STRATEGIE15. Oktober 2018

Mutige IT-Strategien für die Versicherungswirtschaft: Weit mehr als nur die Automation analoger Prozesse!

Professor Dr. Jürgen Bott, Hochschule Kaiserslautern - bewertet die IT in der Versicherungswirtschaft
Professor Dr. Jürgen Bott, Hochschule KaiserslauternProfessor Dr. Jürgen Bott

Neue Technologien der Informationsverarbeitung ermöglichen weit mehr als die Automation analoger Prozesse. Selbst im letzten Winkel der ehrwürdigen Assekuranz gedeiht das Bewusstsein über die strategische Relevanz der Informationstechnologie (IT). Zum Glück ist dem so. Doch wo bleiben die mutigen IT-Strategien? Der Streifzug.

von Professor Dr.  Jürgen Bott, Professor für Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen der Fachhochschule Kaiserslautern

Versicherungsnehmer, Geschäftspartner im Vertrieb, zur Bestandsbetreuung oder der Rückversicherung verlangen nach neu­en Pro­zess­mo­del­len, die ef­fi­zi­ent nur mit leis­tungs­fä­hi­ger und fle­xi­bler IT-In­fra­struk­tur ge­bo­ten wer­den können.

Mit Rundschreiben 10/2018 „Versicherungsaufsichtliche Anforderungen an die IT“ hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) erneut verdeutlicht, dass neben dem Risiko- und Sicherheitsmanagement im laufenden Betrieb auch Projekte, Sourcing-Konzepte sowie die IT-Governance und – an vorderster Stelle genannt – die IT-Strategie der Aufmerksamkeit der gesamten Geschäftsleitung bedürfen.“

Die IT-Strategie muss konsistent mit der Geschäftsstrategie sein. Die Geschäftsleitung hat sicherzustellen, dass Aufbau- und Ablauforganisation sowie Architekturen und Standards geeignet sind, um die Unternehmensziele zu erreichen. Dazu reicht es schon lange nicht mehr aus, nur die IT des eigenen Hauses zu optimieren. Die IT des Versicherers muss kompatibel sein mit den Anforderungen der Versicherungsnehmer (z.B. Verfügbarkeit während 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche), der Partner im Vertrieb und der Rückversicherung (z.B. Unterstützung verschiedener nationaler und internationaler Standards) sowie diverser Auslagerungspartnern im laufenden Betrieb (z.B. hohe Aktualität der bereitgestellten Daten).

IT verändert Prozess- und Geschäftsmodelle

Die IT verändert aber nicht nur Prozess-, sondern auch Geschäftsmodelle. Neue Technologien erleichtern es, neue Marktsegmente zu erschließen. Selbst im traditionellen und die deutsche Versicherungswirtschaft dominierenden Lebensversicherungsgeschäft können neue Regionen schnell und effizient z.B. mit Online-Angeboten bedient werden. Gleichzeitig sind deutsche Versicherer aber auch damit konfrontiert, dass sich die Wettbewerbssituation in ihren Stammmärkten viel schneller als bisher verändern kann. Digitale Vertriebskanäle erlauben deutschen Versicherern schnelle und effiziente Geschäftsausweitungen und machen sie gleichzeitig angreifbarer.

Mittels Out- und In-Sourcing lassen sich überbetrieblich Leistungsportfolien flexibel optimieren, Skaleneffekte und damit Wirtschaftlichkeit verschieben.“

Mit dem Sourcing einher geht der Zugang zu weiteren Datenbeständen. Diese Daten sind dynamisch und kontinuierlich zu analysieren, um nicht unmittelbar intuitive Optimierungspotenziale, veränderte Kundenanforderungen oder Chancen für weiteres Geschäft früher als Wettbewerber erkennen und erschließen zu können. Weiterentwickelte Statistik- und Analysewerkzeuge ermöglichen es, auch ohne Programmierkenntnisse oder gar Mathematikstudium Daten auszuwerten und sie aussagekräftig und überzeugend darzustellen. Mit „click-click-bunt“ werden etwas despektierlich Werkzeuge umschrieben, mit deren Hilfe nahezu jeder interessierte Sachbearbeiter in die Lage versetzt wird, qualitative Datenanalysen auszuführen. Gartner prägte schon den Begriff des „Citizen Data Scientist“.

