STUDIEN & UMFRAGEN28. Mai 2019

Crealogix: Mobile-only-Banken werden zur Bedrohung für etablierte Häuser – 45% bereit zu wechseln

Yuliya_P / Bigstock

In Deutschland denken immerhin knapp 45 Prozent der Bankkunden darüber nach, in den nächsten 12 Monaten ein Konto bei einer der  Mobile-only-Banken zu eröffnen. Für die etablierten Banken sollte daher Mobile Banking als möglicher Gamechanger ganz oben auf der Agenda stehen. Denn das mobile Endgerät – meistens ein Smartphone, in einigen Fällen aber auch ein Tablet – zählt zu den persönlichsten IT-Geräten und bietet gerade Banken gute Gelegenheiten und Ansätze, mit dem Kunden über Geld zu sprechen.

Etablierte Kreditinstitute in Deutschland und in der Schweiz riskieren zunehmen, Kunden an neue Anbieter mit einem attraktiveren Mobile-Banking-Angebot zu verlieren, wenn sie nicht mit eigenen überzeugenden mobilen Services dagegenhalten. Das ist das wichtigste Ergebnis einer aktuellen Bankkundenbefragung im Auftrag des Digital-Banking-Softwareanbieters Crealogix. Dabei wurden für die Bankkundenbefragung 2019 vom Marktforschungsinstitut Censuswide jeweils rund 750 Bankkunden in Deutschland und der Schweiz nach ihren Vorlieben und Befindlichkeiten befragt.

Crealogix

Ein wichtiges Resultat der Studie: 61,6 Prozent der befragten Bankkunden bezweifeln, dass ihre bestehende Bank ihren digitalen Bedürfnissen genügt – und das über alle Altersgruppen und Grade an Digitalaffinität hinweg. Nur 31,4 Prozent sind voll und ganz zufrieden mit ihrem aktuellen Mobile Banking – und knapp sieben von zehn (68,7 Prozent) der Befragten wären bereit, für ein verbessertes Mobile-Banking-Erlebnis ein neues Konto zu eröffnen.

Mobile-only-Banken als Challenger-Banken auf dem Vormarsch

In diese Lücke stoßen seit einigen Jahren die sogenannten Challenger-Banken – neue digitale Anbieter wie N26, Moneyou, Fidor Bank oder auch Angebote wie Yomo von den Sparkassen, die ihre digital-affinen Kunden mit einem nutzerfreundlichen Mobile-only- oder zumindest Mobile-first-Ansatz, einem schnellen und unkomplizierten Kontoeröffnungsprozess oder einer ganzheitlichen Verwaltung aller Konten und Ausgaben in nur einer App überzeugen. Gerade der Kontoeröffnungsprozess über Dienstleister wie WebID oder IDnow, ohne dass der Kunde ein Postident-Verfahren durchlaufen muss oder sich in eine Bankfiliale begeben muss, ist hier ein entscheidender Vorteil.

Diese neuen Anbieter setzen wichtige Trends, die von den etablierten Instituten nicht außer Acht gelassen werden dürfen und auf die sie mit einer Weiterentwicklung ihrer Banking-Apps reagieren müssen.“

Maryam Danesh-Kajouri, Global Head of Product Marketing Crealogix

40 Prozent der Kunden kennen eine Challenger-Bank

Crealogix

Die Bankkundenbefragung von Crealogix hat außerdem ergeben, dass knapp vier von zehn (38,5 Prozent) der Befragten mindestens eine der marktführenden Challenger-Banken kennen – und das, obwohl viele der Anbieter erst seit kurzer Zeit am Markt sind. In Deutschland spielen zudem 44,7 Prozent der Befragten mit dem Gedanken, innerhalb der nächsten zwölf Monate ein Konto bei einer Mobile-only-Bank zu eröffnen.

Der längst fällige Weckruf der Challenger-Banken, Mobile Banking konsequent vom Kunden her zu denken, geht alle Institute an und fordert dazu auf, das Banking der Zukunft neu zu definieren.“

Maryam Danesh-Kajouri, Global Head of Product Marketing Crealogix

Die Crealogix-Studie „Convenience first: Wie Challenger-Banken Lust auf Mobile Banking machen“ kann kostenlos heruntergeladen werden.tw

 
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