FINTECH4. März 2019

PropTechs sind die neuen FinTechs

Die Investitionen von Venture Capital in deutsche FinTechs haben zuletzt etwas abgenommen. Die FinTech-Investoren steigen inzwischen verstärkt bei PropTechs ein und sorgen derzeit für einen anhaltenden Boom in diesem Segment. Die Immobilienbranche bietet ihnen lukrative und immer höhere Investitionsmöglichkeiten. Auch die Deutsche Bank ist mit einem Millioneninvestment beim Hamburger PropTech HAUSGOLD mit dabei.

PropTechs vereinen die klassischen Geschäftsmodelle des Immobilienmarktes mit der digitalen Welt. Mithilfe von technologischen Entwicklungen können viele Dienstleistungen zeitsparend und transparent online abgewickelt werden. Mittlerweile gibt es bereits mehr als 300 PropTech-Unternehmen in Deutschland – Tendenz weiter steigend.

HAUSGOLD

PropTechs sind die FinTechs von heute! Das Wachstumspotenzial des digitalisierten Immobilienmarktes ist riesig. Kein Wunder, dass jetzt auch Banken an technologischen Entwicklungen in der Branche interessiert sind.“

Sebastian Wagner, Gründer und Geschäftsführer von HAUSGOLD

Laut Savills World Research ist der weltweite Immobilienmarkt etwa 200 Billionen Euro groß. In Deutschland gehört die Immobilienwirtschaft zu einem der größten Wirtschaftszweige und macht etwa 18% der Bruttowertschöpfung aus. Daher ist auch das Online-Geschäft der Immobilienbranche besonders verlockend für Investoren. Die Nachfrage nach Immobilien ist 2019 weiterhin sehr stark. Auch die Immobilienpreise werden laut Preisindex des Statistischen Bundesamtes im Umfeld der Niedrigzinsen in diesem Jahr ein neues Rekordhoch erreichen.

Im FinTech-Bereich erkannten viele Investoren das Wachstumspotenzial von Innovationen wie Crowdfunding oder mobilen Bezahlsystemen. Aus einigen solcher Startups sind heute erfolgreiche Finanzunternehmen geworden – mit der Folge, dass das Venture Capital in deutsche FinTechs heute abnimmt. Nach der Digitalisierung der Finanzbranche erkennen immer mehr FinTech-Investoren das Potenzial eines digitalisierten Immobilenmarktes. Sie setzen jetzt auf den Aufbau von PropTechs.

Das Immobiliengeschäft ist für Finanzdienstleister ein lukratives Investment. Ein Immobilienkauf und -verkauf stellt ein großes Cash-Event dar und ist für alle Beteiligten mit einer hohen Transaktion verbunden. 80% des Vermögens eines Immobilienbesitzers liegen in der Immobilie selbst.

So investieren immer häufiger auch Banken in PropTechs. Ein Beispiel dafür ist das Millioneninvestment der Deutschen Bank in das Anfang 2014 von Sebastian Wagner gegründete PropTech-Unternehmen HAUSGOLD. Neben des schnellen Wachstums des Startups hat die Investoren vor allem das digitale Plattformmodell von HAUSGOLD überzeugt. Durch ein unabhängiges Makler-Netzwerk wird sichergestellt, dass der passende Makler für den Verkäufer und seine Immobilie ausgewählt wird – ein Service, welchen die Deutsche Bank nun auch ihren eigenen Kunden anbietet und damit den Zeitgeist trifft. Außer bei den Banken nimmt auch bei Versicherungen das Interesse an PropTechs immer weiter zu.pp

 
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