MEINUNG24. April 2018

Stefan Bachmann (Vorstand JDC Group) attackiert Clark: „Manches White-Label ist eher ein Fake-Label“

Die JDC-Group greift Clark an
digitalista/bigstock.com

Der Ton und Umgang innerhalb der InsurTech-Branche wird offenbar rauer. Nun startet Stefan Bachmann (Vorstand der JDC Group und Betreiber von Geld.de) einen verdeckten Angriff auf das InsurTech-Angebot von Clark. Es sei (vorsichtig – ohne einen direkten namentlichen Zusammenhang herzustellen) nicht White-Label, sondern „Fake-Label“.

Viele Banken und Versicherungen nutzten immer öfter White-Label-Produkte von Fin- oder InsurTechs, um den eigenen digitalen Vertriebskanal schneller nach vorne zu bringen. Stefan Bachmann, Vorstand der JDC Group, meint jedoch: „Manches White-Label ist eher ein Fake-Label.“

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Von White-Label kann man bei InsurTech-Angeboten selten sprechen, denn das White-Label kommt ja nur im Front-End, also direkt beim Kundenkontakt, zum Einsatz.“

Stefan Bachmann, Vorstand der JDC Group

Die gesamte Prozessstrecke – inklusive Abwicklung – müsse von einem geeigneten Kooperationspartner übernommen werden, meint er. Als Beispiel nennt es das jüngste White-Label-Angebot eines „Versicherungs-Robos“ vom InsurTech Clark. Wenn etwa eine Bank als Großkunde diesen Versicherungs-Robo in seine Bank-App einbaut, brauche Clark trotzdem einen starken Partner, der technologisch in der Lage sei, die gesamte Prozesskette von der Kundenanfrage bis zum Policen-Abschluss abzuwickeln, so der JDC-Manager.

Das bedeute aber, dass Großkunden mit dem Versicherungs-Robo von Clark letztlich den Abwicklungsprozess von einer anderen Plattform nutzen. „Und das dürfte sich auf die Marge der Großkunden negativ auswirken, denn Clark muss über seine Label-Lizenzgebühren ja auch die Dienste seines Kooperationspartners bezahlen“, mutmaßt Bachmann.

Das eigene Angebot sei besser als Clark

Einen anderen Weg würde die JDC Group mit seiner Maklertochter Jung, DMS & Cie bieten – per elektronischen Versicherungsordner ‚allesmeins‘. „Wir bieten ‚allesmeins‘ seit geraumer Zeit auch als White-Label-Version Großkunden an. Aber bei uns hat der Kunde alles aus einer Hand: Das im Kunden-Look gelabelte Front-End plus die gesamte Abwicklungstechnologie im Hintergrund“, sagt Bachmann. Man müsse also keinen Kooperationspartner extra bezahlen, wodurch die JDC-Group-Kunden mit der White-Label-Version von allesmeins einen Margenvorteil hätten.

Bachmann ist ehemaliger Google-Manager der auch Fin- und InsurTechs betreute, die mit Google zusammengearbeitet haben. Zudem ist er auch Geschäftsführer von GELD.de: „Ich sehe täglich bei GELD.de, welche Vorteile es hat, wenn die gesamte Prozesskette in einer Hand liegt und der Service durchgehend funktioniert und kontrollierbar ist“, so wirbt Bachmann.aj

 
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