KURZ NOTIERT20. Apr. 2016

Kassel wird Testregion für neue girocard-Produkte

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EURO Kartensysteme hat die Region um Kassel als Testregion für girocard-Produkte ausgewählt und nennt Kassel nun „girocard city“.dk_photo/bigstock.com

EURO Kartensysteme meldet, man habe Kassel als Testregion ausgewählt, um alle kommenden Innovationen rund um die girocard (ehem. EC-Karte) regional zu erproben. Schon „girocard kontaktlos“ (die NFC-Variante des BVR, dem sich die Sparkassen teilweise anschließen) wurde in der Region um Kassel erprobt.

Nach „girocard kontaktlos“ soll nun auch „girocard mobile“ im Raum Kassel, Göttingen, Baunatal erprobt werden (wir berichteten). Um das zu untermauern, hat die EURO Kartensysteme heute die Region Kassel zur „girocard city“ ernannt.

(v.l.n.r.): Jochen Johannink (stellv. VV Kasseler Sparkasse), Hendrik Jordan (Mitglied des Kasseler Stadtrates), Ingo Limburg (Leiter Marketing und PR EURO Kartensysteme), Wolfgang Osse (Vorstand der Kasseler Bank)
(v.l.n.r.): Jochen Johannink (stellv. VV Kasseler Sparkasse), Hendrik Jordan (Mitglied des Kasseler Stadtrates), Ingo Limburg (Leiter Marketing und PR EURO Kartensysteme), Wolfgang Osse (Vorstand der Kasseler Bank)

Die Wahl des Stand­orts Kas­sel als Innovati­ons­labor der Deut­schen Kredit­wirt­schaft beruhe auf zahlrei­chen Fak­to­ren. Wichtigstes Ent­scheidungs­kriterium sei ei­ne grundsätzli­che Über­tragbarkeit der regio­na­len Ergebnis­se auf natio­nale Belange ge­wesen. Da die Bevölkerungs­struktur in Kas­sel sowie die Ver­teilung, Nutzung und der Besitz von gi­rocards fast deckungs­gleich mit den deutsch­landwei­ten Wer­ten sind, be­steht vor Ort ei­ne äußerst re­präsentative Ver­gleichssi­tuati­on. Dar­über hin­aus spre­chen noch viele weite­re begünstigen­de Fak­to­ren für Kas­sel, bei­spielsweise die durch­schnittli­che Kaufkraft der Bür­ger und die durch­schnittli­chen Ein­zelhandels­umsät­ze, sowie die ho­he Zen­tralität als einzige Groß­stadt Nordhes­sens. Auch die Präsenz vie­ler klei­ner und mit­telständi­scher Händler sowie die besonders gu­te Vernetzung der Banken und Sparkas­sen sei ein wich­ti­ger Fak­tor ge­wesen, der für Kas­sel ge­spro­chen habe.

Bald auch bei den Sparkassen: Zahlen mit girocard kontaktlosBVR
Bald auch bei den Sparkassen: Zahlen mit girocard kontaktlosBVR

Hier sollen also nun alle Zahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft ausprobiert – und zunächst auf regionaler Ebene auf ihre Alltagstauglichkeit hin geprüft werden, bevor es zu einer nationalen Umsetzung kommt.

girocard legt positive Zahlen vor

Das EURO Kartensysteme in der Kommunikation der girocard (mit Werbeschaltungen) und positiven Ergebnisse der girocard so aktiv ist, hat einen Grund: ab 9. Juni 2016 werden Kunden am POS die Wahl haben, welches Zahlverfahren zur Anwendung kommt. Das Problem: die Marke „girocard“ ist immer noch nicht so verbreitet wie „EC-Karte“ (Hintergründe dazu hier auf Bargeldlosblog.de).

Vodafone-Wallet
So wird „girocard mobile“ in der Vodafone-Wallet aussehen. ITFM

Trotz allem, können sich die girocard-Zahlen sehen lassen: 2015 wurden insgesamt 2,59 Milliarden Bezahlvorgänge mit einem Gesamtumsatz von rund 138 Milliarden Euro per Karte und PIN vollzogen. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem minimalen Transaktionsrückgang von 0,65 Prozent. Dies zeige, so EURO Kartensysteme, dass die girocard „dem hohen Wettbewerb durch die Vielfalt an Kartenzahlungsarten und der Verlagerung von Einkäufen ins Internet standhält und weiterhin stark im lokalen Einzelhandel genutzt wird“.

Studie bestätigt girocard-Erfolg

Auch im Bezahlalltag belege die girocard mit großem Abstand die Spitzenposition. Laut einer Studie von Payone und B+S Card Service (wir berichteten) in Koope­rati­on mit statis­ta wur­den im Weih­nach­tsge­schäft 2015 gar vier Fünf­tel der Kar­ten­zahlun­gen (79,4 Pro­zent) mit der gi­rocard getätigt. Auch bei den Termi­nals gibt es ei­nen Auf­wärts­trend. So sind 18.000 weite­re Kar­ten­termi­nals in Deutsch­land hin­zu­ge­kommen (jetzt 784.000). Allerdings erwartet Eu­ro Kar­ten­systeme ei­nen baldigen Rückgang, da die im Dezember 2015 in Kraft getre­tene Regulierung der In­terbanken­entgelte – mit ei­ner Trans­akti­ons­gebühr von höchs­tens 0,2 Pro­zent – zu ei­nem weite­ren Akzep­tanz­stel­len­ausbau füh­ren dürfte.

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