STUDIEN & UMFRAGEN25. September 2018

Schwerer Vorwurf: Mehrheit der IT-Abteilungen seien zu passiv, unflexibel und nicht innovativ genug

In der Wahrnehmung vieler Entscheider reagieren die IT-Abteilungen nicht ausreichend schnell auf neue Anforderungen oder scheitern darann innovative Lösungen bereitzustellen. Eine aktuelle Studie von Horváth & Partners zeige, dass sich die IT in vielen Unternehmen wandeln muss, um Gestalter und Treiber der digitalen Transformation im Unternehmen zu werden. IT-Organisationen sollen sich weniger auf den reinen IT-Betrieb konzentrieren, sondern vielmehr innovative IT-Lösungen entwickeln, die Automatisierung von Geschäftsprozessen vorantreiben und sich grundsätzlich agiler aufstellen. Ohne diese Veränderungen wird die IT nicht den wachsenden Anforderungen an eine Adaptive IT gerecht.

Wahrgenommene Fähigkeiten der IT-Abteilungen
Horváth & Partners
Die Entscheider sind sich sehr einig (96 Prozent), dass die Bedeutung der IT-Abteilungen innerhalb der Gesamtorganisation in den nächsten drei Jahren stark zunehmen wird. Aber in 77 Prozent der Unternehmen wird die IT als eine rein technische Funktion wahrgenommen. Nur jeder Zehnte sieht die IT uneingeschränkt als eine kundenorientierte Serviceorganisation.

Horváth & Partners

Nur 6 Prozent der IT-Abteilungen seien proaktiv

Ebenfalls geben lediglich 6 Prozent der Unternehmen an, dass IT-Abteilungen proaktiv Innovationen für die Fachbereiche erarbeitet werden. Des Weiteren sind nur 10 Prozent der Befragten der Meinung, dass die IT in der Lage ist, flexibel auf Anforderungen der Fachbereiche einzugehen. Deshalb überrascht es nicht, dass in 61 Prozent der Unternehmen auch die Fachbereiche IT-Lösungen erarbeiten.

Horváth & Partners

Die Studie-Ergebnisse zeigen, auch dass viele IT-Abteilungen einen erheblichen Teil der Wegstrecke noch vor sich haben, um sich von der reinen Abwicklung von IT-Projekten und der Sicherstellung eines reibungslosen IT-Betriebs zum Gestalter und Treiber der digitalen Transformation im Unternehmen zu entwickeln.

Die Adaptive IT als kundenorientierte Serviceorganisation

Auf dem Weg zu einer proaktiven IT sind die wichtigsten Handlungsfelder in einem Zeithorizont von zwei bis drei Jahren das „Business Partnering“ mit Ausrichtung auf agile Prozesse und die Orchestrierung aller IT-Aktivitäten im Unternehmen, um eine optimale Prozess-System-Unterstützung sicherzustellen. Dazu gehört die proaktive Beratung der Fachbereiche durch die IT-Abteilungen in Bezug auf deren Geschäftsprozesse und die dafür verfügbaren innovativen Technologien.

Xing

Die identifizierten Handlungsfelder zeigen auf, dass sich eine Adaptive IT dadurch auszeichnet, dass sie agil mit den Fachbereichen zusammenarbeitet und übergreifend alle IT-Aktivitäten im Unternehmen koordiniert. Dafür ist eine Integration von Fachbereich und IT und die genaue Kenntnis der Geschäftsprozesse des Unternehmens eine unbedingte Voraussetzung. Nur so kann die IT den entscheidenden Wertbeitrag in der digitalen Transformation liefern.“

Jörg Thamm, IT-Strategy – Horváth & Partners

Über die Studie

Für die Studie „Adaptive IT – Die IT-Organisation im Wandel“ wurden im Zeitraum April bis Mai 2018 von Horváth & Partners rund 190 Unternehmensentscheider in Deutschland, Österreich und der Schweiz online befragt. Die Studie kann per E-Mail bei Jörg Thamm (JThamm@horvath-partners.com) bestellt werden.

 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/78205
 
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