PRODUKTE23. Mai 2018

So sorgen FinTech-Unternehmen für physische Sicherheit

Die IT-Security ist ein Kernproblem aller Unternehmen, vor allem aber für die FinTech-Branche. Mit ihren Online-Plattformen für die Vermögensverwaltung, den Börsenhandel oder Zahlungsverkehr sind sie besonders angreifbar. Der Schutz sensibler Daten ist jedoch nicht nur im Netz wichtig. Sie beginnt bereits ganz real an der Tür zum Rechenzentrum. Wie die physische Sicherheit hier gewährleistet werden kann, zeigt PCS auf der CeBIT. Die gezeigte Kombination aus biometrischer Handvenenerkennung und RFID-Zutrittslesern ist bei der FinTech Group aus Frankfurt/Main bereits im Einsatz.

Der Handvenenscanner PCS Intus 1600 ist ein zentraler Teil der physischen Sicherheit für FinTech-Rechenzentren
Der Handvenenscanner PCS Intus 1600 ist ein zentraler Teil der physischen Sicherheit für FinTech-Rechenzentren PCS Systemtechnik

 

Der Hauptsitz der FinTech Group ist in Frankfurt/Main. Im Empfangsraum wird den Besuchern die Kernkompetenz des Unternehmens plastisch vor Augen geführt: Hinter 5-fach verstärktem Glas arbeitet – für alle sichtbar – das Data-Center der Smart Bank. Um diese zentrale IT vor Eindringlingen und krimineller Energie zu schützen, setzt FinTech seit 2015 auf physische Sicherheit mittels der Handvenenerkennung Intus von PCS. Sie verifiziert anhand des Venenmusters eines Menschen die Identität zweifelsfrei und nicht manipulierbar. So wird sichergestellt, dass nur eingelernte, verifizierte Mitarbeiter das Data-Center betreten können.

Daneben kommt auch die PCS RFID-Zutrittskontrolle zum Einsatz. Der Kunde machte jedoch von Anfang an deutlich, dass das in Frankfurt eingesetzte Leseverfahren Legic prime auf Dauer nicht genügen würde. Sondern dass die steigenden Sicherheits-Anforderungen eine Anpassung der Zutrittskontrolle nötig machen, mit dem Ziel, abhörsichere und krypto-verschlüsselte Leseverfahren zu etablieren. Dies wurde in unterschiedlichen Projektphasen an verschiedenen Standorten umgesetzt.

Compliance und Chinesische Mauern

Innerhalb des internen FinTech-Verwaltungsbereiches in Frankfurt sind Zonen eingerichtet, die für unterschiedliche Gruppen zugänglich sind. Dies ist notwendig, da die strengen Compliance-Regeln und sogenannte „Chinese Wall“-Vorschriften eine Geheimhaltung, zum Beispiel von Vertragsverhandlungen, sogar innerhalb des Kollegenkreises unbedingt notwendig machen. Bürotüren oder Brandschutztüren, die nachträglich nicht verkabelt werden konnten, wurden auf Grund der Sicherheitsanforderungen mit elektronischen Tür-Terminals Intus PegaSys ausgestattet, die mit RFID-Ausweisen zu öffnen sind.

Am Standort Neuss wurde bereits die gesamte Zutrittskontroll-Anlage auf die als abhörsicher eingestufte Lesertechnologie Mifare DESFire umgestellt, die mit sessionabhängigen Krypto-Schlüsseln arbeitet. Auch die Einbruchmeldeanlage ist mit der Zutrittskontrolle verknüpft.

Physische Sicherheit in der Zentrale…

Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in Neuss galt es, auch in Frankfurt den REFID-Teil der physischen Sicherheit auf Mifare DESFire-Ausweise umzustellen. Die größte Herausforderung bestand darin, dass einige RFID-Leser auch von anderen Mietern genutzt werden, die nach wie vor den Legic-Prime-Standard benutzen. Als Lösung entwickelte PCS flexible Legic-Leser, die mittels Multi-ISO-Firmware auf unterschiedliche Leseverfahren gleichzeitig einstellbar sind: Dies kann zum Beispiel Legic prime, Legic Advant, Mifare Classic, Mifare DESFire EV1 / EV2 sein. Nach dem einmaligen Austausch ist das FinTech nun frei in der Wahl des verwendeten Lesestandards, ohne dass dabei erneut in die Hardware eingegriffen werden muss.

…und an anderen Standorten

Weitere Filialen bereiten sich derzeit auf die Modernisierung ihrer Sicherheitssysteme vor. Auch hier kommen Biometrie- und RFID-Kontrollen zum Einsatz. Die Steuerung erfolgt über die Zutrittskontroll-Software Dexicon, die aufgrund der vollen Mandantenfähigkeit auch für weitere Niederlassungen der Bank geeignet ist. Bei neuen eingerichteten Standorten werden die Zugangskontrollen von PCS bereits von Anfang an mitgeplant. Zu sehen sind die Lösungen zur physischen Sicherheit auf der CeBIT 2018 in Halle 17, Stand B40. hj

 
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