KURZ NOTIERT4. März 2020

Coronavirus: EZB sagt Konferenzen ab – BaFin beobachtet die Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft

Das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) hat heute als Vorsichtsmaßnahme eine Reihe operativer Maßnahmen angekündigt, um die Beschäftigten der EZB vor den mit der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) verbundenen Risiken zu schützen.

Bis zum 20. April 2020 werden alle Reisen von Direktoriumsmitgliedern und Beschäftigten, die als nicht unbedingt notwendig erachtet werden, eingeschränkt. Anschließend wird die Situation neu bewertet. Für denselben Zeitraum werden Besuche bei der Zentralbank und dem Besucherzentrum ausgesetzt. Darüber hinaus verschiebt bzw. sagt die EZB Konferenzen ab, die in ihren Räumlichkeiten abgehalten werden sollten.

Auch die in Brüssel geplante Veranstaltung „Die EZB hört zu“ wird an einem anderen Termin stattfinden.

Die regelmäßigen EZB-Pressekonferenzen nach den geldpolitischen Sitzungen des EZB-Rats sind von dieser Entscheidung nicht betroffen. Die nächste Pressekonferenz findet wie geplant am 12. März statt. Sie wird wie üblich für diejenigen, die nicht daran teilnehmen können, auch live im Internet übertragen.

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Durch die heute beschlossenen Maßnahmen sollen die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet und zugleich sichergestellt werden, dass die Zentralbank und ihre Bankenaufsichtsfunktion voll funktionsfähig bleiben. Grundlage für diese Maßnahmen sind unsere bereits bestehenden internen Leitlinien sowie die kontinuierliche Kommunikation mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir geben Empfehlungen und Hinweise in Bezug auf das Virus und bitten diejenigen, die sich in den betroffenen Gebieten aufgehalten haben, zwei Wochen lang von zu Hause aus zu arbeiten.“

Christine Lagarde, EZB-Präsidentin

Bislang gibt es keine bestätigten Fälle von COVID-19 bei EZB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern.

BaFin beobachtet die Auswirkungen auf Finanzwirtschaft

Auch die BaFin meldete heute, das man die aktuelle Risikolage durch das Corona-Virus (SARS-CoV-2) sehr ernst nehme. Die BaFin befinde sich in engem Austausch mit Banken und anderen Finanzmarktakteuren über eventuelle Reaktionen und Notfallpläne. Sie analysiere fortlaufend die weitere Entwicklung und mögliche Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft.aj

 
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