STUDIEN & UMFRAGEN25. Mai 2021

Bitkom: Kryptowährungen sorgen für geteiltes Echo in der deutschen Wirtschaft

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Rund eine Hälfte der deutschen Unternehmen betrachtet Kryptowährungen wie Bitcoin & Co. nur als reine Spekulationsobjekte, die andere Hälfte sieht darin „digitales Gold“ als mögliche langfristige Geldanlage und Alternative zum etablierten Geldsystem. In diesem Spannungsfeld beurteilen die Banken und Finanzdienstleister Kryptowährungen deutlich positiver, so die Ergebnisse einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum haben kürzlich nach immer neuen Höchstständen einen heftigen Kursrückgang verzeichnet. Verschiedene internationale Konzerne planen die Integration in Bezahlsysteme oder legen selbst Teile ihrer Geldreserven in Kryptowährungen an – und die deutsche Wirtschaft ist bei dem Thema gespalten. Rund jedes zweite Unternehmen sieht darin nur etwas für Spekulanten (54 Prozent), hält sie für zu kompliziert (53 Prozent) oder nur für Kriminelle geeignet, die Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung betreiben (46 Prozent).

Fast ebenso weit verbreitet ist allerdings die Einschätzung, dass sich etwa Bitcoin zu einem digitalen Gold entwickelt, das als alternative Geldanlage dienen kann (46 Prozent) oder Kryptowährungen allgemein eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem sind (44 Prozent). Doch auch rund jedes dritte Unternehmen meint, die Kurse von Kryptowährungen werden in den nächsten Jahren massiv einbrechen (37 Prozent). Andererseits sagen ebenso viele, die digitalen Währungen eignen sich als langfristige Geldanlage (39 Prozent).

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Auf dem Markt für Kryptowährungen gibt es viel Übertreibung und auch Betrugsmaschen. Aber sicher ist: Kryptowährungen werden dauerhaft Teil unserer Wirtschaft werden. Mit zunehmender Regulierung werden sie dabei auch für Unternehmen interessant und wichtig. Wer sich heute mit Bitcoin & Co. beschäftigt, kann sich damit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.“

Patrick Hansen, Blockchain-Experte beim Bitkom

Positiveres Bild in der Finanzbranche

Banken und Finanzdienstleister sind den Kryptowährungen gegenüber allerdings deutlich aufgeschlossener als die Gesamtwirtschaft. Von den befragten Verantwortlichen der Finanzbranche halten nur 46 Prozent Kryptowährungen vor allem für Spekulation geeignet, aber immerhin 62 Prozent sehen in ihnen eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem.

Finanzbranche steht Kryptowährungen aufgeschlossener gegenüber
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Für jeden zweiten Befragten (49 Prozent) eignen sich Kryptowährungen zur langfristigen Geldanlage und nur jeder Vierte (28 Prozent) erwartet in den kommenden Jahren massive Kurseinbrüche. Lediglich 3 von 10 Banken und Finanzdienstleistern (31 Prozent) sehen in Kryptowährungen allein eine Spielwiese für Kriminelle, aber 46 Prozent betrachten sie inzwischen als digitales Gold zur alternativen Geldanlage. Womöglich liegt diese unterschiedliche Einschätzung auch am Kenntnisstand rund um Kryptowährungen: Unter den Banken und Finanzdienstleistern halten nur 11 Prozent sie für zu kompliziert

Über die Methodik der Umfrage

Grundlage der Untersuchung ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 652 Verantwortliche für digitale Technologien bzw. Blockchain in Unternehmen ab 50 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: „Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zu Kryptowährungen zu bzw. nicht zu?“ pp

 
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