Autor Prof. Dr. Jürgen Bott, Hochschule Kaiserslautern
Prof. Dr. Jürgen Bott ist Finanz- und Versicherungsexperte und Professor für Finanzdienstleistungen an der Hochschule Kaiserslautern. Er lehrt und forscht auch an ausländischen Universitäten und Business Schools z. B. Autónoma de Madrid und IESE in Barcelona. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Würzburg sowie Statistik und Operations Research an der Cornell University (Ithaca, New York) war er bei J. P. Morgan, bei der Deutschen Bundesbank und bei McKinsey & Company beschäftigt. Er pflegt als Mitglied in Aufsichts- und Beiräten sowie als Berater für internationale Organisationen (z. B. Internationalen Währungsfond und EU Kommission), Banken, Versicherungen und deren Kunden engen Kontakt zur Wirtschaft.

Treffen Sie Prof. Dr. Jürgen Bott in Köln:

Euroforum

Prof. Dr. Jürgen Bott, Professor für Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen der Fach­hoch­schule Kaisers­lautern, ist nicht nur Autor dieses Beitrags, sondern diskutiert auch bei der Konferenz „PRAXIS VERSICHERUNGS-IT“ in Köln die „KI für Versicherungen — Allheilmittel oder die neue Gefahr?“

Die Konferenz findet am 29. und 30. Oktober 2018 im Hyatt Regency Köln statt. Weitere Details finden Sie hier.

Während der 1980er und 1990er Jahre steigerten selbst kleine Vertriebsorganisationen mit Hilfe von Tabellen-Kalkulationsprogrammen und einfachen Datenbankprogrammen in beeindruckender Weise ihre Prozesseffizienz. Sie entwickelten und betreuten neue Provisionsmodelle für ihre Mitarbeiter. Mit Grafikprogrammen veranschaulichten sie ihren Kunden komplexere Produkte und deren unterschiedliche Wirkungsweise; und das ganz ohne Informatik- oder Design-Studium. Ähnlich wie es heute unter IT-affinen Menschen verbreitet ist, Folgen von Anweisungen oder Deklarationen in sogenannten Makros zusammenzufassen, wird es bald Standard sein, in der „individuellen Datenverarbeitung“ eigenständig „Roboter“ zu entwickeln, die von Routinearbeiten entlasten.

Gan­ze Ge­schäfts­be­rei­che las­sen sich da­mit um­or­ga­ni­sie­ren. Das Be­schwer­de­ma­nage­ment ent­wi­ckelt sich zum sys­te­ma­ti­schen In­for­ma­ti­ons­lie­fe­ran­ten für das In­no­va­ti­ons­ma­nage­ment. Weit­ge­hend au­to­no­me Pro­zes­se, wie sie heu­te in der Ver­si­che­rungs­wirt­schaft mit­tels so­ge­nann­ter „Dun­kel­ver­ar­bei­tun­g“ z.B. bei der Scha­dens­re­gu­lie­rung zu fin­den sind, wer­den da­zu bei­tra­gen, auch Ver­triebs­pro­zes­se neu zu ge­stal­ten. Re­gel­ba­sier­te Sys­te­me (Busi­ness Ru­les Ma­nage­ment Sys­tems), au­to­ma­ti­sier­te Text­ver­ar­bei­tung (z.B. mit­tels OCR) und Sprach­er­ken­nung (Na­tu­ral Lan­gua­ge Pro­ces­sing) sind tech­nisch weit ent­wi­ckelt. Ei­ni­ge Ver­si­che­rer tes­ten die­se Tech­no­lo­gi­en in Pi­lot­an­wen­dun­gen, bei an­de­ren Ver­si­che­rern ha­ben sie Ein­zug in den lau­fen­den Be­trieb ge­fun­den und es wer­den Er­fah­run­gen ge­sam­melt mit „selb­st­ad­ap­ti­ven Al­go­rith­men“ (Schlag­wor­te: „künst­li­che In­tel­li­gen­z“, „de­ep learning“).

