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FINTECH14. März 2017

Payment-as-a-Service: Angriff auf SWIFT? Fidor will mit Niederländern „Payments Avenue“ für Banken liefern

Fidor

Fidor und Van Lanschot (Vermögensverwalter) wollen Banken dabei helfen, ihre eigenen digitalen Banken zu gründen und zu betreiben. Dazu wollen die beiden Unternehmen die Zahlungssoftware und -infrastruktur-Plattform „Payments Avenue“ auf PSD2-Basis entwickeln. Sie soll Zahlungsströme in ganz Europa verwalten können. Fidor liefere für dieses Projekt seine Nutzer- und Konten­daten­ver­waltung, die es Van Lanschots ermöglichen soll, seinen Zahlungsverkehr über die fidorOS-Plattform (fOS) abzuwickeln – und weitere Banken anzuschließen, die sich an dieser Plattform beteiligen wollen. Über die neue Plattform sollen zudem iOS-, Android-Mobilanwendungen und Desktop-Plattform-Frontend für Onlinebanking bereitgestellt werden.

Viele europäische Banken hätten Schwierigkeiten, mit dem schnellen Tempo der Zahlungs­mo­der­nisierung Schritt zu halten. Für diese Banken entwickle nun Fidor in Zusammenarbeit mit Van Lanschot eine „Zahlungsplattform als Service“. Die Plattform „Payments Avenue“ werde PSD2-konform sein und als paneuropäische Lösung angelegt werden, um Zahlungsströme für Banken abzuwickeln. Im ersten Entwicklungsschritt werde man zunächst Banken in den Niederlanden anschließen. Die gute Nachricht: Banken in Deutschland könnten sich bereits jetzt der „Payments Avenue“ anschließen, denn die Fidor Bank erfülle bereits die in Deutschland geltenden Regularien.

Fidor

Dass wir mit dem an­gese­hens­ten Ver­mö­gens­verwal­ter in den Nieder­lan­den zu­sammenarbei­ten, zeigt, wie weit der Glaube an die Effizi­enz des digi­ta­len Zahlungs­verkehrs in­zwi­schen vor­an­ge­schrit­ten ist. Die­se Partnerschaft mit Van Lanschot markiert den Start von Fidors Payments Ave­nue, wel­che auf an­de­re eu­ropäi­sche Län­der erwei­tert und Banken angebo­ten wer­den wird, die an un­se­rem Modell des Zahlungs­verkehrs als Dienst­leis­tung teilha­ben möch­ten.“

Ge Drossaert, Chief Commercial Officer Fidor

Basis der neuen Plattform „Payments Avenue“ sei eine Cloud-Technologie, die sich schnell an die neuen Richtlinien anpassen ließe. Hier zielt man derzeit besonders auf die kommenden Änderungen bei der PSD2. So gesehen ist das gemeinsame Projekt von Fidor und Van Lanschot im Grunde eine RegTech-Plattform, um Banken den Anpassungsaufwand bei Regulierungsänderungen zu sparen.

Wenn man den Funktionsumfang betrachtet, könnte man meinen, die neue Plattform solle auch ein erster kleiner Angriff auf die SWIFT werden – denn die „Payments Avenue“-Plattform werde eine Reihe von wertschöpfenden Diensten umfassen, heißt es. Das sollen neben modernen Apps für mobilen Zahlungsverkehr auch On-Us-Zahlungen in Echtzeit sein, mehrere Konten in verschiedenen Währungen, weltweite Überweisungen und P2P-Transfers zusätzlich zu den speziellen Diensten für den niederländischen Markt, wie z. B. Zahlungen mit iDEAL oder Acceptgiro.

Kostensenkung für Banken

Die Verwaltung von Zahlungen im eigenen Haus sei teuer (Hardware, Software, Compliance). Zudem müsse sie wegen Änderungen in der Regulierung laufend angepasst werden. Mit der neuen Plattform ließe sich das vermeiden und die Kosten könnten geteilt werden. Geplant ist, die Zahlungsplattform auf Abonnement-Basis bereitzustellen. So könnten Banken flexibel agieren und ihre Kosten senken, indem sie ihre Zahlungsströme an Fidor auslagern. Zudem sei die fidorOS-Plattform offen und hochflexibel, da Fidor auf API Banking und eine offene Architektur setze, die das System zukunftssicher mache.

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