STRATEGIE20. Januar 2021

Konsentus übernimmt Open Banking Europe

Wollen mit einem vereinigten Lösungs- und Service-Angebot schneller wachsen: Konsentus und Open Banking Europe (OPE) <q>Konsentus
Wollen mit einem vereinigten Lösungs- und Service-Angebot schneller wachsen: Konsentus und Open Banking Europe (OPE) Konsentus

Der britische Spezialist zur Absicherung von PSD2-Transaktionen übernimmt die Initiative Open Banking Europe (OBE), die das eigene Geschäftsmodell ergänzt und erweitert. OBE soll weiterhin als eigenständiges Unternehmen tätig sein, ihre Software-Lösungen aber direkt ins Konsentus-Geschäft integriert werden.

Open Banking Europe (Website) wurde im Juni 2017 mit Unterstützung von 40 Banken und Technologiefirmen gegründet. Die Initiative hatte es sich zur Aufgabe gemacht, operative Lösungen für die regulatorischen Anforderungen im PSD2-Umfeld zu entwickeln. Zugleich will sie die Verbreitung von Open Banking fördern, die Zusammenarbeit der Marktteilnehmer bei diesem Thema ermöglichen und dazu beitragen, Herausforderungen und Probleme des Marktes zu identifizieren und zu lösen.

Dazu wurden Standards entwickelt, Tools geschaffen und „Best Practise“-Anleitungen formuliert. Den Kern des Angebots bildet jedoch das „Regulatory Directory“ zum vertrauenswürdigen Austausch aller wichtigen Daten zu Bankenschnittstellen, wie etwa Informationen zu Banken und Marken, Entwicklerportalen, Endpunkten sowie Sicherheits- und Standardisierungsoptionen der Banking-APIs.

Ergänzende Portfolios

Das Verzeichnis konsolidiert die Informationen aus den Registern der zuständigen nationalen Behörden und stellt sie seinerseits in maschinenlesbarer, standardisierter Form zur Verfügung. Nach Angaben von OBE nutzen inzwischen mehr als 500 der größten Finanzinstitute in ganz Europa das Verzeichnis, um den rechtssicheren, zuverlässigen Zugriff von Drittanbietern (TPPs) auf Bankkonten im Rahmen von PSD2-Transaktionen sicherzustellen.

Konsentus fokussierte sich nach der Gründung 2018 zunächst auf Sicherheitsfunktionen, um Betrug über die PSD2-Schnittstellen zu verhindern. Diese ermöglichen es, die Identität und den Regulierungsstatus eines TPPs in Echtzeit mit den Datenbanken der 31 zuständigen nationalen EWR-Behörden (die mehr als 115 Register umfassen) und den Registern der Europäischen Bankbehörde zu überprüfen. Allmählich wurde das Portfolio um Lösungen und Services für Open Banking, Finanzen und Datenaustausch erweitert.

Schnelleres Wachstum erwartet

Mit der Übernahme von Open Banking Europe gehe man einen großen Schritt in Richtung beschleunigter europäischer Expansion, betonte Konsentus-CEO Mike Woods, allein schon durch die Kunden, die die bisherige Preta-Tochter mitbringt.

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Konsentus

„Wir freuen uns, die Kunden von Preta OBE bei Konsentus begrüßen zu dürfen und sind stolz darauf, dass über 500 Finanzinstitute, darunter einige der größten und renommiertesten Banken Europas, ebenfalls Kunden von Konsentus werden.“

Mike Woods, CEO Konsentus

Woods kündigte an, dass OBE-Geschäftsführer John Broxis dem Konsentus-Team beitreten und so einen reibungslosen Übergang gewährleisten werde. Sein umfassendes Branchen-Know-how sei bei der Vereinigung des Open-Banking-Ökosystems und der globalen Community von unschätzbarem Wert, so der Konsentus-Chef. Giorgio Ferrero von Preta sieht seine bisherigen Kunden bei Konsentus in guten Händen. Durch die Vereinigung der beiden Unternehmen könnten die Anwender von neuen und innovativen Open Banking-Dienstleistungen auf europäischer und globaler Ebene profitieren. hj

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