INITIATIVE UND PILOTPROJEKT 201611. Dez. 2015

SWIFT: Grenzüberschreitende Zahlungen sollen deutlich schneller, transparenter und berechenbarer werden

MaxBorovkov/bigstoc.comk
MaxBorovkov/bigstoc.comk

SWIFT kündigte die „Global payments innovation initiative“ an – ein Innovations-Vorstoß für den globa­len Zahlungs­verkehr, mit dem Kun­den im Korre­spon­denzbankge­schäft ei­ne „grundlegen­de Ver­bes­serung durch Stei­gerung der Schnelligkeit, Trans­pa­renz und Be­re­chenbarkeit grenz­über­schrei­ten­­der Zahlun­gen“ bekommen sollen. Die Initiative sei gemeinsam mit der Finanzindustrie entwickelt worden und konzentriere sich zunächst auf einen Business-to-Business-Zahlungsdienst.
Das Pilotprojekt startet bereits Anfang 2016.

SWIFT
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Der neue Service  sei auf die Bedürfnisse der Endkunden zugeschnitten, jedoch ohne die Fähigkeiten der Banken zur Erfüllung ihrer Compliance-Pflichten sowie zur Befolgung ihrer Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiko-Anforderungen zu beeinträchtigen. Damit erhalten Unternehmen unmittelbar von ihren Banken einen verbesserten Zahlungsdienst mit den folgenden Haupteigenschaften:

1. Taggleiche Nutzung der Gelder
2. Transparenz und Berechenbarkeit der Kosten
3.  ‚End-to-End‘-Nachverfolgung von Zahlungen
4. Übermittlung umfassender Zahlungsinformationen.

Der neue Service werde auf der globalen SWIFT-Plattform abgewickelt. Die Beteiligung daran steht jedem beaufsichtigten Finanzinstitut offen, das SWIFT-Mitglied ist und die Geschäft­sordnungs­regeln beachtet. Die Leistung zwischen den Banken werden auf der Grundlage der Geschäftsordnungsregeln (Business Rules) betrieben, die in multilateralen “Service Level Agreements” (SLAs) zwischen den teilnehmenden Banken festgelegt sind.

Gottfried Leibbrandt, CEO der SWIFTSWIFT
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Im Korrespondenzbankgeschäft wird die Industrie tagaus, tagein millionenfach mit grenzüberschreitenden Zahlungen versorgt. Mit der Innovations-Initiative im globalen Zahlungsverkehr bauen wir auf diese Stärken und bieten den Banken präzise zugeschnittene Cross-Border-Zahlungsdienste, die ihren Endkunden echte Vorteile verschaffen. Dies ist ein entscheidender Innovationsfortschritt im Auslandszahlungsverkehr.”

Gottfried Leibbrandt, SWIFT CEO

Startschuss für eine Reihe von Weiterentwicklungen

Im Anschluss an das Pilotprojekt, das auf grenzüberschreitende Zahlungen für Unternehmen konzentriert ist, hat SWIFT sich zum Ziel gesetzt, weitere Innovationen mit ein zu beziehen und neue Technologien zum Bestandteil der Innovations-Initiative im globalen Zahlungsverkehr zu machen. SWIFT arbeitet hierzu mit der Industrie zusammen, um zusätzliche SLAs zu definieren, die auch auf andere Kundengruppen zugeschnitten sind. Damit sollen die Kosten noch weiter gesenkt und Reibungen vermindert werden, die bei Auslandszahlungen aufgrund von Compliance- und Liquiditätsfragen sowie von Bedenken wegen der Prozesseffizienz entstehen können.

Wim RaymaekersSWIFT
Wim RaymaekersSWIFT

Wim Raymaekers, Head of Banking Markets bei SWIFT: “Die Initiative ist ein wichtiger erster Schritt, um Innovation im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr voranzutreiben. Ein Bestandteil der Initiative wird die kontinuierliche Entwicklung weiterer neuer und verbesserter Services sein. Dabei greifen wir zurück auf die Innotribe-Initiative von SWIFT, um die FinTech-Community stärker einzubinden und den Einsatz von Innovationen wie etwa das Status-Tracking von Realtime-Zahlungen, die Nutzung des Peer-to-Peer-Datentransfers und der Blockchain-Technologie zu untersuchen.”

Das Pilotprojekt für die neue Initiative soll bereits Anfang 2016 starten – weitere Informationen zum Beitritt in diese Initiative finden Sie hier.

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=23939
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