderwoche 16 und 23 des Jahres 2026 statt.tw

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