PRODUKTE3. Mai 2018

Six Payment Services sorgt mit KI-Tool für Schutz vor Betrug

Roger Niederer, Head Merchant Services bei SIX Payment ServicesSIX Payment Services

Den Handel vor Zahlungsausfällen schützen, Ärger für die Dienstleister minimieren und gleichzeitig die ehrlichen Kunden nicht vor den Kopf stoßen. Diese Anforderungen unter einen Hut zu bringen, mutet oft wie eine Quadratur des Kreises an. Six Payment Services hat jetzt zusammen mit dem deutsch-israelischen Start-up Fraugster eine Lösung namens Fraud Free vorgestellt, die all das zu leisten verspricht – und noch dazu als Teil der Saferpay-Lösung von Six quasi „on the fly“ für den Händler einzubinden ist. 

Weltweit sehen Händler im Anstieg von Betrug – sowohl in Bezug auf die Häufigkeit als auch die dahinter stehende Raffiniertheit – eine ihrer größten Herausforderungen. Kaum verwunderlich: In der gesamten Branche machen die durch Betrug verursachten Verluste 1,5 Prozent des Jahresumsatzes oder 29 Mrd. US-Dollar aus. Diese Verluste sorgen nicht nur für Ärger unter den Händlern, sondern binden auch Kräfte bei den Payment-Dienstleistern und Banken.

Doch strengere Regeln zur Unterbindung verdächtiger Transaktionen sind ein Lösungsansatz, der nach hinten losgehen kann, etwa wenn der Kunde deswegen nicht zum Kaufabschluss kommt und die Customer Journey kurz vor dem Ziel in der virtuellen Kassenzone beendet wird: Sechs von zehn Kunden gaben an, sie würden nie wieder bei einem Händler kaufen, der ihre Transaktionen blockiert hat. Wo die meisten Zahlungsdienstleister noch herkömmliche, integrierte Mechanismen zur Missbrauchsbekämpfung verwenden, führt Six Payment Services nun ein Produkt ein, das auf dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) beruht.

„Wir helfen unseren Händlern dabei, durch Betrug verursachte Kosten zu minimieren und Umsätze zu maximieren“, fasst Roger Niederer zusammen, Head Merchant Services von Six Payment Services. Fraud Free von Six soll dabei das Spektrum der Mehrwertdienste ergänzen.

Wenn Händler ihre Transaktionen ‚versichern‘, müssen sie sich weniger um Betrug und Chargebacks sorgen, da Fraugster für diese Transaktionen haftet. Zudem führt eine Reduzierung der Ablehnungsrate von nicht-betrügerischen Transaktionen zu einer deutlich höheren Conversion Rate (Kaufabschlussrate), wodurch eine Umsatzsteigerung um bis zu 15 Prozent möglich ist.“

Roger Niederer, Head Merchant Services von SIX Payment Services

Für Fraud Free arbeitet Six Payment Services mit Fraugster zusammen, dem deutsch-israelischen Start-up im Bereich Zahlungssicherheit. Die hochentwickelte Lösung verwendet KI und kombiniert so die Denkprozesse menschlicher Analytiker mit maschineller Skalierbarkeit. Neue Betrugsmuster werden in Echtzeit und noch während sie entstehen identifiziert.

Dadurch ist es nach Angaben des Unternehmens möglich, Betrugsfälle mit hoher Wahrscheinlichkeit zu entdecken, bevor sie Händlern Schaden zufügen können. Präzise Entscheidungen in nur 15 Millisekunden stellen eine höchstmögliche Conversion Rate für Händler sicher. Chargeback-Quoten gehen sofort zurück und sorgen für niedrigere Kosten im Betrieb. Darüber hinaus benötigen Händler keinerlei technische Integration, um Fraud Fee zu verwenden, da es nahtlos in die E-Commerce Lösung Saferpay von Six integriert ist.

Betrugsversicherung durch die Munich Re

Händler, die sich für Fraud Free von Six entscheiden, sind durch Fraugster bei jedem von Fraugster akzeptierten Zahlungsvorgang komplett abgesichert. Folglich beeinflussen Betrugsfälle nicht mehr die Gewinnmarge von Händlern – Fraugster kommt auch für etwaige Verluste auf. Als Rückversicherer dient dabei die Munich Re. „Wir freuen uns, einen europaweiten Zahlungsdienstleister zu unterstützen, der über eine solch breite Kundenbasis im Einzelhandel verfügt. Verzögerte oder erschwerte Zahlungsvorgänge und frustrierte Kunden gehören der Vergangenheit an“, erklärt Max Laemmle, CEO von Fraugster.

karenroach/bigstock.com

Dabei steht Fraud Free den E-Commerce-Kunden von Six Payment Services ohne größeren Aufwand direkt zur Verfügung. Händler können so innerhalb weniger Tage den Service für ihren Webshop oder ihre Dienstleistungen integrieren – als integrierten Bestandteil der Zahlungsabwicklung mit Saferpay. Sobald ein Kunde in einem Webshop die Kaufentscheidung getroffen hat, wird eine Datensammlung, also Informationen zum Karteninhaber, dem Gerät und der Einkaufskategorie über Saferpay an Fraud Free gesendet.

Fraud-Free reichert jede Transaktion mit tausenden zusätzlichen Datenpunkten an. Die KI-Engine analysiert Verhaltensmuster und stellt fest, ob eine Transaktion betrügerisch ist. Das Ergebnis ist eine hochpräzise Entscheidung, die zur unmittelbaren Autorisierung an Saferpay zurückgemeldet wird – mit von Fraugster garantierter Genauigkeit. Falls gewünscht, können abgelehnte Transaktionen an ein Backup-Autorisierungssystem wie 3DS weitergeleitet werden. Selbstverständlich ist Fraud Free PCI-DSS zertifiziert und erfüllt alle Anforderungen nach GDPR. tw

 
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