STUDIEN & UMFRAGEN12. Sep. 2016

ibi-Studie zu Interbanken­entgelten(MIF): Kreditkarte ist jetzt das günstigste Verfahren bei Online-Zahlungen

ibi research
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ibi research (Regensburg) hat sich in der Studie „Gesamtkosten von Zahlungsverfahren im E-Commerce – August 2016: Ergebnisse zu den Kosten von Kreditkarten nach der MIF-Verordnung“ mit der Frage beschäftigt, in welchem Umfang sich die Regulierung in einer Senkung der Gesamtkosten bei der Kreditkartenzahlung im deutschen Online-Handel niederschlägt. Mit ernüchternden Ergebnissen.

Die seit Dezember 2015 in Kraft getretene Regulierung der Interbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge (sogenannte „MIF-Verordnung“; MIF = Multilateral Interchange Fee) begrenzt die Entgelte für Issuer bei Kreditkartenzahlungen. Dadurch ergeben sich für Händler deutlich geringere direkte Kosten für die Akzeptanz von Kreditkarten.

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ibi research hat die Entwicklung untersucht und in der aktuellen Studie festgehalten – die wichtigen Ergebnisse sind:

1. Deutlicher Rückgang der Gesamtkosten bei Kreditkarten
Durch die MIF-Verordnung sind die direkten Kreditkartenkosten bei Händlern insgesamt deutlich gesunken. Obwohl neben der Zwangssenkung auch weitere Anpassungen bei Gebühren für Zusatz- oder Sonderleistungen durchgeführt wurden, sind die gesamten Kreditkartenkosten für den Händler deutlich niedriger als vor der MIF-Verordnung. Im durchschnittlichen Basisfall der Studie gingen die Gesamtkosten – unter Einbezug aller indirekten Kostenbestandteile – von 4,42 auf 2,94 Prozent des Umsatzes zurück.
2. Die Zahlung per Kreditkarte ist jetzt eines der günstigsten Zahlungsverfahren im Online-Handel – zusammen mit SOFORT-Überweisung
Die Kreditkarte ist damit nun das günstigste Verfahren, wenn nur die direkten Kosten betrachtet werden. Berücksichtigt man die gesamten Kosten, ist sie das zweitgünstigste Verfahren nach der SOFORT-Überweisung. Die gesamten Kosten sanken um 33 Prozent, die direkten Kosten sogar um 62 Prozent im Vergleich zur Situation vor der Regulierung. Die Höhe der Kostenreduktion ist dabei im Einzelfall unter anderem von der Umsatzhöhe und der Branche eines Unternehmens abhängig.

3. Die Auswirkungen der Regulierung schlagen sich nur langsam in Kostenreduktion nieder
Insbesondere bei Händlern mit noch nicht angepassten Kreditkartenakzeptanzverträgen, die auf einer sogenannten Blended Fee basieren, bei der die Interbankenentgelte nicht einzeln ausgewiesen werden, wirkt sich die MIF-Regulierung mit zeitlicher Verzögerung aus.
Die vollständige Studie können Sie hier kostenlos herunterladen: Gesamtkosten von Zahlungsverfahren im E-Commerce – August 2016: Ergebnisse zu den Kosten von Kreditkarten nach der MIF-Verordnung.
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=36422
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