P2P-PAMENT-ANWENDUNG11. Januar 2017

Bayr. Genos ziehen Lendstar-P2P der Fiducia-Variante vor – Interview mit VV VR-Bank München-Land & -Süd

Heinz Schneider, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank München-Süd024 S. Pöhlmann Photography/Raiffeisenbank München-Süd

P2P-Payment-Anbieter Lendstar hat 10 Bankpartner – nun kommen (trotz der neuen P2P-Lösung der Genossenschaften) zwei weitere hinzu. Warum steigen Banken in die Lendstar-Lösung ein? Von ihren bisherigen Erfahrungen berichten Anton Lautenbacher, Vorstandsvorsitzender der VR Bank München-Land und Heinz Schneider, Vorstands­vorsitzender der Raiffeisenbank München-Süd. Ein spannender Dissens.

Welche Herausforderungen sehen Sie in Sachen Digitalisierung in den nächsten Jahren auf Ihre Banken zukommen?

Schneider:  Über die traditionellen Wege heute noch junge Kunden zu erreichen, ist quasi unmöglich.

Die Banken müssen sich Gedanken über Alternativen machen, offen für Ideen sein und dürfen vor Neuem nicht zurückschrecken.
Das ist für eine traditionelle Bank natürlich erst einmal schwierig. In meinen Augen aber unvermeidbar.“

Anton Lautenbacher, Vorstandsvorsitzender der VR Bank München-LandVR Bank München-Land

Lautenbacher: Es werden in den nächsten Jahren noch einige Neuerungen auf uns zukommen. In vielen Bereichen – vor allem, was die technischen Voraussetzungen betrifft – sind wir als Bank schlicht nicht in der Lage, so zu agieren, wie eine junge Finanztechnologiefirma, ein FinTech. Digitalisierung ist deren Steckenpferd und daher macht es in meinen Augen Sinn, sich zusammenzutun. Mit Lendstar haben wir einen Partner gefunden, der sowohl die Bedürfnisse der Nutzer als auch der Banken versteht.

Inwieweit hilft Ihnen da BAY Lendstar, diese Herausforderungen zu lösen?

Lautenbacher:

Wir wollten ein modernes Produkt für unsere junge Kundschaft, mit dem wir auch neue Kunden gewinnen können.“

Der Name Lendstar steht nicht nur für Innovationen im P2P-Bereich, sondern auch für einen zuverlässigen Partner und ein überzeugendes Produkt. Die Art und Weise, wie junge Leute heutzutage untereinander mit Geld umgehen, hat sich verändert. Mit BAY Lendstar haben wir hierzu eine einfache und zeitgemäße Anwendung bekommen – und das innerhalb sehr kurzer Zeit.

Schneider: Die App überzeugt vor allem mit ihren Funktionen wie Geld senden und aufteilen unter Freunden und ihrem Design. Durch das offene System – BAY Lendstar kann man mit dem Online-Konto jeder Bank nutzen – sind wir zudem in der Lage, auch neue Kunden zu gewinnen. Das ist für uns natürlich sehr attraktiv.

Warum haben Sie sich für einen externen Drittanbieter entschieden?

Schneider: Die Finanzmärkte ändern sich rasant. Kunden werden anspruchsvoller und neue agile und finanzstarke Wettbewerber betreten die Bühne.

Daher halte ich es für alternativlos, dass Banken sich gegenüber externen FinTech-Unternehmen öffnen, um diesen Herausforderungen gemeinsam gewachsen zu sein.“

Mit Lendstar haben wir einen Partner gefunden, der sowohl die Bedürfnisse der Nutzer als auch der Banken versteht. Das erfahrene Team ist in der Lage, neue Funktionen schnell und erfolgreich umzusetzen und hat uns mit seinem Entwicklungs- und Innovationstempo überzeugt.

Lautenbacher: Mit BAY Lendstar haben wir unsere eigene App bekommen und das Team unterstützt uns tatkräftig. Wir sind sehr froh darüber, dass wir den Weg gemeinsam mit Lendstar eingeschlagen haben.

Eine eigene App und Service – wird das nicht für eine einzelne Bank zu teuer?

Lautenbacher: Natürlich müssen wir Geld in die Hand nehmen, aber die Preise sind im Verhältnis mehr als attraktiv. Immerhin haben wir innerhalb weniger Wochen eine eigene App bekommen, was ohne die Zusammenarbeit mit einem FinTech-Unternehmen wie Lendstar nicht möglich gewesen wäre.

Schneider: Außerdem unterstützt uns das Lendstar-Team auch weiterhin auf vielen Ebenen und sorgt mit uns gemeinsam dafür, dass BAY Lendstar die soziale Payment-App Bayerns wird. Ideen unsererseits werden umgehend besprochen und umgesetzt, Fragen zügig beantwortet – das schätzen wir sehr.

Rechnet sich diese Investition für Ihre Häuser?

Schneider:

Für uns stand nicht nur der finanzielle Aspekt im Vordergrund. Die Zusammenarbeit mit BAY Lendstar bedeutet auch einen nicht zu unterschätzenden Imagegewinn für die beteiligten Banken. Und wir lernen dazu. Das ist angesichts der zunehmenden Digitalisierung auch im Bankgeschäft ein wichtiges Asset.

Lautenbacher: Daneben soll sich die Investition auf lange Sicht natürlich auch finanziell lohnen. Provisionen z.B. aus den Zahlungen an angeschlossene Shops sind da eine zusätzliche Ertragsquelle, die wir weiter ausbauen möchten.

Vielen herzlichen Dank Herr Schneider, Herr Lautenbacher.

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