PRODUKTE2. März 2021

Sparkassenversicherung lässt Kunden Schäden selbst regulieren – mit Hilfe von KI

Sparkassenversicherung

Die SV Sparkassenversicherung geht durch den Einsatz künstlicher Intelligenz neue Wege. In Zukunft können sich Kunden bei Kleinschäden jetzt selbständig eine Entschädigungssumme überweisen. Das begeistert die Kunden, sagt die Sparkasse – und wahrscheinlich dürfte es auch ein guter Deal für die Versicherung selbst sein. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

Die SV Sparkassenversicherung in Stuttgart hat Anfang 2021 erstmals einen digitalen Kundenservice für die automatische Schadenregulierung in den Regelbetrieb überführt. Damit ist bei dem öffentlichen Versicherer eine weitere Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI) produktiv gegangen. Im Schadensfall können Kunden Angaben zum Schaden über eine Online-Maske erfassen. Die KI ermittelt dazu auf Basis historischer Daten und einer Online-Preissuche einen angemessenen Regulierungsvorschlag. Nimmt der Kunde diesen Vorschlag an, wird die Regulierungssumme automatisch auf sein Konto ausgezahlt.

Soarkassenversicherung

Das begeistert und hat arbeitsökonomische Vorteile. Jetzt ermittelt die KI einen passenden Preis, den ein Sachbearbeiter früher manuell per Vergleich herausfinden musste.“

Pirmin Dangelmaier, Abteilungsdirektor Unternehmenssteuerung und Prozesse bei der SV

Big-Data-Aktivitäten und KI bei der SV sparen unterm Strich Geld

Voraussetzung für diesen neuen Service sind die Aktivitäten des Versicherers im Bereich Big-Data-Analytics. Im hausinternen Big-Data-Lab werden einzelne Anwendungsfälle zu Prototypen weiterentwickelt, die dann in Pilotprojekten zum Einsatz kommen. Erreichen die Anwendungen eine Produktionsreife, können sie, wie im Fall der Schadensselbstregulierung, in der neu geschaffenen Big-Data-Factory der SV in den Regelbetrieb überführt werden. Den Anfang machte dabei bereits im September 2020 ein KI-Modell zur automatisierten Risikoprüfung im Leben-Antragsprozess, speziell bei Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Die aktuell gelaunchte KI-basierte Schadensregulierung dürfte für den Versicherer ein guter Deal sein. Denn zum einen ermöglicht die künstliche Intelligenz eine inzwischen recht zuverlässige Plausibilitätsprüfung, die musterbasiert entsprechende Ungereimtheiten an den Tag bringt. Diese kann dann ein Mitarbeiter genauer unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls weitere Informationen anfordern oder etwa eine zusätzliche Inaugenscheinnahme des Schadens veranlassen. Doch all das kostet wertvolle Arbeitszeit und damit Geld – insofern ist es nur schlüssig, einen Teil des Brot-und-Butter-Geschäfts an die Maschine und den Algorithmus auszulagern.

Letzten Endes folgt die SV Sparkassenversicherung damit einem Trend, den zahlreiche Assekuranzen für sich reklamiert haben, wie man hört: Einen Teil des automatisierbar abwickelbaren Schadensgeschäfts auslagern an die Maschine und somit mehr Zeit für die wirklich kritischen Fälle freimachen. Zusätzlich lassen sich mit Hilfe künstlicher Intelligenz ganz neue Geschäftsmodelle generieren, die Betrugsprävention und die Schadensabwicklung optimieren und eine verbesserte Sicht auf die Risiken und Kundenbedürfnisse schaffen. Und eine solche mehr oder weniger KI-basierte Schadensabwicklung wird zunehmend besser: Denn je mehr Daten hier im Laufe der Zeit zur Verfügung stehen, desto sicherer und gerechter für den Kunden lassen sich Schäden regulieren.tw

 
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