FINTECH26. Februar 2018

Revolut: Break-Even, 100.000 Kunden in D und bald mit Maestro-Karte und SEPA-Lastschrift

Revolut-Karte
Die Revolut-Karte bekommt demnächst eine Maestro-ErweiterungRevolut

Eigentlich machen wir keine Finanzmeldungen. Die schon – denn sie hat über den finanziellen Aspekt hinaus Bedeutung: Revolut hat eben seinen Break-Even bekanntgegeben. Und da das dem Unternehmen noch nicht genug schien, auch noch die aktuellen Wachstumszahlen. Demnach hätten die Briten bereits  100.000 Kunden in Deutschland gewonnen. Auch das Transaktionsvolumen habe die FinTech-Bank in den letzten 12 Monaten um über 700% auf insgesamt mehr als 1,5 Milliarden Dollar gesteigert.

Revolut (Website) schafft es, in den Schlagzeilen zu bleiben: Das Unternehmen aus London hat aktuelle Zahlen zu seiner Kundenzahl veröffentlicht. Nach eigenen Angaben habe das FinTech in nur 2 Monaten die Anzahl der Kunden um 50% von 1 Million auf 1,5 Million steigern können. Auf internationaler Tagesbasis bedeutet dies zwischen 6.000 und 8.000 Neukunden pro Tag. Eine enorme Zahl. Allein in Deutschland will es mehr als 100.000 Kunden gewonnen haben, in der Schweiz seien bereits es mehr als 50.000 Kunden, gefolgt von Österreich mit nahezu 50.000 Kunden.

Bald SEPA-Lastschrift und Revolut-Karte mit Maestro

Ganz nebenbei verkündet Revolut dann auch noch den baldigen Start, insbesondere aufgrund der Nachfrage in Deutschland, einer Maestro-Karte (die sich dann wohl vergleichbar einer girocard einsetzen lasse) sowie die baldige Verfügbarkeit von SEPA-Lastschriften. Das FinTech startet Maestro voraussichtlich im kommenden Monat, die Lastschrift sollte ebenso im März/April starten (beide Projekte befänden sich aktuell in der abschließenden internen Testphase). Die Maestro-Karte setze die Digitalbank aufgrund der Nachfrage von Kunden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie der Niederlanden um. Dies sei das erste Produkt, das Revolut speziell für lokale Märkte implementiere.

Vor allem mit der SEPA-Lastschrift wird Revolut auch für Geschäftskunden interessanter. Damit nähere man sich dem Ziel, eine weltweite Alternative zu traditionellen Banken zu werden. Der Markenkern seien gebührenfreie Überweisen und Bezahlen auf der ganzen Welt. Zusätzlich zur anstehenden Expansion, u.a. in die Vereinigten Staaten, nach Singapur und Australien, beschäftigt sich das Unternehmen mit einer weiteren Expansionswelle in Richtung Indien, Brasilien, Südafrika sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Revolut

Anstelle vom ersten Tag an eine Bank zu werden, haben wir uns in einem ersten Schritt ganz bewusst auf die Produktentwicklung und den schnellen Kundengewinn fokussiert. Diese Strategie zahlt sich nun aus, da wir uns als Marktführer in Europa positioniert haben und bald in der ganzen Welt sein werden.”

Claudio Wilhelmer, Revolut Country Manager DACH

Kunden sollen mit Revolut international gebührenfrei Geld transferieren, mehr als 25 Währungen und 3 Krypto-Währungen zum echten Wechselkurs halten sowie weltweit kostenfrei in mehr als 120 Währungen mittels der kontaktlosen Mastercard oder Visa bezahlen sowie Bargeld abheben. Rund um dieses Kernprodukt erweitert das Unternehmen stetig sein Angebot an Finanzdienstleistungen – zuletzt um Versicherungsprodukte sowie Krypto-Währungen.

Revolut wurde 2015 von den ehemaligen Bankern Nikolay Storonsky und Vlad Yatsenko gegründet. Bisher hat das Unternehmen aus London insgesamt mehr als 88 Millionen US-Dollar von Investoren erhalten. Das FinTech sei derzeit in 42 europäischen Ländern verfügbar, beschäftigt mittlerweile über 300 Mitarbeiter.aj

 
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