FINTECH20. April 2018

„So geht es nicht!“ – FinTechs wehren sich mit ‚Offenen Brief‘ gegen den Savedroid-PR-Stunt

Jakub Jirsak/bigstock.com

Das der verunglückte PR-Stunt von Savedroid vermutlich noch ein juristisches Nachspiel haben wird, ist das eine, auf der anderen Seite steht eine große Anzahl von FinTechs, die sich die Augen reiben und ihre Reputation beschädigt sehen. Die wenden sich nun mit einem offenen Brief an Banken, Versicherer und die Öffentlichkeit, um den Schanden zu begrenzen.

Wir möchten Ihnen diesen offenen Brief im Original wiedergeben:

So geht es nicht!
Ein Statement deutscher FinTechs zu Vertrauen

In den letzten Jahren hat sich eine Menge im Finanzsektor getan. Wo sich anfangs die Diskussion um “Banken vs. FinTechs” spannte, die etablierten Unternehmen in FinTechs eher lästigen Wettbewerb sahen und die FinTechs den Corporates oftmals falschen Kundenzugang vorwarfen, hat sich das Verhältnis über die Zeit größtenteils zu einem kooperativen und vertrauensvollen Miteinander entwickelt.

Heute arbeiten FinTechs mit Banken zusammen, sind teils selbst Banken, engagieren sich im Bankenverband und anderen Institutionen, stellen sich der Regulierung und plädieren auch hierfür.

Dies alles war und ist nur möglich durch Vertrauen. Vertrauen der Kunden und Nutzer, der Banken, der Verbände, des Gesetzgebers und weiteren Partnern. Vertrauen, das die FinTechs schätzen und von dem sie wissen, dass es die wichtigste Grundlage für gute Kundenbeziehungen, Partnerschaften und einen funktionierenden Finanzsektor ist.

Ohne Vertrauen ist alles nichts. Daher ist es uns völlig unverständlich und wir sind entsetzt, wie man Kunden, Partner, Regulatoren und die Öffentlichkeit durch PR-­Aktionen in die Irre führen kann, die mit diesem Vertrauen spielen. So geht es nicht! Von so einem Vorgehen distanzieren wir uns.

Die unterzeichnenden FinTechs und Partner stehen für das Wohl des Kunden, seriöse Geschäftspraktiken und jederzeitige Transparenz. Vertrauen ist unsere Geschäftsbasis, und wir werden auch künftig hart daran arbeiten, dass dieses gerechtfertigt ist.

Unterzeichner:
Aboalarm ­ Bernd Storm
Auxmoney ­ Raffael Johnen
collectAI ­ Mirko Krauel
Cringle ­ Malte Klussmann, Joschka Friedag, Alexander Nehls, Konrad Maruszewski
Elinvar ­ Chris Bartz, Dr. Marco Neuhaus und Sebastian Böttner
figo ­ André M. Bajorat
FinCompare ­ Stephan Heller
fino ­ Florian Christ
Finleap ­ Ramin Niroumand
Finreach ­ Sascha Dewald
floribus ­ Matthias Maehner und Marco Puhlmann
Kontist ­ Christopher Plantener
Lendstar ­ Jennifer Fizia, Florian Breunig und Christopher Kampshoff
optiopay ­ Marcus Börner
OWNLY ­ Nicholas Ziegert
Raisin ­ Dr. Tamaz Georgadze, Dr. Frank Freund und Michael Stephan
Ratepay ­ Miriam Wohlfahrt
Scalable ­ Erik Podzuweit und Florian Prucker
Solaris Bank ­ Dr. Roland Folz
Vantik ­ Til Klein, Lara Hämmerle

 
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