MEDIA/ WIRTSCHAFTSMAGAZIN CAPITAL17. Mai 2017

Heftiger Angriff: Check24 legt sich mit FinTechs an – und bringt 15 Millionen Kunden an den Start

Check24

Check24 greift die deutsche FinTech-Branche frontal an, meldet Capital in der morgen erscheinenden Ausgabe 6/2017 (EVT 18. Mai). Das Münchner Unternehmen habe in den vergangenen Wochen gleich mehrere Tools gelauncht, die direkt gegen führende Finanz-Startups wie den Festgeld-Vermittler Weltsparen oder den Online-Versicherungsmakler Clark gerichtet sind. Spätestens Anfang Juli soll zudem eine Banking-Funktion live gehen, die ähnlich wie die Finanz-Apps Numbrs oder Outbank funktionieren dürfte.

Mit der Produktoffensive des mit Abstand größten deutschen Vergleichsportals Check24, das nach Branchenschätzungen für die Vermittlung von Verträgen im Geschäftsjahr 2015/16 Provisionen von knapp 500 Millionen Euro kassierte, könnten sich die Gewichte im deutschen FinTech-Markt grundlegend verschieben – ergänzt das Wirtschaftsmagazin Capital.

Christoph Röttele, Check24-Geschäftsführer<q>Check24
Check24

Wir gehen jetzt genau in die Segmente hinein, die momentan noch von FinTechs besetzt sind. Gegenüber den FinTechs verfügen wir vor allem über den Vorteil, dass wir bereits auf einen festen Stamm von rund 15 Millionen zufriedenen Kunden zurückgreifen können.“

Christoph Röttele, Check24-Geschäftsführer

Dieses Plus will Check24 nun vor allem im Versicherungsbereich ausspielen. So bietet das Portal schon lange einen digitalen Ordner an, in dem der Nutzer seine über Check24 abgeschlossenen Policen online einsehen kann. Nun hat das Vergleichsportal diese Funktion auf „fremde“ Policen ausgeweitet, sodass der Kunde jetzt seinen kompletten Versicherungsbestand über Check24 verwalten kann.

Der Knackpunkt: Versicherungsberatung OHNE Maklermandat

Damit ist das „Versicherungs-Center“ genannte Tool im Grunde eine Kopie von Online-Maklern wie Clark oder Getsafe. Einen entscheidenden Unterschied gibt es allerdings: Die meisten FinTechs bieten den kostenlosen Service nur dann an, wenn der Nutzer sie im Gegenzug zu ihrem Makler macht. Dagegen verzichtet Check24 explizit auf die Übertragung des Maklermandats. „Die FinTechs brauchen das Mandat, weil sie sich über die Provisionen finanzieren müssen. Wir dagegen können es uns leisten, den Service kostenlos anzubieten„, sagte Röttele dem Wirtschaftsmagazin.

Mehr und detailliertere Informationen gibt es in Capital Ausgabe 6/2017 (EVT 18. Mai).aj

 
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https://www.it-finanzmagazin.de/?p=50237
 
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