Komplexe Modelle werden Standard

Die aus dem Risk-Consulting im Großkundengeschäft gewonnenen Erkenntnisse werden in regelbasierten Systemen abgebildet. Die Printversionen des „Best’s Underwriting Guides“ und des „Best’s Loss Control Manual“ werden bereits seit 2004 durch das web-basierte „Best’s Underwriting & Loss Control Center“ komplementiert. Auszüge des Wissens hochspezialisierter „Risk-Engineers“ kann in sogenannten „AI-Anwendungen“ (Artificial Intelligence, Künstliche Intelligenz) hinterlegt werden. Die Leistungsfähigkeit u.a. noch weniger erfahrener Risiko-Ingenieuren bzw. „Underwriters“ lässt sich damit massiv steigern. Somit wird es wirtschaftlicher, die bisher nur Großkunden vorbehaltenen Methoden auch bei mittleren Kunden und zukünftig vielleicht sogar bei Gewerbekunden einzusetzen.

Sensordaten (z.B. Raumtemperaturen, Schwingungen von Maschinen oder Daten zu Körperfunktionen) lassen sich technisch einfach und kostengünstig über das Internet für Auswertungszwecke zusammenführen (Internet der Dinge, Internet of Things (IOT)).“

Die maschinengestützte Auswertung  solcher Daten ist heute in der Fernwartung der Maschinenbauindustrie oder der Medizin bereits Standard. Sowohl bei Sach- wie auch bei Personenversicherungen können durch kontinuierliche Auswertung von Daten, die über sogenannte „IOT-Devices“ gewonnen werden, neue Geschäftsmodelle für das Risiko-Management entwickelt werden. Mit dem Smartphone verbundene Hörgeräte und Herzschrittmacher können genauso wie Fitness-Armbänder nicht nur Krankenkassen wertvolle Sensordaten liefern. Sie lassen sich mit den Daten von Sensoren verknüpfen, die z.B. in Autos oder Textilen verbaut sind. Mit den Daten, die nahezu in Echtzeit Rückschlüsse auf physische, psychische Zustände in geografisch klar identifizierbare Orte erlauben, lassen sich kreative neue Geschäftsmodelle für die Versicherungswirtschaft entwickeln.

Wirtschaftliche Vorteile nivellieren kulturelle Unterschiede

Wer nun für Deutschland oder Europa typische Argumente des Datenschutzes vorbringt, möge sich die Dimensionen des weltweiten Versicherungsmarktes vor Augen führen. Der Anteil der in Deutschland erwirtschafteten Erstversicherungsprämien ist weniger als fünf Prozent. In wirtschaftlich bedeutenden Regionen der Welt dominieren ganz andere Vorstellungen zum Datenschutz, der Zusammenführung und zentralen Auswertung verschiedenster Datenquellen, als sie in Deutschland und Europa üblich sind. In den Medien aktuell ausgiebig diskutiert werden beispielsweise die Praktiken in China. Alleine die Beiträge für Erstversicherungen im rasant wachsenden chinesischen Markt waren schon im Jahre 2017 fast 2,5mal größer als in Deutschland (GDV-Statistik).

Sicherlich werden wir in Deutschland bzw. Europa nicht alles erlauben und kopieren, was in anderen Teilen der Welt gelebt wird. Aber international so stark verzahnte Volkswirtschaften wie Deutschland werden ihren Unternehmen dauerhaft keine massiven Wettbewerbsnachteile zumuten können.“

Freiheitliche Gesellschaften werden ihren Bürgerinnen und Bürgern z.B. über das Internet leicht zugängliche Produkte ausländischer Anbieter nicht vorenthalten können.

