ANWENDUNG18. Februar 2022

Infineon: 6 neue Quantencomputing-Forschungsprojekte

Infineon
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Infineon will verstärkt auf die Entwicklung von Quantencomputing-Technologie in Deutschland und Europa setzen. Dafür beteiligt sich der Chiphersteller an sechs weiteren Forschungsprojekten, die im Rahmen des Konjunktur- und Zukunftspakets der Bundesregierung für Quantentechnologien gefördert werden.

Quantencomputer könnten künftig Aufgaben lösen, für die selbst Hochleistungscomputer mit heutiger Technik Jahre bräuchten. So ließe sich die Entwicklung von Medikamenten oder chemischen Katalysatoren beschleunigen, indem Vorgänge auf molekularer Ebene simuliert werden. Die Rechenleistung könne auch dazu genutzt werden, hochkomplexe Prozesse in der Logistik zu optimieren und so zu robusten Lieferketten beitragen. Doch um das zu ermöglichen, müssen erst einmal die technische Herausforderungen gelöst werden, bis Quantencomputer relativ leicht und anwenderfreundlich genutzt werden können.

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Es ist noch längst nicht entschieden, welcher technologische Weg den schnellsten Fortschritt ermöglicht und in welchen Anwendungen Quantencomputer erfolgreich sein werden. Mit der Beteiligung an den neuen Projekten verbreitern wir unseren Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Quantentechnologie, von der Hard- und Software über die industrielle Produktion bis hin zur Nutzung.“

Dr. Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon

Ziel der Forschungsprojekte sei es, Hürden für die Nutzung der Quantentechnologie aus dem Weg zu räumen. Hierfür sollen Demonstratoren gebaut, die elektronische Steuerung integriert sowie Software für die Nutzung von Quantencomputern entwickelt werden.

Noch sind die Herausforderungen in allen Bereichen enorm: Bei der Entwicklung des Quantencomputing hin zur praktischen Nutzung geht es nicht nur darum, mehr und bessere Qubits für Berechnungen zur Verfügung zu stellen. Vielmehr ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich, der neben der Hardware auch die Peripherie, die Software sowie Anwendung berücksichtigt. Infineon bringe hierfür Erfahrung in Skalierung und Fertigung in die verschiedenen Bereiche ein und will mögliche Anwendungsfälle aufzeigen.

Im Einzelnen geht es um folgende Projekte:

  • ATIQ: Trapped-Ion Quantum Computer for Applications
  • MuniQC-SC: Munich Quantum Computer based on Superconductors (Münchner Quantencomputer auf Supraleitungsbasis)
  • QuMIC: Qubits Control by Microwave Integrated Circuits
  • QVOL: Volumenfertigung von Quantensensoren am Beispiel von Magnetfeldsensoren in Siliziumkarbid
  • QuaST: Quantum-enabling Services und Tools
  • QuBRA: Quantum methods and Benchmarks for Resource Allocation

Im Großen und Ganzen decken die verschiedenen Projekte alle Bereiche von der Entwicklung und Skalierung der Hardware über die Auslotung der praktischen Anwendungsmöglichkeiten bis hin zur Software Entwicklung ab.ft

 
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