ANWENDUNG1. Juli 2026

Finom AI analysiert Finanz- und Kontodaten direkt in der Banking-App

Die Abbildung zeigt drei Screenshots einer Banking-App, die Finom nutzt. Die Benutzeroberfläche präsentiert eine Tagesübersicht mit Rechnungen, Zahlungsaufforderungen und einer Funktion zur Sprachsteuerung. Die App ermöglicht eine effiziente Verwaltung von Finanzdaten.
Finom

Finom AI soll Finanzdaten der Nutzer analysieren und komplexe Finanzfragen befragen, die direkt auf dem eigenen Konto basieren würden. Die Funktion sei ab sofort für alle Kunden in ganz Europa verfügbar und markiere Finoms ersten Schritt auf dem Weg vom reinen Chat-Assistenten zum KI-Finanzpartner für KMU.

Das Tool sei direkt in die Finom-App für Web, iOS und Android integriert. Nutzer könnten ihre Finanzfragen in jeder beliebigen Sprache stellen – entweder per Text oder über ein One-Tap-Diktat, bei dem das Gesprochene in Text umgewandelt werde. Die Anbindung an das Konto erfolge über das Model Context Protocol (MCP), sodass keine Uploads, CSV-Exporte oder Middleware von Drittanbietern erforderlich seien. Dabei lege die KI bei jeder Antwort offen, auf welche Daten sie sich bezieht, sodass Kontoinhaber alle Quellen und Rechenschritte nachvollziehen und überprüfen könnten.

Entwickelt für die Kernfragen der KMU

Unternehmen stünden laut Finom (Website) immer wieder vor denselben Fragen: Was ist überfällig? Wo ist mein Geld hin? Und wie hoch ist mein verfügbares Guthaben an einem bestimmten Datum im Vergleich zu anstehenden Verpflichtungen? Ein herkömmlicher Chatbot könne zwar den Begriff Cashflow definieren, könne Gründern jedoch keine Antworten auf diese Fragen basierend auf den eigenen Zahlen liefern, weil ihm der Zugriff auf das Konto fehle. Finom AI sitze direkt im Konto und könne genau das – denn der entscheidende Unterschied liege nicht darin, wie klug das Modell ist, sondern darin, was es sehen kann.

Jede Neobank in Europa hat in diesem Jahr einen KI-Assistenten auf den Markt gebracht. Die sind nützlich, aber sie warten alle immer noch darauf, dass man sie auffordert. Wir schlagen einen anderen Weg ein: Die KI sollte nicht von außen auf dem Konto sitzen, sondern mittendrin stecken. Sie muss genau das wissen, was wir auf dem Konto sehen. So kann sie im Laufe der Zeit die Arbeit erledigen, anstatt sie nur zu beschreiben. Was wir heute launchen, ist Schritt eins – und wir sagen ganz offen, wohin die Reise als Nächstes geht.“

Andrew Petrov, CEO von Finom

Vertrauen als Teil der Architektur

Finom AI behandele Finanzprozesse aufgrund von Regulierung und Kundenanforderungen als sehr sensibel. Nutzer würden in Echtzeit darüber informiert, dass sie mit einer KI interagieren. Geschäftsdaten würden einzig dazu dienen, individuelle Antworten zu liefern. Zudem sei die Interaktion ausschließlich über authentifizierte Konten und der Zugriff auf Daten anderer Kunden strikt ausgeschlossen. Formelle Datenschutzanfragen würden dabei direkt an einen Datenschutz-Channel weitergeleitet. Jede Antwort lege zudem die zugrundeliegenden Kontodaten offen, um eine lückenlose Überprüfung zu ermöglichen. Finom AI biete keine Finanz-, Steuer-, Rechts-, Anlage- oder Versicherungsberatung und führe keine Aktion eigenständig aus: Jede Aktion, die Finanzen berührt oder Geld bewegt, erfordere zwingend die explizite Bestätigung und sichere Authentifizierung der Nutzer.

Die Lösung sei während der MVP-Phase in allen bestehenden Tarifen ohne Aufpreis enthalten. Der Rollout erfolge in Wellen in ganz Europa, mit einer breiten Verfügbarkeit im Laufe des Julis.ft

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