STUDIEN & UMFRAGEN25. Februar 2022

„Scamdemic“: Finanzbranche setzt auf mehr Analytics im Kampf gegen Fraud

Die Pandemie hat sich als Nährboden für Finanzbetrug herausgestellt. Vor allem Analytics-basierte Anti-Fraud-Technologien sollen hier bei Banken und Finanzdienstleistern dagegenhalten. Das zeigt eine aktuelle Studie der Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) und SAS.

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Mehr als 40 % der Fraud-Experten berichten, dass sie seit der Pandemie verstärkt Datenanalyse einsetzen. Die Mehrheit (60 %) geht davon aus, dass ihr Budget für Anti-Fraud-Technologien in den nächsten zwei Jahren wachsen wird. Advanced Analytics steht oben auf der Liste für Neuanschaffungen, insbesondere KI und Machine Learning (von 26 % der Befragten genannt), gefolgt von Predictive Analytics/Modeling (22 %).

Data Sharing nimmt Fahrt auf

Die Umfrageteilnehmer waren einhellig der Ansicht, dass Analytics ein sinnvolles Werkzeug zur Bekämpfung von Betrug ist. 99 % meinen, dass sich damit das Volumen der begutachteten Transaktionen und identifizierten Fälle erhöhen ließe. Jeweils 98 % loben die Schnelligkeit bei der Aufdeckung von Anomalien und die Effizienz bei der Automatisierung zeitintensiver Aufgaben, 97 % wiederum die Genauigkeit durch eine Reduzierung von False Positives.

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Darüber hinaus habe die Erhebung gezeigt, dass eine immer größere Bandbreite an Daten genutzt wird. 80 % der Befragten nennen zwar interne strukturierte Daten als wichtigste Informationsquelle für Anti-Fraud-Initiativen. Allerdings greifen viele bereits auf zahlreiche externe Datenquellen zurück, darunter 41 % auf öffentliche Berichte, 31 % auf Watchlists der Behörden und 29 % auf Social Media. Immerhin tragen 34 % der Umfrageteilnehmer bereits zu Data-Sharing-Konsortien bei, 24 % haben dies künftig vor.

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Online-Plattformen und digitale Kanäle sind Einfallstore für kriminelle Aktivitäten, gleichzeitig bieten sie aber auch Erkenntnispotenzial. Sie liefern große Mengen an Daten, die Unternehmen auswerten können, um Trends zu erkennen. Das ist die Basis, um Maßnahmen gegen die sich schnell ändernden Bedrohungen einleiten zu können.”

Stu Bradley, Senior VP of Fraud & Security Intelligence bei SAS

Fortschrittliche Technologien spielen ebenfalls eine zunehmend wichtige Rolle bei der Betrugsprävention. Dazu gehören physische Biometrie (von 34 % eingesetzt) und Verhaltensbiometrie, Computer Vision, Robotic Process Automation (RPA), Blockchain sowie Virtual und Augmented Reality (von 7 % eingesetzt).

Zur Methodik der Studie

Der Report, für den rund 900 ACFE-Mitglieder weltweit befragt wurden, wird alle zwei Jahre durchgeführt, erstmals 2019. Ein Online-Dashboard (Website) von SAS gebe die Möglichkeit, die Ergebnisse nach spezifischen Branchen, Regionen oder Unternehmensgrößen zu filtern.

Die Studie können Sie nach Angabe der Kontaktdaten hier herunterladen.ft

 
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