ANWENDUNG3. Februar 2020

Paukenschlag: Worldline plant die Übernahme von Ingenico/Payone

Marc-Henri, Desportes
Deputy CEO WorldlineWorldline

Schon seit 2017 hat Worldline ein Auge auf Ingenico geworfen (damals wurde das noch bestritten) – nun ist es so weit. Die Marktkonzentration im Payment bekommt dadurch noch mehr Schwung: das internationale Unternehmen steigt nun wirklich bei Ingenico/Payone ein. Die Sparkassen halten bisher 48 Prozent vom DSV-Joint-Venture Payone – diese Beteiligung sinke durch die Übernahme auf 40 Prozent. Die Sparkassen könnten so von den Worldline-IT-Prozessen profitieren.

Worldline wird neuer Joint Venture-Partner der DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag) beim Zahlungsserviceanbieter Ingenico/Payone.
Worldline kauft Ingenico
DSV

Die Transaktion ist eine vorteilhafte Entwicklung für alle Beteiligten. Denn das Payment von heute ist geprägt von Skalierung und einer umfassenden Angebotspalette, die den Bedarf des Händlers deckt – vom Kleingewerbetreibenden bis zum international tätigen Konzern. Worldline steht genau für diesen Ansatz: Globale Reichweite kombiniert mit der heimischen Erfahrung. Von der Stärke des zusammengeführten Unternehmens, seinen Lösungen und Synergien wird PAYONE entscheidend profitieren. Es ist klar, dass dies auch Vorteile für die Sparkassen-Finanzgruppe bringt. Von der Erweiterung der Produkt- und Terminalpalette bis hin zur Digitalisierung der Prozesse. Hier werden die Komponenten von Worldline der PAYONE helfen, ihre Ziele zum Vorteil der Händler und Institute schneller zu erreichen.“

Dr. Michael Stollarz, Vorsitzender der Geschäftsführung der DSV-Gruppe

Worldline sei bereits Europäischer Marktführer – womit Worldline neuer Joint Venture-Partner der DSV-Gruppe werde. Das Angebot hat natürlich auch Auswirkungen auf das bisherige Joint Venture des DSV mit der Ingenico Group, Payone. Mit dem Vollzug des Erwerbs von Ingenico durch Worldline werde Payone Zugang zum globalen Payment-Markt erhalten. Parallel erhalte man aber (über die DSV-Gruppe) die bestehende Anbindung an die Sparkassenorganisation.

Impuls für S-Händlerservice

Weitere Vorzüge der neuen Kooperationsmöglichkeiten für die Sparkassen lägen aus Sicht von Stollarz auf der Hand: Durch das umfassendere Angebot wird sich der Erfolg des S-Händlerservices weiter beschleunigen, was im Gegenzug die Integration in die IT-Systeme der Sparkassen erleichtert. Ziel sei es, dass die Sparkasse und der S-Händlerservice Hand in Hand arbeiten und den Kunden passgenau beraten können.

Worldline sieht vor, sein Deutschland- und Österreich-Händlergeschäft in Payone zu integrieren und mit ihren Softwarekomponenten das Leistungs- und Lösungsangebot zu erweitern. Das beschleunigt die Umsetzung der digitalen S-Händlerservice-Strategie.“

Im Zuge der Dialoge zur Vorbereitung der geplanten Übernahme von Ingenico durch Worldline wurde vertraglich vereinbart, dass Payone weiterhin als eigenständiges Joint Venture in der Gruppe geführt
wird. Die Aktivitäten von Worldline im Segment Händlerservice werden in Deutschland und Österreich künftig durch Payone ausgeführt; in der Folge belaufe sich der Anteil des DSV dann auf 40 Prozent (bisher: 48 Prozent). Die Vertragsunterlagen sehen unverändert vor, dass wichtige Entscheidungen im Konsens beider Partner getroffen werden.

Im Rahmen der Neuorganisation wird auch das Geschäftsgebiet der Payone, die sich bei der Gründung des Joint Ventures auf Deutschland und den angrenzenden deutschsprachigen Raum ausgerichtet
hatte, jetzt auf Deutschland und Österreich fokussiert. Die Schweiz wird künftig von Worldline beziehungsweise von SIX (Pressemitteilung) in deren Heimatmarkt betreut. Kunden, die übergreifend tätig sind, könnten durch den Verbund der Anbieter künftig noch besser betreut werden.aj

 
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