STUDIEN & UMFRAGEN6. Dezember 2017

BS PAYONE/Statista-Studie: Black Friday hebt mit 32 Prozent Wachstum ab – PayPal ist uneinholbar

BS Payone/ Statista

Am Black Friday füllten die Deutschen ihre Warenkörbe voller denn je, sowohl online als auch am POS. Allein an diesem 24. November stürmten sie Online-Shops und Geschäfte und sorgten für einen Rekordumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. PayPal liegt dabei mit über 35 Prozent Marktanteil uneinholbar an der Spitze. Das zeigt die aktuelle Studie von BS PAYONE und Statista rund ums Shopping zur Weihnachtszeit.

Im Vergleich zum Vorjahr (hier mehr…) entspricht das einem satten Umsatzplus von mehr als 32 Prozent im Vergleich zum bereits starken Vorjahr (2016 zu 2015: 11-prozentige Steigerung).

Die Studie basiert auf anonymisierten Transaktionsdaten von BS PAYONE aus E-Commerce und stationärem Einzelhandel. Im Zusammenspiel mit aktuellen Marktdaten des HDE und des Statistischen Bundesamts können in diesem Zusammenhang aussagekräftige Prognosen abgeleitet werden. Diese bringen mit den aktuellen Daten der BS PAYONE Studie frohe Kunde: Der Handel darf sich im Weihnachtsgeschäft mit einem weiteren Umsatzhöchststand von 57,05 Milliarden Euro (+2,6 Prozent) über Rekordumsätze freuen. Mit einem weiteren Peak ist zumindest im E-Commerce nach dem starken Aktionswochenende rund um Black Friday nicht mehr zu rechnen. Im stationären Handel deutet alles auf den 16. Dezember, den vorletzten Samstag vor Weihnachten, als größten Umsatzbringer hin.

Bequeme Zahlungsarten weiter auf dem Vormarsch

Warum kompliziert statt komfortabel? Das denken offenbar viele Online-Shopper und zahlen bevorzugt mit Wallets – das heißt PayPal.“

35,64 Prozent des Online-Umsatzes im Weihnachtsgeschäft und damit 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch paydirekt kam zum Einsatz – aber die Zahlen werden leider nach wie vor nicht kommuniziert.

Mit großem Abstand folgt die Kreditkarte mit 17 Prozent1 (-0,9 Prozent). Genau wie diese verlieren auch andere „klassische“ Zahlungsmittel im E-Commerce langsam aber sicher an Bedeutung.

Per Rechnung zahlen nur noch 6,6 Prozent (-0,5 Prozent), und die kundenunfreundliche Vorkasse nutzen noch 3 Prozent (+0,7 Prozent). Online-Überweisungsdienste wie Sofortüberweisung kommen mit 4 Prozent (-0,4 Prozent) ebenfalls eher selten zum Einsatz. Per Nachnahme an der Haustür zahlt statistisch sogar niemand mehr.“

Anders die Lage im stationären Handel: Während die girocard auf hohem Niveau stagniert (von 77,9 auf 75 Prozent), können in diesem Bereich die Kreditkarten leicht zulegen (von 22,1 auf 25 Prozent). In diesem Sektor baut VISA seinen Status als Nummer eins mit 12,5 Prozent (+2,1 Prozent) weiter aus. Es folgen Mastercard mit 10,2 Prozent (+0,6 Prozent) und Maestro mit 2,3 Prozent (keine Änderung). Auch wenn ein leichter Trend zur Kreditkarte erkennbar ist, setzen die Menschen im stationären Handel weiterhin am stärksten auf die girocard.

Frauen kaufen häufiger online – Männer bringen mehr Umsatz

Die Deutschen haben im Jahr 2017 weiterhin die Spendierhosen an: Der Umsatz im stationären Handel legt mit 42,86 Milliarden Euro spürbar zu (+3,7 Prozent), im E-Commerce hält er mit 14,19 Milliarden Euro knapp das Niveau des Vorjahrs (–0,8 Prozent). Der durchschnittliche Einkaufswert steigt dabei online von 68,22 auf 70,35 Euro.

Auffällig dabei: Der Anteil an Frauen beim Onlineshopping ist mit 58,5 Prozent zwar signifikant höher (Männer: 41,5 Prozent), dafür geben Männer pro Einkauf deutlich mehr aus.“

Während die durchschnittliche Rechnungssumme beim starken Geschlecht immerhin 78,42 Euro beträgt, zeigt sich die Weiblichkeit mit 64,63 Euro genügsamer. Interessant auch die regionalen Unterschiede: Die Bayern lassen sich nicht lumpen und füllen ihre digitalen Warenkörbe in der Weihnachtszeit pro Einkauf im Schnitt mit Produkten im Wert von 85,64 Euro. Die wahren „Schwaben“ sind dagegen die Sachsen und Thüringer aus dem Postleitzahlengebiet „0“ mit lediglich 63,44 Euro pro Online-Einkauf.

Besonders hohe Retourenquote im Postweihnachtsgeschäft

Erstmals untersuchten BS PAYONE und Statista rückblickend auch die Retourenquote im Online-Handel im Weihnachtsgeschäft 2016 – und machten eine interessante Beobachtung: Vor allem Produkte, die zwischen dem 27. und 29. Dezember erworben wurden, gingen auffällig oft zurück zum Händler – rund dreimal häufiger als üblich. Auch am 18. Dezember gekaufte Ware wird auffällig oft retourniert. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Kurzschlusskäufe kurz vor Weihnachten? Oder Gutscheine und Bargeld unterm Weihnachtsbaum, die unüberlegt ausgegeben wurden?

Payone

Diese und andere Aspekte wird die nächstjährige BS PAYONE Weihnachtsstudie untersuchen, die vierte ihrer Art. Jetzt sind wir gespannt auf die Ergebnisse aus dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft“

John Alexander Rehmann, Head of Marketing & Communication PS PAYONE

Die komplette BS PAYONE Weihnachtstudie 2017 wird Mitte Januar 2018 erscheinen.

 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://www.it-finanzmagazin.de/?p=61808
 
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