Diebold Nixdorf - Vertriebseffizienzanalyse - Das Ende vom Prinzip Zufall
ONLINE PAYMENT2. September 2015

Sparkassen & Paydirekt:
Viel Wirbel um Sicherheit und Startzeitpunkt

DSGV
Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und GiroverbandesDSGV
Der Impulsvortag von DSGV-Präsident Georg Fahrenschon schlug im Netz hohe Wellen: Im Kern fasste Fahrenschon bei der 15. Jahres­tagung „Banken im Umbruch“ die Situation der Sparkassen und der Finanzwirtschaft treffend zusammen. Nur zwei Äußerungen zu Paydirekt erregten in den sozialen Netzwerken viel Aufsehen. IT Finanzmagazin hat nachgefragt.

Eigentlich war es eine runde Zusammenfassung, die Georg Fahrenschon heute bei der „Banken im Umbruch“-Jahrestagung hielt (hier zum Nachlesen) – wären da nicht zwei Formulierungen zu Paydirekt, die auf Twitter & co Zweifel am neuen Bezahlsystem geschürt hätten:

„Wir legen dabei allergröß­ten Wert auf Si­cherheit und Qualität. De­shalb müs­sen die neus­ten Verschlüsselungs­tech­no­logi­en ein­gesetzt und umfang­reich ge­testet wer­den – auch um den Preis, dass das Zeit kostet. De­shalb ra­ten wir dazu, in diesem Jahr zu­nächst die be­reits fertigen Anwendun­gen umfang­reich mit Mit­arbeitern und ein­zelnen In­sti­tu­ten zu tes­ten.“

Twitter
Twitter

Heißt das nun, dass paydirekt in der jetzigen Form für die Sparkassen nicht sicher genug scheint?

Dazu der Pressesprecher des DSGV: „Herr Fahrenschon hat in seiner Rede darauf hingewiesen, dass die Systeme erst ausreichend auf ihre Sicherheit (und Stabilität) getestet werden müssen. Dies haben wir auch stets so kommuniziert. Da die Sparkassen bekanntlich erst später als die anderen Gruppen entschieden haben, sich an paydirekt zu beteiligen, haben wir einen gewissen zeitlichen Rückstand abzuarbeiten. Dies soll jetzt in der Testphase erfolgen, die bei den Sparkassen im Herbst beginnt.“

Die Verzögerung sind also nicht auf weitere Sicherheitsanforderungen der Sparkassen an Paydirekt zurückzuführen?

„Es gibt keinen Zweifel an der Sicherheit von paydirekt. Die Sparkassen testen – wie alle anderen Banken auch – die Sicherheit und Belastbarkeit des Systems in der angekündigten Testphase. Das hat nichts mit Sicherheitsbedenken zu tun, sondern entspricht der angekündigten Vorgehensweise.
Die Empfehlung an die Institute, zu testen, richtet sich an die Sparkassen. Unter unseren 415 Instituten befinden sich ja auch so genannte Eigenanwender, die nicht die zentralen IT-Plattformen verwenden. Aus technischer Sicht haben wir also in der Tat einen höheren Aufwand als bspw. in einem Konzern mit einheitlicher IT-Struktur.“

Der Paydirekt-Start der Sparkassen 

Außerdem äußerte sich Georg Fahrenschon zum Startzeitpunkt der Sparkassen: „Jetzt stehen wir zum gemeinsamen Antritt der deutschen Kreditwirtschaft. Klar ist aber auch: Entscheidend für den Erfolg ist die Mitwirkung der Sparkassen mit ihren 34 Mio. Privatgirokonten. Angesichts der Marktverteilung geht es los, wenn wir mitmachen!“

Bezüglich des Zeitplans stellt der DSGV klar: „Wir werden nur ein System in den Markt einführen, das umfassende Tests bestanden hat. Diese werden wir noch 2015 durchführen. Für unsere Kunden ist eine Produkteinführung spätestens im Frühsommer 2016 zu erwarten. Wie schon erwähnt, startet jede Gruppe zu einem anderen Zeitpunkt, es gibt für paydirekt also nicht einen Startpunkt für alle.aj

 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://www.it-finanzmagazin.de/?p=18934
 
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Stimmen, Durchschnitt: 3,71 von maximal 5)
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Gooßens teilt DSGV-Kurs nicht mehr

Lud­ger Gooßens war seit April 2013 Ge­schäftsfüh­r­en­des Vor­standsmit­glied des Deut­schen Sparkas­sen- und Gi­rover­ban­des un­d ver­antwortlich für den Ge­schäftsführungs­be­reich Markt-, Betriebs- und Perso­nalstra­tegie. Noch im März erklär­te...

Schließen