Juristische und natürliche Personen, die international agieren, werden grenzüberschreitend verfügbare Leistungen nutzen, wenn sie darin Vorteile für sich erkennen. Für mehrere Branchen überraschend waren die Vorteile, die ihre Kunden aus der Bedienung durch das Internet erfuhren. Sowohl staatliche Organisationen wie auch privatwirtschaftlich organisierte Beratungshäuser prognostizieren, dass innerhalb des nächsten Jahrzehnts mehr als ein Drittel aller wirtschaftlichen Aktivitäten über elektronische Handelsplattformen abgewickelt werden. Nahezu in Echtzeit werden diese Handelsplattformen untereinander und mit den teilnehmenden Unternehmen sowie privaten Haushalten verbunden sein. Es entstehen sog. „digitale Ökosysteme“ innerhalb derer u.U. sogar weitgehend autonom handelnde Prozesse verbindliche Rechtsgeschäfte abschließen.

Vermehrte Ein- und Verkäufe auf internationalen digitalen Handelsplattformen verändern Risikosituationen der Teilnehmer tiefgehend und nachhaltig. Erfolgreiche Versicherer werden ihre Aufbau- und Ablauforganisation auf die neuen Herausforderungen der Plattformökonomie bzw. der sich rasant entwickelnden digitalen Ökosysteme anpassen.

Von selbstlernenden Algorithmen abhängende Rechtsverhältnisse

Digitale Ökosysteme werden Grenzen nationaler Gesetzgebung überschreiten. Risikoübergänge bzw. Anspruchsgrundlagen verändern sich in kurzen Zeitintervallen entlang internationaler Lieferketten; teilweise nahezu in Echtzeit. Gleichzeitig führt der Einsatz neuer Technologien – wie z.B. Decentralized Ledger Technologies; bekannt aus Blockchain-Anwendungen – dazu, dass die Bedingungen für widerspruchsfrei erfüllte Abwicklungen nicht mehr a priori feststehen. Vertragserfüllung kann von Wahrscheinlichkeiten abhängen, die Konsensus-Algorithmen vorgeben. Bei „selbst-lernenden Systemen“ können sich diese Algorithmen im Zeitablauf verändern, was im Falle eines Rechtsstreites international anerkannter Dokumentationen verlangt, mit deren Hilfe IT-Systemzustände widerspruchsfrei rekonstruierbar sind.

Derartige veränderte Risiko- und Anspruchssituationen werden nachhaltigen Einfluss auf die Produkt- und Prozessentwicklungen der Versicherungswirtschaft nehmen.

In der Plattformökonomie werden große Teile der Versicherungsleistungen zeitnah mit dem Vertragsabschluss auf der Plattform – und nicht mehr wie bisher in separierten Vertriebsprozessen verkauft werden. Die Policierung wird zeitnah – ggf. sogar im Instant-Modus – erfolgen.“

Dies erfordert automatisierte und innerhalb von Rahmenvereinbarungen weitgehend autonom handelnde Systeme. Neben den Bedingungen einzelner Versicherungsverträge werden vom Vertrieb zunehmend Rahmenvereinbarungen zu verhandeln sein, in denen einzelne Versicherungsobjekte und Personen übergeordnete Deckungen finden.

In digitalen Ökosystemen werden vermehrt Risikokonstellationen ganzheitlich entlang von Lieferketten und nicht mehr nur die Risiken einzelner natürlicher und juristischer Personen abgesichert. Entscheidenden Einfluss auf das Design der dafür geeigneten Produkte und Prozesse der Versicherungswirtschaft  haben geänderte Geschäftsmodelle der Versicherungsnehmer. Wenn beispielsweise zukünftig keine Aufzüge, sondern „Stockwerksbewegungen“ verkauft, oder keine Autos mehr, sondern Mobilitäts-Zeiten und –Strecken verkauft werden, werden sich auch die dazu passenden Finanzdienstleistungen ändern.

Industrielle Revolutionen spiegeln sich in der Finanzwirtschaft

Wie jede der drei vorausgegangenen industriellen Revolutionen wird auch die vierte – die digitale – Revolution ihren Widerhall in der Finanzindustrie finden. Noch bestehen große Unsicherheiten bezüglich der Auswirkungen und der Anpassungsnotwendigkeiten bei den deutschen Versicherungsunternehmen. Aber zweifelsfrei wird sich die Versicherungs-IT grundlegend ändern. Aufsichtsbehörden fordern klar ausformulierte Strategien. Mit Interpretationsspielräumen ausgestattete PowerPoint-Präsentationen werden diesen Anforderungen nicht gerecht.

