Wero macht digitalem Euro Konkurrenz – Bundesbank bittet um Kooperation
Für mehr europäische Unabhängigkeit beim digitalen Bezahlen sollten aus Sicht der Bundesbank (Website) die europäische Paypal-Alternative Wero und der digitale Euro miteinander verzahnt werden.

Bundesbank/ Foto: Alexandra-Lechner
Denkbar wäre beispielsweise, den digitalen Euro in die Wero Wallet zu integrieren. Das könnte die Reichweite europäischer Zahlungsangebote erhöhen und dazu beitragen, dass neue Lösungen nicht nebeneinanderstehen, sondern nahtlos zusammenwirken.“
Lutz Lienenkämper, Bundesbank-Vorstand
Noch Luft nach oben bei Wero
Nach jüngsten Angaben gibt es bislang 57 Millionen registrierte Wero-Nutzer in Belgien, Frankreich und Deutschland. An der Einführung in den Niederlanden, Luxemburg und Österreich wird gearbeitet. Noch habe Wero auch hierzulande das Potenzial nicht ausgeschöpft, stellte Lienenkämper fest. „Der Markthochlauf bleibt daher eine Aufgabe, die mit Nachdruck verfolgt werden muss.“
Braucht es zusätzlich einen digitalen Euro?
Dass die Europäische Zentralbank (EZB) parallel seit Jahren an einem digitalen Euro als Alternative zum Bargeld arbeitet, finden Kritiker auch angesichts der Kosten fragwürdig. Mit einem digitalen Euro wollen die Euro-Notenbanken privaten Anbietern, primär aus den USA wie Paypal, Mastercard und Visa, die derzeit den Markt für digitale Zahlungen in Europa dominieren, ein europäisches Angebot entgegensetzen.
Angepeilt ist die Einführung des digitalen Euro für 2029.
Der digitale Euro sei wichtig, sagte Lienenkämper: „Ein digitaler Euro ist Zentralbankgeld für den digitalen Raum: allgemein zugänglich, sicher, europäisch und mit hohem Datenschutz – als Ergänzung zu privaten Zahlungslösungen und auch zum Bargeld, nicht aber als deren Ersatz.“dpa
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