STRATEGIE11. März 2021

„E-Mail sind einfach zu langsam und intransparent”: Weshalb die Solarisbank auf Slack setzt 

Slack
Dennis Winter, SolarisbankSolarisbank

Die SolarisBank setzt Slack zur internen Kommunikation ein. Mit seiner Banking-as-a-Service-Plattform bietet das Berliner FinTech Solarisbank Kunden die Möglichkeit, Banking-Produkte in das eigene Produktangebot zu integrieren. Schon zum Start 2016 führte das Unternehmen die Kollaborationsplattform Slack ein. Dennis Winter, VP TechOps bei der Solarisbank (Website), erklärt, warum die Wahl auf Slack gefallen ist und welche Vorteile die Nutzung mit sich bringt.

Herr Winter, vor der Pandemie haben Sie sich für die Einführung einer Kollaborationsplattform entschieden. Warum ist die Wahl auf Slack gefallen?

Slack war die effizienteste Art und Weise, wie wir Menschen, Projektteams und digitale Tools miteinander verbinden konnten. Die Offenheit der Plattform ermöglicht es uns, wichtige Werkzeuge zu integrieren und Transparenz zu schaffen. Das ist sehr wichtig, vor allem wenn man wie wir eine Vielzahl von Produkten entwickelt. Es war uns früh klar, dass Slack eine wichtige Rolle spielen würde, da das Tool einfach zusammen mit unseren Projektteams wachsen konnte. Letztlich beeinflusst das auch die gesamte Unternehmenskultur in hohem Maße und unterscheidet uns maßgeblich von traditionellen Banken.

Wofür nutzen Sie es im Arbeitsalltag bei der Solarisbank? 

Wir verwenden Slack, um Informationen von unseren Systemen in die Teams zu bringen und als Komponente in unserem Incident-Response-Prozess, um mehrere Arbeitsschritte auf ein Kommando zu reduzieren. Für den Erfolg einer SaaS-Lösung, wie wir es als Banking-as-a-Service-Plattform anbieten, ist es wichtig, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten und technische Störungen schon zu beheben, bevor es zu Ausfällen kommt. Bei uns werden alle Störungsmeldungen der Plattform vom Alarmsystem PagerDuty erkannt und automatisch in dafür erstellte Channels weitergeleitet. Das ermöglicht schnelle, transparente und effiziente Kommunikationsprozesse, durch die wir auf Störungen schnell reagieren können.

Welche Vorteile bringt Slack im Vergleich zur traditionellen E-Mail?

Mit Slack Connect bietet die Plattform eine sichere Möglichkeit, um mit externen Partnern in Channels zusammenzuarbeiten. Gerade zu Beginn der Integrationsphase tauchen sehr viele Fragen auf, die wir in Slack sehr schnell beantworten können.

Dafür ist die E-Mail als Medium einfach zu langsam und intransparent.“

Über Slack Connect entsteht schnell eine verbindliche Nähe und Vertrautheit, die die Zusammenarbeit viel effizienter macht. Und mit Slack haben wir klar mehr Geschwindigkeit: Dauerte eine Partner-Integration vorher bis zu sechs Monate, so brauchen wir jetzt nur noch drei Monate.

Wie genau nutzen Sie die Automatisierung?

Über den Slack-Bot ermöglichen wir das manuelle Triggern von Bereitschaftsteams. Diese Automatisierung beschleunigt somit den Lösungsprozess auf allen Ebenen, weil sämtliche Informationen für alle Beteiligten unmittelbar und mit Kontext verfügbar sind. Nach der Behebung der Störung werden die Informationen entsprechend in die Dokumentation übernommen, damit sie langfristig und jederzeit nachvollziehbar sind.

Welchen Aufwand hat die Anbindung gemacht?

Die Anbindung an die Slack-API ist generell straight-forward und sehr einfach zu integrieren. Für unterschiedliche Use-Cases haben wir Aufwände je nach Komplexität zwischen wenigen Klicks und ein paar Stunden, um einen Slack-Bot zu programmieren.

Welche Kriterien gelten für die Kommunikationsplattform, um in der streng regulierten Finanzbranche einsetzbar zu sein?

Wir müssen den deutschen Regulierungsbehörden beispielsweise mitteilen können, wo unsere Daten gespeichert werden. Mit der Datenresidenz im Plus-Plan können wir einfach sagen: in Frankfurt.

Sehr hilfreich sind zudem die integrierten Aufbewahrungseinstellungen.“

Konkret bedeutet das für uns, dass wir die Aufbewahrungsregeln so definieren können, dass Nachrichten und alle Dateien nach einem Jahr wieder gelöscht werden, selbst wenn sie in 1:1-Gesprächen geteilt wurden.

Herr Winter, vielen Dank.aj

 
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