ANWENDUNG12. Dezember 2017

VR-Banking-App wird zur Wallet: Genos starten Piloten fĂŒr mobiles Bezahlen u.a. per Mastercard

Bezahlen mit der VR-Bank-Wallet
DG Verlag

Endlich geht es los. Die Genos (in diesem Fall Volksbanken und Raiffeisenbanken) wird ihren Mastercard-Karteninhabern wohl bald das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone ermöglichen. Schon heute (12. Dezember) soll die sogenannte Family&Friends-Testphase (200 Personen) mit den Pilotbanken Volksbank Mittelhessen und VR Bank HessenLand starten. So alles klappt – heißt es – könnte die Wallet schon zwischen Ende Februar und Ende MĂ€rz fĂŒr VR-Bankkunden verfĂŒgbar werden. Der BVR meldet hingegen, dass im zweiten Quartal 2018 erst das Pilotprojekt auf weitere Bankkunden anderer Geno-Banken erweitert wĂŒrde. Demnach wĂŒrde die genossenschaftliche FinanzGruppe mit der neuen Bezahlmöglichkeit erst ab Juli 2018 fĂŒr ihre Kunden in die FlĂ€che gehen.

Per VR-BankingApp auf dem Smartphone soll der Nutzer kĂŒnftig seine Bankkarten digitalisieren und in der App hinterlegen.

Die VR-Wallet kommt – in der Banking-App mit girocard mobil, Mastercard und Visa

Nun starten also zwei VR-Banken den Piloten, der nur zwei bis drei Monate lang laufen soll. Das spricht fĂŒr die hohe Zuversicht gegenĂŒber der Lösung. Schon Ende des ersten Quartals 2018 werde man dann auch bei anderen Banken per VR-Banking-App-Wallet bezahlen können – heißt es aus informierten Kreisen. Das jedoch die VR-Banken das Wallet-Bezahlen per Mastercard vor girocard mobile einfĂŒhren scheint unwahrscheinlich. Insofern ist die Aussage des BVR (erweiterte Pilotphase ab Anfang April, Rollout Juli 2018) deutlich konkreter und passt auch zur AnkĂŒndigung von Euro Kartensysteme aus September.

BVR

Mit den digitalen Bankkarten tragen wir den geĂ€nderten KundenbedĂŒrfnissen Rechnung, denn die Nutzung des Smartphones fĂŒr verschiedenste Services gehört fĂŒr die Verbraucher zum Alltag. Wir ĂŒberfĂŒhren die Bankkarten als beliebtestes unbares Zahlungsmittel ins digitale Zeitalter und erweitern fĂŒr unsere Kunden das Spektrum der Bezahlmöglichkeiten.“

Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des BVR

Bereits 2016 hatten die VR-Banken in einem Pilotverfahren die girocard auf dem Smartphone digitalisiert, wobei die Bankkarte auf der SIM-Karte des Handys hinterlegt wurde.

Clevere „ExpressZahlungs“-Funktion

Wie beim kontaktlosen Bezahlen mit der physischen Kreditkarte ist die PIN-Eingabe nur bei Zahlungen ĂŒber 25 Euro erforderlich. Mit der optionalen „ExpressZahlung“ kann der Karteninhaber sogar ohne das Öffnen der VR-BankingApp lediglich nach Einschalten des Displays seines NFC-fĂ€higen Smartphones mit Android-Betriebssystem bezahlen.

Peter Bakenecker, Divisional President Deutschland/Schweiz
Mastercard

Wir freuen uns, dass wir mit den deutschen Genossenschaftsbanken einen weiteren Bankpartner dabei unterstĂŒtzen dĂŒrfen, das mobile Bezahlen in Deutschland weiter voranzubringen. Dank unserer VerschlĂŒsselungstechnologie MDES ist der Bezahlvorgang mit dem Smartphone fĂŒr alle Nutzer einfach, bequem und vor allem sicher.“

Peter Bakenecker, Divisional President Deutschland/Schweiz Mastercard

Payment-Absicherung per Token
Mastercard

Die Payment-Lösung basiert auf der MDES-Technologie (Mastercard Digital Enablement Service). Einer Technologie auf Token-Basis. Heißt: Zwischen Terminal und NFC-Smartphone wird nur ein Datenpaket (Token) ausgetauscht – aber keine Konto- oder Zahlungsinformationen. Das Datenpaket besteht aus der verschlĂŒsselten 16-stelligen Kartennummer und einer eindeutigen Transaktionsnummer. Die tatsĂ€chliche Kartennummer oder vertrauliche Karteninformationen können wĂ€hrend der Transaktion so nicht abgegriffen werden. Bei einem Bezahlvorgang wird der Token verschlĂŒsselt an den HĂ€ndler, dessen Bank und anschließend an Mastercard ĂŒbertragen. Das Unternehmen ĂŒberprĂŒft, ob der Token gĂŒltig ist und von einem berechtigten GerĂ€t gesendet wurde. Anschließend entschlĂŒsselt Mastercard den Token fĂŒr die Bank des Kunden, damit die Zahlung genehmigt werden kann. Die Zahlungsautorisierung ĂŒbersetzt Mastercard wieder in einen Token und ĂŒbertrĂ€gt die Information an den HĂ€ndler: Der Kauf an der Kasse ist damit autorisiert.

Das mobile Bezahlen funktioniert bei allen Kassen im stationĂ€ren Handel, die bereits heute kontaktloses Bezahlen zulassen – in Deutschland sollen dies ab 2018 alle Bezahlterminals sein.

Zukunftsvisionen

Neben Smartphones können mit MDES zum Beispiel auch Smartwatches und andere Wearables mit einer sicheren Bezahlfunktion ausgestattet werden. Das ist Teil der Internet of Things (IoT)-Strategie von Mastercard und des entsprechenden Commerce for Every Device-Programms, das darauf abzielt, Konsumenten sicheres Bezahlen mit dem GerÀt ihrer Wahl zu ermöglichen.

Konsumenten erwarten heute Technologien, die sie mit so wenigen Schritten oder Klicks wie möglich bei alltĂ€glichen Aufgaben unterstĂŒtzen. Indem wir Smartphones oder Wearables wie Smartwatches mit einer Zahlfunktion versehen, können Mastercard-Karteninhaber unterwegs einfach, sicher und ohne ihr Portemonnaie einkaufen.“

Peter Bakenecker, Divisional President Deutschland/Schweiz Mastercardaj

 
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