ANWENDUNG17. Februar 2020

payfree: Bezahlen im Vorbeigehen – statt Warteschlange an der Kasse

„Bezahlen im Vorbeigehen“: VR Payment zeigt auf die EuroShop mit „payfree“ einen vollständig in den Einkauf integrierten Bezahlprozess – der ohne stationäre Kassen auskommt! Der einkaufende Kunde braucht lediglich eine App auf sein Smartphone zu laden, in der er sein Einkaufsbudget jeweils vorautorisiert.

payfree - bezahlen ohne Kasse ... im Vorbeigehen
VR Payment
Dass Einkaufen im Supermarkt auch ohne lästiges Anstehen an der Kasse geht, zeigt VR Payment (Website). Der Trick: Beim Verlassen des Shops werden RFID-Tags an den gekauften Waren in einer im Geschäft eingerichteten RFID-Zone automatisch gescannt und der Bezahlprozess beim Hindurchgehen ausgelöst. Eine erneute Mitwirkung des Kunden ist dazu nicht mehr nötig. Unterbrechungen beim Bezahlen oder Schlange stehen an der Kasse entfallen. Seinen Kassenbeleg erhält der Kunde digital per App oder E-Mail.

Carlos Gómez-Sáez, Vorsitzender der Geschäftsführung VR PaymentVR Payment

„Mit payfree wird die Vision Realität, dass das Bezahlen zum Hintergrundprozess des Einkaufens wird. Das haben wir für den Teil des Handels geschafft, der bereit ist, seine Waren zu taggen“, erklärt Carlos Gómez-Sáez, Vorsitzender der Geschäftsführung von VR Payment bei der Vorstellung des Produktes. Nach seinen Aussagen wendet sich payfree in einem ersten Schritt an Filialisten mit einem höherwertigen Warenangebot. „Bei diesen Unternehmen ist der RFID-Tag schon aus Logistikgründen weit verbreitet. Aber auch für Unternehmen mit niedrigeren Einzelwerten kann das Verfahren aufgrund stark degressiver Kosten für RFID-Tags interessant sein. Für das Zukunftsmodell des stationären Handels ist payfree genau der richtige Baustein“, davon ist Gómez überzeugt.

Zwei Innovationen sorgen für den Durchbruch

Möglich wird das payfree-Verfahren durch zwei technische Innovationen: Zum einen erlaubt ein neues Erkennungsverfahren das Auslesen der RFID-Tags im freien Raum. Damit ist es jetzt zum ersten Mal möglich, Produktinformationen von Waren, die sich im Korb oder der Einkaufstasche befinden, ohne physische Schleuse auszulesen und zu verarbeiten. Bisher musste dazu ein nach möglichst vielen Seiten abgeschlossener Lesebereich eingerichtet werden, um nahe aneinanderliegende Produkte zuverlässig zu erkennen. Dank der neuen Locate Tags und des patentierten Erkennungsverfahrens eines Technologiepartners von VR Payment kann jetzt auf sperrige RFID-Schleusen und RFID-Tunnel verzichtet werden. Anders als bei vergleichbaren Grab-and-Go-Ansätzen lässt sich das Verfahren flexibel und bedarfsindividuell in bestehende Store-Konzepte integrieren.

Unser Ziel war es, Kunden mit einem extrem schnellen und komfortablen Check-out-Erlebnis für den Einkauf im Einzelhandel zu begeistern.“

Nils Bergmann, Co-Entwickler BMS Consulting

VR Payment

Eine weitere Entwicklung senkt mögliche Nutzungsbarrieren für payfree. Bisher sind RFID-Tags in der Herstellung relativ teuer (3-5 Cent/Stück + aktuell noch rund 10% für die notwendige Technologieanpassung) und lohnen sich nur für höherpreisige Waren. Zwar erwartet man, dass die Preise für die Tags sich in den nächsten drei bis vier Jahren halbieren werden, aber auch dann wären sie noch nicht im eigentlichen Sinne massentauglich. Aber: Durch ein neuartiges Verfahren des Technologiepartners, bei dem die RFID-Technik auf Basis von Nanotechnologie gedruckt werden kann, ließen sich die Preise weiter senken. Damit werde payfree für nahezu jede Sortimentszusammensetzung attraktiv.

Innovationspartnerschaft von VR Payment und BMS Consulting wird intensiviert

Entwickelt wurde payfree von VR Payment gemeinsam mit der Düsseldorfer BMS Consulting. Das Unternehmen ist ein Software-Entwickler der Finanzbranche und pflegt seit langem eine intensive Zusammenarbeit mit der genossenschaftlichen FinanzGruppe. In einer langfristigen Kooperation haben die Partner das Technologiewissen von BMS mit der Payment-Expertise von VR Payment zusammengeführt:

Wir haben mit payfree ein erstes Beispiel für die Entwicklung von Bezahlprodukten der nächsten Generation geschaffen. Wir zeigen damit, in welche Richtung die Entwicklung geht. Diesen Weg wollen wir gemeinsam fortsetzen.“

Nino Raddao, Partner BMS Consulting

Neben dem neuartigen und verbesserten Kundenerlebnis beschert payfree den Handelsunternehmen auch handfeste Effizienzgewinne und Kostenvorteile: So kann sowohl die Kasseninfrastruktur als auch das eingesetzte Kassenpersonal reduziert werden. Damit wird wertvolle Zeit gewonnen, die für die Kundenberatung und das aktive Verkaufen eingesetzt werden kann. „Wir sorgen dafür, dass sich die Mitarbeiter unserer Kunden auf das konzentrieren können, was die eigentliche Wertschöpfung im Handel ausmacht: Das Eingehen auf den Kunden und seine Bedürfnisse. Das Spüren, was er braucht und begehrt. Ihm genau das anzubieten, was ihn glücklich macht“, unterstreicht VR Payment Chef Gómez.

Auf der Messe wird aktuell der Prototyp vorgestellt – die erste Pilotierung werde in wenigen Wochen starten und dann im praktischen Einsatz über den Sommer getestet.aj

 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/101313 
 
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (12 Stimmen, Durchschnitt: 3,83 von maximal 5)
Loading...

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schlusspunkt nach drei Jahren Migration der norddeutschen Volks- und Raiffeisenbanken

Mit der Umstellung der letzten Banken von bank21 auf agree21 (ehem. agree) setzte die Fiducia & GAD IT nun gegen Ende 2019 den Schlusspunkt unter...

Schließen