EVENTS & MESSEN3. April 2017

Accelerator Frankfurt – die zweite Runde: Acht neue Startups. Vorträge und Pitches.

Matthias Hirtschulz/Julian Schultheiß

Vergangenen Mittwoch fand das zweite Launch Event des Accelerator Frankfurt statt. Das Angebot: In nur vier Monaten sollen internationale Startups zur Investitionsreife vorangetrieben werden. Das Launch Event im TechQuartier in Frankfurt gab dafür den Startschuss. Ein Pitch für junge Unternehmen, um potenzielle Investoren frühzeitig von ihren Ideen zu überzeugen.

 von Matthias Hirtschulz und Julian Schultheiß

Matthias Hirtschulz/Julian Schultheiß
Seit dem „Demo Day“ der ersten Kohorte des Accelerator Frankfurt im Januar sind erst zwei Monate vergangen. Nun – vergangenen Mittwoch – startete das Launch Event der „Zweiten Kohorte“ im Frankfurter TechQuartier. Im Rahmen des Accelerator Frankfurt werden zweimal jährlich 8-10 aufstrebende Startups mit vielversprechenden Geschäftsmodellen ausgewählt, um diese in einem viermonatigen Programm im Eiltempo zu investitionsreifen Unternehmen zu formen, zu dessen Abschluss die jungen Unternehmen auf dem Demo Day ihre Entwicklungen vorzeigen. Auch diesen Mittwoch hatten acht erfolgsversprechende Startups aus verschiedenen Ländern und Branchen die Möglichkeit, die vertretenen Interessenten und Investoren von ihren Geschäftsmodellen zu überzeugen.

FinTech-Branche erneut stark vertreten

Wie bereits beim letzten Event waren auch dieses Mal wieder Startups aus der FinTech-Branche sehr stark vertreten, welche insbesondere aufgrund der Nähe zur Finanzmetropole Frankfurt im Fokus des Accelerator Frankfurt stehen. Der Gründer des Accelerator Frankfurt, Ram Shoham, sieht gerade darin eine der optimalen Bedingungen, die Frankfurt langfristig als erfolgreiches Startup-Ökosystem prädestiniert. Neben europäischen Startups waren auch Teams aus Amerika, Asien und insbesondere Israel zu Gast, was vor allem auf Ram Shoham als Gründer des Accelerator Frankfurt zurückzuführen ist.

Matthias Hirtschulz/Julian Schultheiß
Der Abend wurde zunächst von einer Keynote des israelischen Unternehmers Gideon Ben-Zvi eingeläutet, der nach seinem IT- und Mathematik-Studium in Jerusalem etwa 20 Jahre Erfahrung im Bereich Entrepreneurship vorweisen kann und bereits sechs Unternehmen gründete. In seiner Keynote teilte Gideon Ben-Zvi insbesondere seine Erfahrungen über die Herausforderungen, mit denen er bei seinen eigenen Firmengründungen konfrontiert wurde.

Aviv Venture Capital

 

 

You should never do a mistake twice.
You do it three, four or five times.“

Gideon Ben-Zvi, sechsfacher Unternehmensgründer und Venture Partner, AVIV Venture Capital

Auch die Gefahr, das erste Produkt zu früh auf den Markt zu bringen, kann den Ideengebern durchaus wertvolles Feedback für die weitere Entwicklung bringen.

The guillotine sharpens the mind.“

Die drei Erfolgsfaktoren für ein erfolgreiches Startup sind seiner Meinung nach ein zielstrebiges Management-Team, der bereits entwickelte technologische Vorteil sowie die Größe des in Angriff genommenen Gesamtmarkts. Gideon Ben-Zvi selbst arbeitet jährlich mit etwa 300 unterschiedlichen Startups und investiert durchschnittlich in zwei pro Jahr, auch hier bestimmen die genannten Erfolgsfaktoren seine Auswahl.

Autoren Dr. Matthias Hirtschulz und Julian Schultheiß
Dr. Matthias Hirtschulz ist Senior Manager bei d-fine und koordiniert alle Aktivitäten zum Thema FinTechs, Innovationen und Blockchain unter dem Label d-fine next.

Julian Schultheiß ist Senior Consultant bei d-fine im Bereich Financial Services und unterstützt verschiedene Aktivitäten im Umfeld d-fine next zu FinTechs und Blockchain.

Web next.d-fine.com Twitter @dfine_next

Die Pitches

Anschließend wurden die Geschäftsmodelle der eingeladenen Startups kurz und prägnant präsentiert, um die vertretenen Investoren von ihren Ideen zu überzeugen. Zunächst präsentierte das InsurTech Aeroplan aus Israel, wie das Unternehmen als Schnittstelle zwischen Versicherungen und Serviceanbietern innerhalb der Reise­ver­sicherungs­branche agieren möchte, um sowohl das Claim-Handling auf Versicherungsseite als auch die Servicequalität für die Versicherten zu optimieren. Das FinTech AsiaFundManagers.com wird eine Plattform über Investmentfonds im asiatischen Raum bereitstellen, damit europäische Investoren auf dieser Basis eine bessere und schnellere Auswahl an attraktiven Investments treffen können.

Auch bei dem PropTech Kensee geht es um Informationssammlung und -aufbereitung, welches als Startup eine Plattform für fundierte Investmententscheidungen im Rahmen kommerziell genutzter Immobilien entwickelt und auf Basis von Machine Learning und Big Data versucht, Marktentwicklungen im Immobilienmarkt vorherzusehen und abzuschätzen. Das FinTech EcoKraft entwickelt eine Plattform, um kleinen Erzeugern erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern Zugang zu Finanzierung zu ermöglichen.

Norma, ein koreanisches Startup, beschäftigt sich mit Cyber-Security-Technologie, um Drahtlosnetzwerke vor Hackerangriffen zu schützen. Außerdem präsentierte das Startup Adjesty seine Idee, wie Publisher und Plattformen vor ungewollter Werbung geschützt werden können. Mit Smart Mile Solutions (24/7-Zustellung von Online-Einkäufen via „PackRobots“ in urbanen Ballungsräumen) und TravelToLive (Plattform für die gemeinsame Reiseplanung) waren darüber hinaus zwei weitere Startups vertreten, welche die thematische Vielfalt der Startups zusätzlich verbreiterten.

Netzwerken darf nicht zu kurz kommen

Zum Abschluss des Abends konnte sich das Publikum mit den einzelnen Startup-Teams noch in angenehmer Atmosphäre über deren Ideen austauschen und es wird spannend sein, wie sich die Startups entwickeln werden und welche Startups und Geschäftsideen bei der nächsten Kohorte des Accelerator Frankfurt teilnehmen werden.

 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://www.it-finanzmagazin.de/?p=47620
 
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Stimmen, Durchschnitt: 4,57 von maximal 5)
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wie man mit Amazon Alexa Kfz-Schäden reguliert

Mit einer spannenden Idee rund um die Schadensmeldung bei Versicherungen hat ein Entwicklerteam von Control Expert den zweiten Preis beim Hackathon #_hackNEXT gewonnen.  m...

Schließen