STUDIEN & UMFRAGEN27. April 2021

Digitale Identitäten: Vertrauensvorschuss weist Banken Weg zu neuem Geschäftsmodell

Die Studie befasst sich unter anderem mit den Erfolgsaussichten für Identifizierungsservices. <q>ti&amp;m</q>
Die Studie befasst sich unter anderem mit den Erfolgsaussichten für Identifizierungsservices. ti&m

Das hohe Ansehen bei ihren Kunden können Finanzinstitute nutzen, um sich gegen traditionelle Wettbewerber und neue Player im Markt zu wappnen. Dienstleistungen rund um digitale Identitäten sind ein erfolgversprechender Weg, das Portfolio auszuweiten und Kunden an sich zu binden, so ein Ergebnis der ti&m-Bankenstudie 2021.

Die Digitalisierung steht bei vielen Banken im Fokus. Zum einen sollen bestehende Produkte und Kommunikationskanäle in digitale Formen überführt werden. Zum anderen stellt sich die Frage, welche neuen Angebote im Rahmen einer digitalen Plattform dazu beitragen können, die Kundenbindung zu erhöhen und die Zufriedenheit der Nutzer zu verbessern.

Genau das war auch das Thema der Bankenstudie 2021 des Digitalisierungs- und Innovationsexperten ti&m. 211 Branchenexperten wurden zum „Spannungsfeld Digitalisierung“ befragt, um zu erfahren, wie viel Technik möglich und wie viel Mensch nötig ist. Unter den möglichen Angeboten für eine bankeneigene Plattform erzielten digitale Identifizierungs-Services eine hohe Zustimmung. Immerhin 61 Prozent der Befragten nannten diese Dienstleistung, die sich damit noch vor der Analyse persönlicher Ausgaben und knapp hinter dem digitalen Safe platzieren konnte.

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Identifizierungsservices sind nur eine von mehreren erfolgversprechenden Ideen. ti&m

Banken können Identifizierung

Banken seien heute eher gewillt, ihr Produktangebot auszuweiten und verschiedene Services über Plattformen zur Verfügung zu stellen, so die Erfahrung von Christof Roßbroich, Senior Sales Executive bei ti&m in Frankfurt. Dies sei dem härter werdenden Wettbewerb geschuldet, nicht nur mit traditionellen Marktbegleitern, sondern auch mit agilen FinTechs, aber auch gewichtigen IT-Konzernen, die die Finanzbranche als lukrativen Markt entdeckt haben.

Ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell, um solche bankenfremden Wettbewerber abzuwehren, sieht auch Roßbroich in der Bereitstellung digitaler Identitäten. Die Voraussetzungen seien außergewöhnlich günstig.

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„Finanzinstitute haben einen riesigen Erfahrungsschatz hinsichtlich der Erfüllung geltender Identifikations- und Ausweispflichten aufgebaut. Keine andere Branche wird vom Regulierer so stark beaufsichtigt. Nicht zuletzt deshalb hat sich der Bankenverband (BdB) in einem Positionspapier dafür ausgesprochen, dass die Banken bei der Verifizierung und Nutzung digitaler Identitäten eine zentrale Rolle einnehmen sollten.“

Christof Roßbroich, Senior Sales Executive bei ti&m in Frankfurt

Für Privatgeschäfte und Amtsgänge

Schon heute verfügen Banken über einen umfassenden Pool an verifizierten Identitäten von Bürgern mit einer Bankverbindung, die große Mehrheit stellen allein authentifizierte Girokonten-Inhaber. Auf dieser Basis sollten die Finanzinstitute aufbauen und weitere Services bereitstellen. Dabei müsse auf ein pragmatisches und reibungslos funktionierendes Miteinander von privater und öffentlicher Seite geachtet werden, so Roßbroich. Er verweist auf die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern: „In skandinavischen Ländern wie Dänemark oder Schweden zeigt sich, dass diese Daten für neue Identitätslösungen im E-Commerce, aber auch in behördlichen Prozessen genutzt werden können.“

Die Banken profitieren nach Ansicht des ti&m-Experten von ihrer besonderen Marktstellung, denn die Branche genieße ein sehr hohes Ansehen, was die Vertraulichkeit betrifft. Dies belegt auch eine repräsentative Umfrage unter Bankkunden, die ti&m im vergangenen Jahr durchgeführt hat. Demnach vertrauen 90 Prozent der Deutschen ihrer Bank in punkto Datensicherheit. „Das ist eine ideale Grundlage, um als Dienstleister die Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Identität zu bedienen“, ist Christof Roßbroich überzeugt.

Die „Bankenstudie 2021 – Spannungsfeld Digitalisierung“ von ti&m thematisiert verschiedene Aspekte der digitalen Transformation im Finanzwesen. Neben der Frage nach Services für eine eigene digitale Bankenplattform wird auch die Bedeutung des Zahlungsverkehrs (mehr Details hier) thematisiert, welche Techniken zur Digitalisierung am häufigsten zur Anwendung kommen, wie brancheninterner und branchenfremder Wettbewerb eingeschätzt wird und welche Erwartungen die Kunden haben. Das 37-seitige PDF steht auf der ti&m-Website zum kostenlosen Download bereit. hj

 
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