STUDIEN & UMFRAGEN2. Januar 2018

Studie: 50 Prozent der Banken sind auf DSGVO/GDPR nur unzureichend vorbereitet – die Zeit läuft davon

DXC

Die Banken in Deutschland sind aktuell auf die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nur un­zu­rei­chend vor­be­rei­tet: 56 Pro­zent der Bank­ma­na­ger be­rich­ten der­zeit von ei­nem schwa­chen Rei­fe­grad, wenn es um die DS­GVO-Com­p­li­an­ce der Pro­zes­se geht – und das nur knapp sechs Mo­na­te, be­vor die neu­en EU-Re­geln zum Schutz per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten im Mai 2018 in Kraft tre­ten. Das sind Er­geb­nis­se der DXC-Stu­die „EU-Da­ten­schutz DS­GVO“, die über ein Markt­for­schungs­in­sti­tut durch­ge­führt wur­de.

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DXC Tech­no­lo­gy ist aus dem Zu­sam­men­schluss von CSC und der En­t­er­pri­se Ser­vices Spar­te von Hew­lett Pa­ckard En­t­er­pri­se ent­stan­den und ist nach ei­ge­nen An­ga­ben für rund 6.000 pri­vat­wirt­schaft­li­che und öf­fent­li­che Or­ga­ni­sa­tio­nen in 70 Län­dern tä­tig.
Die neue Grundverordnung der EU soll die verschiedenen Datenschutzgesetze in Europa harmonisieren. Ziel ist, personenbezogene Daten vor dem Hintergrund einer sich rasch verändernden digitalen Welt besser zu schützen und zu sichern“, sagt Jens-Thorsten Rauer, Director Banking and Capital Markets North and Central Europe bei DXC Technology. „Wie unsere Umfrage zeigt, kennen gut drei von vier Bank-Managern in Deutschland bereits die neue EU-Datenschutz-Verordnung. Dieselbe Zahl an Experten geht davon aus, dass sich ihr Institut als Folge der neuen Regelungen verändern wird. Allerdings sagt nur rund jeder Vierte, das eigene Haus habe bei der Umsetzung einer entsprechenden DSGVO-Strategie bereits einen hohen Reifegrad erreicht.“

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65 Prozent der Bankmanager rechnen damit, dass ihr Institut die eigenen Datenschutzregeln aufgrund der neuen EU-Regulierung ändern wird. Zudem geht die Mehrheit der Befragten davon aus, ihr Compliance-Management auf neue Risiken anzupassen – etwa in Bezug auf einen möglichen Image-Schaden für das Unternehmen (55 Prozent). 40 Prozent sagen, dass die Datenschutz-Technologie ihrer Bank betroffen sein wird. Auf ihrer DSGVO-Agenda mit den wichtigsten technologischen Aktionspunkten wollen sich 78 Prozent der Banken auf E-Mail-Sicherheit konzentrieren. Für 67 Prozent der Befragten hat das Passwort-Management Priorität – 66 Prozent wollen die mobile Zugangskontrolle verbessern.

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Nur knapp sechs Monaten vor Inkrafttreten der DSGVO bestätigen die Umfrage-Ergebnisse, was wir aus unserem Kundenkontakt ebenfalls erfahren: Die Banken sind sich zwar bewusst, dass die neuen EU-Regeln kommen werden. Bei der konkreten Vorbereitung gibt es jedoch Mängel – insbesondere fehlt es am Verständnis, welche Folgen auf das Unternehmen insgesamt zukommen.“

Mirza Ahmad, CTO Banking und Kapitalmärkte, Nord- und Zentraleuropa DXC Technology

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Im Zentrum der neuen Verordnung steht der Schutz von Kundendaten – die Auswirkungen reichen von Geschäftsprozessen bis hinein in die technologischen Plattformen. Dabei liegt der Schwerpunkt darauf, wie Daten genutzt und gespeichert werden. Im Mittelpunkt stehen zudem Maßnahmen zur Strukturierung, Steuerung und Sicherung von Informationen. Daher sollten Banken nicht nur sehr zügig aktiv werden, sondern gleichzeitig einen umfassenden strategischen Ansatz bestimmen, wie Daten in Zukunft verwaltet werden.“

Die Studie kann per E-Mail bei Herrn Jens Thorsten Rauer (jens-thorsten.rauer@dxc.com bzw. hier) angefordert werden.

 
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