Selbst das Rollenverständnis der IT wird neu definiert.“

Zeiten der Beschränkung auf die Umsetzung von Aufträgen aus den Fachbereichen sind vorbei. Mitarbeiter der IT sollen die Fachbereiche aktiv beraten, um ihnen aufzuzeigen, welche Möglichkeiten bestehen, um sich in der Plattformökonomie angemessen positionieren zu können. Es wird erwartet, dass aus den Reihen der IT-Mitarbeiter kritische Fragen gestellt werden, um die Prozess- und Geschäftsmodelle der Versicherer rechtzeitig auf die Chancen und Risiken digitaler Ökosysteme vorzubereiten.

Ebenfalls keiner prophetischen Gaben bedarf es, um zu erkennen, dass die Versicherungsunternehmen alleine die Herausforderungen an leistungsfähige Lösungen für das Management der Risiken in digitalen Ökosystemen nicht stemmen können. Neue strategische Allianzen werden unverzichtbar sein. Damit Versicherer z.B. die Innovationskraft junger InsurTechs nachhaltig wirtschaftlich sinnvoll für sich nutzen können, brauchen sie neue Schnittstellen- (API-) Strategien. Diese setzen wiederum voraus, dass die unternehmensübergreifenden Prozessstandards der Versicherer und ihrer bereits heute eingebundenen Partner weiter entwickelt werden.

Die IT wird zu einem der Pivot-Elemente der digitalen Transformation der Versicherungswirtschaft.“

Die Vielfältigkeit der bevorstehenden Änderungen verlangt nach frühzeitiger und fundierter Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten neuer Technologien, den Prinzipien der Plattformökonomie und dem Rollenverständnis, das Versicherungsunternehmen in digitalen Ökosystemen übernehmen können. Neben fundierten technischen Kenntnissen werden in der Versicherungs-IT zunehmend Mitarbeiter mit strategischem Weitblick und der Fähigkeit zur Begleitung kreativer Prozesse in den Fachabteilungen benötigt.

Wie zum Beginn des Artikel bereits geschrieben: Die BaFin fordert IT-Strategien, die konsistent mit den Geschäftsstrategien der Versicherer sind. Den IT-Vorständen – genau genommen allen qualifizierten Mitarbeitern der IT-Abteilungen – kommen die Aufgaben zu, den laufenden Betrieb zu sichern, die kontinuierliche Weiterentwicklung im klassischen Geschäftsverständnis effizient zu begleiten. Aber gleichzeitig sollten sie auch Impulsgeber sein, um sich den – mit nur etwas visionärem Blick – bereits deutlich abzeichnenden grundlegenden Veränderungen in den Geschäftsmodellen der Versicherungswirtschaft adäquat begegnen zu können.

KI für Versicherungen — Allheilmittel oder die neue Gefahr?
Prof. Dr. Jürgen Bott, Professor für Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen der Fach­hoch­schule Kaisers­lautern, können Sie erneut auf dem „PRAXIS VERSICHERUNGS-IT“ in Köln mit dem Thema „KI für Versicherungen — Allheilmittel oder die neue Gefahr?“ hören. Die Konferenz findet am 29. und 30. Oktober 2018 im Hyatt Regency Köln statt. Weitere Details finden Sie hier.

Das häufig bemühte Lied der Scorpions „Wind of change“ enthält auch für die europäische Versicherungswirtschaft wichtige Botschaften. Noch stehen die deutschen Versicherer wirtschaftlich besser als die kontinental-europäischen Banken da, denen der IWF in seinen letzten „Financial Stability Reports“ vorhält, dass sie kein nachhaltiges Geschäftsmodell mehr hätten, weil sie u.a. keinen adäquaten Umgang mit neuen Technologien fanden. Vergleichbaren Vorhaltungen können sich die deutschen Versicherungen mit visionären Geschäfts- und damit konsistenten IT-Strategien noch entziehen.

Professor Dr. Jürgen Bott, Hochschule Kaiserslautern
 
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