SECURITY9. November 2017

IBM Cloud: Sicherer Datenhafen für Europa

IBM

In Frankfurt gibt es jetzt eine besonders sichere Cloud für Europa: IBM Cloud will für sein deutsches Rechenzentrum ein Support-Modell und erweiterte Funktionen bieten, damit Kunden in der Europäischen Union (EU) ihre Daten sicher verwalten können.

Mehr Schutz und Sicherheit für sensible Daten von Kunden aus der EU sollen ein neues Support-Modell und erweiterte Funktionen für die IBM Cloud in Frankfurt am Main bieten. Dazu gehören unter anderem so genannte Data-Residency-Kontrollen, neue Verschlüsselungsfunktionen und ein zusätzlicher Support. Laut IBM profitieren Unternehmen von der erweiterten Cloud, weil sie „das solide Fundament für kommende Datenschutzvorgaben bildet“ – wie beispielsweise regulatorische Vorgaben und Compliance-Anforderungen, zu denen auch die im Mai 2018 in Kraft tretende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO/GDPR) gehört.

Schutz personenbezogener Daten im Fokus

Nach Schätzungen der Europäischen Kommission wird der Wert der Datenwirtschaft in der EU bis 2020 möglicherweise auf 739 Milliarden Euro ansteigen. Die Bedenken hinsichtlich der so genannten Data Residency, also der Sicherheit und des Schutzes personenbezogener Daten, spielt hierbei eine zentrale Rolle, weil sich Unternehmen immer mehr der Public Cloud zuwenden. Darüber hinaus müssen sich die Unternehmen auf regulatorische Vorgaben und Compliance-Anforderungen vorbereiten. Dazu zählt unter anderem auch die im Mai 2018 in Kraft tretende Datenschutz-Grundverordnung.

Die IBM Cloud in Frankfurt wird der erste Rechenzentrumsstandort sein, an dem IBM ein neues Support-Modell mit erweiterten Funktionen zur Verfügung stellt. Mit dem Angebot erhalten Kunden in der EU mehr Kontrolle und Transparenz über ihre digitalen Daten. So wissen sie unter anderem genau, wo ihre Daten gespeichert sind, wer Zugang zu ihnen hat und wie sich dieser Zugang sicher managen lässt.

Erweiterte Funktionen der IBM Cloud

Vollständige Datenkontrolle: Auf Kundendaten können nur IBM-Mitarbeiter mit Wohnsitz in der EU zugreifen, und auch nur nach strenger Zugangskontrolle auf technischer Ebene. Die Mitarbeiter werden auch eine wichtige Rolle bei Vorfall- und Change-Management-Prozessen von IBM spielen, indem sie alle sich auf Kundendaten potenziell auswirkenden Änderungen überprüfen. Wenn bei spezifischen IBM Cloud-Umgebungen eine Stelle den Support oder Zugang eines nicht in der EU ansässigen Mitarbeiters erfordert, benötigt IBM eine Vorabgenehmigung des Kunden und der Kunde wird benachrichtigt, wenn der temporäre Zugang widerrufen wird. Auf Anfrage stellt IBM Protokolle zur Verfügung, mit denen die Kunden den Zugang und die Aktivitäten beim Zugriff auf ihre Daten nachverfolgen können.

Zugang zu höherwertigen Dienstleistungen von IBM: Dieses neue Modell wird auf den Cloud-Architektur-Stack von IBM angewandt, einschließlich Infrastruktur und höherwertigen Dienstleistungen wie künstliche Intelligenz (KI), Daten, Analytics und DevOps. Kunden können somit die IBM Cloud als Plattform für innovative Tätigkeiten und zusätzliche Geschäftschancen nutzen und gleichzeitig sicherstellen, dass ihre Daten technisch jederzeit auf die EU beschränkt sind. Dadurch könne die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften besser gewährleistet werden.

Verstärker Support vor Ort: Um IBM Kunden innerhalb der EU besser zu unterstützen, verstärkt IBM seine Kundensupport-Teams in Europa personell, um innerhalb dieser Region bei operativem Geschäft und Support rund um die Uhr zur Verfügung stehen zu können. Zusätzlich wird IBM im nächsten Jahr erweiterte Funktionen einführen, mit denen Kunden ihre gespeicherten Daten (Data-at-Rest) und während der Übertragung (Data-in-Transit) mit ihren eigenen Master Keys verschlüsseln können.

IBM betont seinen Einsatz für eine hohe Datenverantwortung und den Schutz von Kundendaten. Hierfür werden laut IBM in allen Ländern und Bereichen, in denen man tätig ist, die geltenden Datenschutzgesetze eingehalten. Das Unternehmen war von Anfang an federführend an der Entwicklung des EU Datenschutz-Verhaltenskodex für Cloud-Dienstanbieter (Data Protection Code of Conduct for Cloud Service Providers) beteiligt. Zudem garantiert IBM die sichere Zertifizierung unter dem EU-US-Datenschutzschild und den APEC Cross-Border Privacy Rules (CBPR). IBM sichert zu, alle Vorschriften der kommenden EU Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO/GDPR) einzuhalten.

IBM investiert außerdem weiter verstärkt in seine Präsenz in Europa, wo sich derzeit 16 der weltweit rund 60 IBM Cloud-Rechenzentren befinden. Mehr zu dem neuen Angebot finden Sie hier. tj

 
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https://www.it-finanzmagazin.de/?p=60110
 
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