ANWENDUNG22. Mai 2019

Sieben Banken erproben mit Swift grenzüberschreitende GPI-Echtzeit-Zahlungen per TIPS

HVB/UniCredit, Deutsche Bank, Santander, BBVA und drei weitere Banken werden grenz­über­schrei­ten­de GPI-Echtzeit-Zahlungen in Europa auf Basis der TIPS-Plattform (TARGET Instant Payments Settlement) erproben. Das Projekt wurde von der Europäischen Zentralbank (EZB) und Swift initiiert, um die Reichweite grenzüberschreitender Echtzeit-Zahlungen in den europäischen Markt hinein durch den Einsatz von GPI in Verbindung mit dem TIPS-System zu steigern.

Basis der TIPS-Plattform der EZB
ECB
Die Banken stellen dabei die grenzüberschreitende Komponente der Zahlungen, die dann über TIPS zur sofortigen Gutschrift auf den Konten der endbegünstigten Banken über ganz Europa hinweg abgerechnet werden. Die Fähigkeit zur sofortigen Verrechnung grenzüberschreitender Echtzeit-Zahlungen ist entscheidend, um deren umfassende Verfügbarkeit sicherzustellen, auch wenn die Endabwicklung beim Eintreffen im Zielland noch erfolgen muss.

Wenn die Endabwicklung innerhalb des Empfängerlandes erfolgen muss, werden Zahlungen jedoch in einigen Fällen durch die befristeten Betriebszeiten der lokalen Clearing-Systeme verzögert. Bei Einführung von durchgängig aktiven Echtzeit-Zahlungssystemen und länger geöffneten Zeitfenstern für Gutschriften, die durch die von TIPS angebotene ständige Verfügbarkeit des Settlements in Zentralbankgeld ermöglicht werden, können diese Reibungsverluste beseitigt und sekundenschnelle Gutschriften von Überweisungen sichergestellt werden.

Mehdi Manaa, Deputy Director General – Market Infrastructures and Payments EZB
EZB

Die Unterstützung dieser Initiative durch die EZB steht im Einklang mit dem strategischen Ziel, unsere TARGET-Dienste mit den sich entwickelnden Bedürfnissen und Wünschen der Banken in der Zahlungsverkehrs-Landschaft Schritt halten zu lassen.”

Mehdi Manaa, Deputy Director General – Market Infrastructures and Payments EZB

Ein ähn­li­ches An­ge­bot sei von Swift im Jahr 2018 mit dem na­tio­na­len Echt­zeit-Zah­lungs­sys­tem Aus­tra­li­ens, der New Pay­ments Plat­form (NPP), und ei­ner Grup­pe von Ban­ken aus Aus­tra­li­en, Chi­na, Sin­ga­pur und Thai­land pi­lo­tiert worden. Das Pro­jekt zeig­te, dass durch die An­wen­dung von GPI in na­tio­na­len Echt­zeit-Zah­lungs­sys­te­men auch grenz­über­schrei­ten­de Zah­lun­gen na­he­zu in Echt­zeit er­bracht wer­den kön­nen, selbst wenn sie in­län­di­sches Sett­le­ment er­for­dern und Nicht-GPI-Ban­ken ein­ge­bun­den sind.

Alain Raes, Chief Executive EMEA & Asia Pacific Swift
Swift

Dieses Pilotprojekt ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Steigerung der Reichweite und Leistungsfähigkeit unseres grenzüberschreitenden Echtzeit-Zahlungsdienstes. Mit der Verknüpfung von Swift GPI und TIPS können unsere Kunden ihre bereits getätigten Investitionen wirkungsvoll einsetzen, um ihren Kunden einen noch besseren Service anzubieten. […] Wir freuen uns darauf, die Ergebnisse des Pilotprojekts im September auf der Sibos in London vorzustellen.”

Alain Raes, Chief Executive EMEA and Asia Pacific Swift

Die am europäischen Pilotprojekt teilnehmenden Institutionen umfassen Banque Internationale à Luxembourg, BBVA, Deutsche Bank, Natixis, Santander, Sberbank und UniCredit.

Swift GPI habe bisher eine wesentliche Beschleunigung der Prozesse gebracht: Durchschnittlich 40% der Swift GPI-Überweisungen werden den Endbegünstigten innerhalb von fünf Minuten gutgeschrieben.aj

 
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