FINTECH25. März 2019

TechQuartier Frankfurt: FinTechs aus Irland wollen für frischen Wind bei deutschen Finanzdienstleister sorgen

Technologie aus Irland
AlexLMX/bigstock.com

Die Finanzbranche agiert zunehmend internationaler, Geschäftsmodelle werden digitaler. Vor diesem Hintergrund leistet der internationale Austausch im FinTech-Sektor einen wichtigen Beitrag zu Wachstum und Innovation. Startup Hubs wie das TechQuartier in Frankfurt spielen für FinTechs aus Irland eine entscheidende Rolle. 

FFinTechs setzten regelmäßig neue Maßstäbe in puncto Digitalisierung. Besonders in den Bereichen KI, Deep Learning, Big Data, Cloud Computing und die Blockchain. Dennoch stehen die FinTechs vor großen Herausforderungen. In Deutschland z. B. durch sehr umfassende Regulierung und einen fragmentierten Markt. Derweil ist der Markt in Irland klein und daher in der Pflicht, ein hohes Export-Volumen zu erzeugen.

Landing Pad Programm des TechQuartiers

N26 und Touchtech: Deutsche FinTech-Bank und FinTech aus Irland
Touchtech

Der Ein­satz von Hubs soll nun den in­ter­na­tio­na­len Aus­tausch zwi­schen Fin­Techs un­ter­stüt­zen. Im Rah­men von Hub-Part­ner­schaf­ten er­hal­ten Un­ter­neh­men die Op­ti­on, für ih­re An­ge­bo­te zu wer­ben und Jobs zu ak­qui­rie­ren. Ein gu­tes Bei­spiel da­für ist das „Lan­ding Pad Pro­gramm“ des Tech­Quar­tiers in Frank­furt. Dort hat sich ein Start-up mit dem so­ge­nann­ten KYC-Mo­dell ei­nes Fin­Techs aus­ein­an­der­ge­setzt. Es eitnhäl­t die Prü­fung der per­sön­li­chen Da­ten und Ge­schäfts­da­ten von Neu­kun­den ei­nes Kre­dit­in­sti­tuts zur Prä­ven­ti­on vor Geld­wä­sche und Ter­ro­ris­mus­fi­nan­zie­rung auf der Grund­la­ge des Geld­wä­sche­ge­set­zes 2008. An­schlie­ßend wur­de ge­prüft, ob und wie das Mo­dell mit dem ei­ge­nen Sys­tem ver­knüpft wer­den könn­te.

Dr. Sebastian Schäfer, (Geschäftsführer TechQuartiers) hat hohes Interesse an FinTechs aus Irland
TechQuartier

Um den Austausch zu fördern, haben wir eine Willkommenswoche für internationale FinTechs aus dem Ausland ins Leben gerufen, die sich den deutschen Markt anschauen. Für das TechQuartier und unsere Partner ist dies immer sehr spannend, da alle Beteiligten andere Geschäftsmodelle, Technologien und technologische Lösungsansätze kennenlernen. Neue Ideen, die so entstehen, müssen sich anschließend unter den regulatorischen Rahmenbedingungen als praktikabel erweisen.“

Dr. Sebastian Schäfer, Geschäftsführer TechQuartiers

Best Practice: N26 und Touchtech

Ein Beispiel, wie gut die Kooperation zwischen einer deutschen FinTech-Bank und irischem FinTech funktionieren kann, bietet die Zusammenarbeit von N26 und Touchtech. N26 integriert die MasterCard 3DS-Lösung und vollbrachte die erste native App-Integration des Mastercard SecureCode. 3D Secure ist ein Protokoll für Online-Kartenzahlungen. Es enthält eine dritte Domain, die vom FinTech Touchtech payments bereitgestellt wird, und ein zusätzliches Sicherheitslevel bei Kartenzahlungstransaktionen schafft. Hier zeigte sich, dass das FinTech aus Irland im sicherheitssensiblen Bereich des elektronischen Zahlungsverkehrs die Anforderungen von N26 ein greifbarer Mehrwert über Ländergrenzen hinweg zu verdanken ist.

Mit diesen und weiteren Beispielen will nun die irische FinTech-Branche in Deutschland punkten.

Starkes Interesse an deutschen Finanzdienstleistern

Enterprise Ireland

Um die Herausforderungen zu meistern, ist es clever, auf internationalen und transeuropäischen Austausch zu setzen. Denn: Finanzdienstleistungen sind ein globales Geschäft und Unternehmen sind ebenfalls auf unterschiedlichsten Märkten tätig. Da ist die Harmonisierung der Finanzbranche in Europa besonders wichtig. Geltende regulatorische Anforderungen sind vielfach Wachstumshürden. Deshalb ist der internationale Austausch eine zentrale Voraussetzung dafür, Produkte auch global anbieten zu können, solange der Finanzmarkt noch nicht harmonisiert ist.

Mit mehr als 2.000 Ban­ken ist Deutsch­land ein span­nen­der Markt. Den wol­len nun iri­sche Fin­Techs er­obern und die Ban­ken als Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner ge­win­nen. Die Ba­sis scheint in­ter­es­sant: Irland ist im­mer­hin der viert­grö­ß­te Ex­por­teur von Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen in der EU und Sitz der meis­ten der grö­ß­ten Fi­nanz­dienst­leis­tungs- und Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men der Welt. Und: Ko­ope­ra­ti­ver Cha­rak­ter wird in Ir­land seit je­her gro­ß­ge­schrie­ben, hei­ßt es.aj

 
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