safeAML gegen Geldwäsche: Deutsche Bank, N26 und Commerzbank warten jetzt nicht mehr auf Rückfragen

ReveKI
Für das nach Angaben der Landesregierung europaweit einmalige Projekt hat der landeseigene Datentreuhänder EuroDaT seit dem Jahr 2003 zusammen mit Commerzbank, Deutscher Bank und der Smartphone-Bank N26 die Anwendung safeAML von spotixx (Website) entwickelt. Diese ermöglicht es nach Angaben der Projektpartner, „Geldflüsse über mehrere Banken hinweg automatisiert zu rekonstruieren, um damit die Netzwerke aufzudecken, in denen Geldwäsche erfolgt“. safeAML verzichte vollständig auf die Verarbeitung personenbezogener Daten.
safeAML ermöglicht digitalen Austausch von Daten
Bei einer potenziell verdächtigen Buchung kann demnach auf digitalem Weg eine schrittweise Abfrage und Nachverfolgung von Buchungen und Geldeingängen bei den beteiligten Banken angestoßen werden. Bislang werden solche Daten – unter anderem wegen hoher Datenschutzhürden – zwischen Instituten manuell ausgetauscht, was in der Regel länger dauert und höhere Kosten verursacht.
„Mit der Digitalisierung der Mittelherkunftsanfragen und der Intensivierung des Datenaustauschs treten die drei Kooperationspartner Deutsche Bank, Commerzbank, N26 und das Land Hessen kriminellen Aktivitäten durch den Austausch und durch die Analyse von Finanzdaten entschieden entgegen“, sagt Hessens Finanzminister Alexander Lorz.
Die Finanzaufsicht BaFin rügt immer wieder Defizite bei der Bekämpfung von Geldwäsche – in den vergangenen Jahren wiederholt auch bei den jetzigen „safeAML“-Projektpartnern Deutsche Bank und N26. Beiden Instituten schickte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zwischenzeitlich einen Sonderaufpasser ins Haus, die gerade in ihren Anfangsjahren rasant gewachsene N26 musste zudem wegen schludriger Geldwäsche-Kontrollen 9,2 Millionen Euro Geldbuße zahlen.dpa
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