ANWENDUNG18. September 2019

PaaS: Ökosystem für Banken und Versicherer als Cross-Selling-Plattform von Crifbürgel

Make or Buy? Ökosysteme als Plattform selbst zu entwickeln, ist viel Aufwand. Crifbürgel will nun Banken und Versicherern einen „fertigen, betriebsbereiten“ Ökosystem-Baukasten anbieten. INSP („Intelligent Network Services Platform“) biete eine komplette technische Infrastruktur, mit der sich Cross-Selling-Möglichkeiten verschiedener Partnerunternehmen europaweit. 

Crifbuergel
INSP von Crifbürgel (Website) kommt als PaaS-Lösung (Plattform-as-a-Service) und vernetzte Anbieter und deren Angebote, erkenne Cross-Selling-Anlässe und wickele den Datenaustausch zwischen den Netzwerkpartnern ab – in Übereinstimmung mit rechtlichen Vorgaben und Sicherheitsstandards.

Christian Bock, Geschäftsführer Crifbürgel
Crifbürgel

Girokonten oder Kfz-Versicherungen sind keine unverwechselbaren, emotionalen Produkte. Das bedeutet, dass Banken, Versicherer oder Versorger verstärkt daran arbeiten müssen, ihren Mehrwert weiter auszubauen. Wir wollen ihnen Brücken bauen, damit sie ihre Kundenbeziehungen pflegen und vertiefen können.“

Christian Bock, Geschäftsführer Crifbürgel

Gerade Kreditinstitute hätten beste Voraussetzungen, die neue Plattform-Ökonomie zu gestalten. Sie verfügen über eine große Datentiefe und Kundenkontakte, für die sie digitale Ökosysteme schaffen und FinTechs, InsurTechs und andere externe Partner einbinden können, um interessante Services für ihre Kunden vorzuhalten. Die flexible IT-Infrastruktur soll an bestehende Systeme angeschlossen werden können und sei konform mit den geltenden EU-Vorschriften zu Verbraucherschutz und Datensicherheit.

Services im Baukaustenprinzip

Crifbürgel

Das Einverständnis der Kunden vorausgesetzt, nutzt INSP Kundendaten und andere aggregierte Informationen der Ökosystem-Partner, wie etwa Produktkataloge, und kann überdies die Datenbank der Anbieters mit einbeziehen. Sie bietet Daten aus dem Personal- oder Business Financial Management wie auch Open-Banking-Informationen: Europaweit als Account Information Service Provider (AISP) registriert, kann Crifbürgel Kontodaten in Echtzeit analysieren und so etwa die Bonität des Kontoinhabers besser einschätzen. Mit der Advanced Analytics Engine könne auch Machine Learning eingebunden werden, um neue Geschäftsmöglichkeiten und -anlässe zu identifizieren. Die Kommunikation mit allen Partnern erfolgt über APIs, denn die offenen Web-Schnittstellen ermöglichen eine einfache, schnelle und sichere Abwicklung. Der Kontakt zum Endkunden läuft über Websites oder per App.

Das neue Ökosystem sei mit einer umfassenden Bibliothek von Mehrwertdiensten zu erweitern. Neben dem Gesamtpaket bietet das Unternehmen den Partnern auch einzelne Bausteine: Ein eigener Prospecting-Service etwa sucht potenzielle Neukunden im Ökosystem. Ein weiteres Modul ist das Digital Onboarding neuer Kunden: Es ermögliche den Partnerunternehmen eine schnelle Umwandlung der Interessenten zu tatsächlichen Kunden und umfasst von der Dokumentenerfassung über die Video-Identifikation bis hin zur digitalen Signatur alle Schritte im Onboarding-Prozess.aj

Fiktives Plattform-Beispiel
Bei­spiel: Ein jun­ges Paar ist ge­ra­de El­tern ge­wor­den, die ge­mein­sa­me Woh­nung ist nun zu klein. Das Paar ent­schei­det sich, ei­ne grö­ße­re zu er­wer­ben. Da­zu be­an­tra­gen bei­de ei­nen Kre­dit bei ih­rer Bank, im Zu­ge des­sen er­tei­len sie ihr Ein­ver­ständ­nis für den Ein­blick in ih­re Kon­to­da­ten und den Er­halt von Part­ner­an­ge­bo­ten. Mit den Da­ten führt die Bank au­to­ma­ti­sier­te Bo­ni­täts-, Be­trugs- und Com­p­li­an­ce-Prü­fun­gen durch. Wäh­rend­des­sen er­hält das Paar die Ein­la­dung, ei­ne kos­ten­lo­se App für ihr Fi­nanz­ma­nage­ment her­un­ter­zu­la­den. Auf Ba­sis der Ac­cess-to-ac­count-In­for­ma­tio­nen zu ih­ren Kon­to­be­we­gun­gen er­kennt die Platt­form, wel­che An­ge­bo­te aus dem ei­ge­nen Netz­werk für die bei­den noch re­le­vant wä­ren – so zum Bei­spiel ei­ne Le­bens­ver­si­che­rung zur Ab­si­che­rung der jun­gen Fa­mi­lie, ein fa­mi­li­en­freund­li­ches Au­to oder auch ein Win­del-Abon­ne­ment. Über die App er­fährt das Paar mehr zu den An­ge­bo­ten. Sind sie von ei­ner Of­fer­te über­zeugt, er­folgt auch der Ver­trags­schluss ein­fach on­line, di­rekt aus der App her­aus und da­mit oh­ne Medienbruch.
 
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